Wie heizen in den nächsten Wintern? Bitte um Rat.
Moin,
kurze Lagebeschreibung:
Ich wohne mit meiner Familie in einem Reihenmittelhaus Baujahr 1966, 110 m², ursprünglich kohlebefeuert, zur Zeit beheizt mit einer alten Ölheizung (vermutlich 80er Jahre). Dämmung ist kaum vorhanden außer am Dach, da liegt Styropor unter der Teerpappe. Trotzdem ist unser Heizenergiebedarf mit ca. 1800 Litern im Jahr recht bescheiden, dank der Lage (zwei Wände perfekt gedämmt durch die Nachbarhäuser, eine Wand halb in der Erde dank Hanglage).
Da Öl knapp und teuer ist und bleiben wird, und darüber hinaus politisch nicht mehr erwünscht, überlegen wir einen Technologiewechsel. Gas scheidet aus, da unsere Regierung sich leider weigert, weiterhin günstiges Gas aus Russland abzunehmen.
Wärmepumpe halte ich für energetischen Blödsinn. Da wäre es noch sinnvoller, per Infrarotheizung direkt mit Strom zu heizen, als dass man aus der im Winter kalten Außenluft Wärme entnimmt und damit Wasser warm macht, das dann mit den entsprechenden Verlusten in unseren ungedämmten Heizungsrohren bis in unsere alten Rippenheizkörper läuft, mit einer viel zu niedrigen Vorlauftemperatur.
Meine bevorzugte Lösung wäre eine Pelletheizung. Da muss man an der Installation nur wenig ändern, genug Raum für einen Pelletbunker wäre da (dort wo früher die Eierkohlen lagerten). Was haltet Ihr davon? Wie schätzt Ihr die zukünftige Verfügbarkeit von Pellets ein? Angeblich werden die zu 85% im Inland produziert. Für die Heizungsanlage selbst könnte man 45% Förderung abgreifen.
Eine Alternative wäre die erwähnte Infrarotheizung, dann könnte die ganze Wasserinstallation weg. Müsste man aus Kostengründen aber mit Photovoltaik kombinieren. Kann das im Winter klappen? Wahrscheinlich müsste man in den ganz dunklen Monaten Strom zukaufen. Angeblich gibt aber Strahlungswärme das beste Wohngefühl, selbst wenn man die Raumtemperatur ein paar Grad niedriger hält. Hat jemand damit Erfahrungen?
Kennt Ihr noch andere Heizmöglichkeiten? Eigene Biomasse haben wir leider nicht zur Verfügung, wir haben nur ein winziges Gärtchen.
Viele Grüße,
Naclador