@ el_mar: die Transformation des Westens, siehe auch Melenchons Wahlprogram
Hi el_mar
das sind die ganz grossen Spekulationen, meine gegenwärtige Einschätzung wäre in etwa wie folgt:
Meiner Meinung nach wird es für die gesamte Menschheit weiter bergab gehen, weil das globale, pro Kopf (Netto)-Wachstumspotential erschöpft ist.
Finanztechnisch/debitistisch gesehen ist dem Wachstum m.E. keine Grenze gesetzt, das nominale BIP-Wachstumspotential ist nicht erschöpft. Nur muss die Wertschöpfung zusehends in nicht-materiellen Wirtschaftsbereichen stattfinden, und die zusätzliche Verschuldung zunehmends aus Beleihung nicht-dinglicher Sicherheiten beruhen (Monetarisierung von CO2-Rechten = Luft, Meeres- oder Weltraumclaims, zukünftigen intellektuellen Eigentums, Metaverse-Properties usw)
Realwirtschaftlich im Sinne materialistischer Wirtschaft ist das Wachstumspotential aufgrund des Resourcenverbrauchs vermutlich in der Nähe des Maximums, kurz davor oder kurz dahinter.
Da gibt es kaum noch Reserven, dass ist schon jetzt ein Nullsummenspiel. Wenn es noch Potentiale gibt, dann im Osten.
Diese Potentiale würde der Westen eben noch sehr gerne für sich aktivieren. Es sieht nicht wirklich danach aus, dass dies gelingen könnte.
Wenn der Westen jedoch eingeht, reißen sie den Osten mit in die Tiefe. Wenn das nicht systemimmanent passiert wird kriegerisch nahgeholfen, biologisch oder atomar.
Der Westen wird nicht eingehen, sondern sich abschotten und dann auf niedrigerer materieller Basis wirtschaften, meine Schätzung seit längerem liegt bei minus 50-75% in der materiellen Verfügbarkeit. Der Osten wird dann ebenfalls transformieren müssen, um die eigenen Potentiale ausschöpfen zu können.
Es gibt ganz offensichtlich 2 Strömungen in der westlichen Elite. Die Eine legt es darauf an, die östlichen Potentiale noch zu übernehmen - ob sie auch einen atomaren oder biologischen Vernichtungskrieg darum führen werden (und können), bleibt ungewiss. Wenn ich Putins Aktionen richtig interpretiere, geht zumindest er davon aus, dass dieses Risiko heute geringer ist als morgen.
Die andere Strömung ist die WEF-Variante, die letztendlich darauf abzielt, das Unvermeidbare zu aktzeptieren, aber dabei dennoch zumindest die Vormachtsstellung der westlichen Eliten in ihrem eigenen Herrschaftsraum zu bewahren, sowohl gegenüber den externen Kräften, wie auch innerhalb der westlichen Gesellschaften (daher ist die anvisierte Politik anti-bürgerlich, die Eliten ko-optieren die Massen / unteren Gesellschaftsschichten und Minderheiten). Diese beinhaltet m.E. auch die Verlagerung der Wachstumspotentiale aus der stofflichen Welt hinaus in die virtuelle Welt hinein.
Vielleicht besteht auch Einigkeit, und die 2. Strömung nutzt nur die Möglichkeiten des Konfliktes mit dem Osten, um die Abschottung und den Wirtschaftseinbruch massenmedien-tauglich umzusetzen.
Wenn der Osten verliert? ... der Osten kann nicht verlieren - sie haben alles (Rohstoffe, Industrie, China), wir haben nur noch unsere dekadente Fallhöhe. Schein statt Sein!
... und selbst wenn "der Westen" gewänne. Europa hat fertig - "Fuck the EU"
Dann würde Europa den WEF-Weg als Avantgarde vorgehen, während die USA noch ein wenig im dinglichen Konsum weitermachen bzw die Transformation behutsamer angehen.
Gruss,
mp