Danke, davon hatte ich natürlich auch gehört. Glaube aber nicht, dass das Verbot kommen wird.
Lieber hörby, vielen Dank für Deinen Beitrag.
Aus Bundesmitteln (BAFA) werden „kleine Holzfeuerungsanlagen“ mit bis zu 45% Zuschuss zum Kaufpreis sowie günstigen Krediten über die Förderbank KfW subventioniert. Mit den laut Umweltbundesamt aktuell allein 11,2 Mio. Holzöfen und weiteren Pelletheizungen wird inzwischen lt. dem Umweltmagazin GEO mit Berufung auf Datenerhebungen des Umweltbundesamts mehr Feinstaub PM2,5 ausgestoßen, als mit dem gesamten Straßenverkehr über Bremsen- und Reifenabrieb sowie Abgase. In Wohngebieten wurde abends bei Betrieb von Holzöfen schon die dreifache Feinstaubbelastung des berühmten Stuttgarter Neckartors zur Rush-Hour gemessen.
Da sind aber eher die Scheitholz-Kaminöfen verantwortlich, nicht moderne Pellet-Kessel. Die haben ziemlich passable Abgaswerte.
Daher forderte auch Dirk Messner, der Präsident des Umweltbundesamts zuletzt:"Wir sollten darauf verzichten, Holz zu verheizen."
Da Holz ein buntes Stoffgemisch darstellt, ist es der ineffizienteste aller zulässigen Brennstoffe.
So ein Unfug. Heizöl ist auch ein "buntes Stoffgemisch". Lediglich Gas ist relativ aufgeräumt, was die Chemie angeht. Wieso sollte Holz deswegen ineffizient verbrennen?
Daher benötigt ein durchschnittliches Wohnhaus bei Einsatz einer Pelletheizung laut dem Wirtschaftsverband der Pellethersteller im Schnitt 4,7 Tonnen des Brennmaterials pro Jahr. Es fällt dadurch nach Angabe der Schweizer Umweltbehörde auch eine gegenüber Gas um 60% erhöhte Menge an CO2 für die gleiche Menge an erzeugter Wärmeenergie an, nämlich 56,4 g/Megajoule bei Gas und 92 g/MJ bei jeglicher bestmöglich betriebenen Holzheizung.
Boah, na klar brennt Gas effizienter. Aber das ist ein fossiler Brennstoff. Ich denke, die sind pfui?! Das CO2 aus den Pellets haben die Bäume beim Wachsen brav aus der Atmosphäre gefischt. Bis auf Verarbeitung und Transport sind die Dinger CO2-neutral - ich dachte, darum ginge es dem Umweltbundesamt?
Zudem stoßen Holzöfen deutlich höhere Mengen hochgiftiger polyzyklischer Kohlenwasserstoffe aus. Bei einem Betrieb mit feuchtem Holz waren die gemessenen Werte hundert bis tausendfach höher als bei Gasheizungen.
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Pellets sind aber kein feuchtes Holz! Die sind furztrocken. Es kommt allein auf die Verbrennungstemperatur an, welche Nebenprodukte entstehen. Und es sind auch nicht alle polyzyklischen Kohlenwasserstoffe "hochgiftig". Dass in Gasheizungen so gut wie keine PZK entstehen, liegt in der Natur der Sache.
An ein Verbot von Pelletöfen glaube ich nicht, da ein guter Teil der grünen Stammwählerschaft auf solche Anlagen umgestiegen ist. Mit irgend etwas werden die Leute wohl heizen müssen, gell?
Viele Grüße,
Naclador