Du liegst vollkommen richtig ..!
Ich wage einmal zu bezweifeln, dass die Geschäftsbanken so etwas wie eine "realistische Bewertung der Staatsanleihen" vornehmen.
Wenn wir also jetzt keine realistische Bewertung der Staatsanleihen haben, wieso sollten wir sie im von Beo2 vorgeschlagenen System brauchen?
Ich zeige Dir nun die Ergebnisse der völlig überflüssigen "realistischen" Bewertungen von Staatsanleihen durch Börsenzocker - hier die Staatsverschuldung (in % des BIP) in den wichtigsten Industrieländern, zum Stand Oktober 2020:
+ https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Staatsschuldenquote
.........................
Japan 238%
Griechenland 181%
Italien 135%
Portugal 118%
USA 109%
Belgien 99%
Frankreich 98%
Zypern 96%
Spanien 95%
Kanada 89%
GB 85%
Indien 72%
Österreich 70%
BRD 60%
Finnland 59%
VR China 53%
Niederlande 48%
Slowakei 48%
Polen 46%
Australien 46%
Schweiz 42%
Südkorea 42%
Norwegen 41%
Island 37%
Lettland 37%
Schweden 35%
Taiwan 33%
Neuseeland 32%
Tschechien 30%
Dänemark 29%
Luxemburg 22%
Russland 14% !!
Kuwait 12%
.............
Singapur 130%
...........................
Wer schert sich hier um irgendwelche "Bewertungen", außer den Börsenzockern? (die mit Staatswährungen zocken) und gut bezahlten Systemlingen und Lügenbaronen? Welchen mental normalen Bürger oder welches produktive Unternehmen interessiert das? Niemanden von diesen!
Beachte bitte auch den Vergleich mit den 25 Boomjahren des Deutschen Wirtschaftswunders in 1950-75: Die Staatsverschuldung betrug gleichbleibend knappe 20% des BIP. Oder schau Dir die niedrige Verschuldung in Russland an, und das nach 10 Boomjahren (mit 8-9% Wachstum) etwa in 2005-2015! - bis massive Wirtschaftssanktionen des Westens gegen R. verhängt wurden, die der Wirtschaft und dem russischen Volk massiven Schaden zugefügt haben und weiterhin zufügen! Warum wurden sie wohl verhängt?
Warum geht man jetzt auch gegen China's boomende Wirtschaft vor?
Dein gesunder Verstand hat es begriffen: Wo es gar keine Staatsanleihen mehr gibt, da werden es auch keine Bewertungen von solchen benötigt. Jeder Börsenzocker darf dann aber weiterhin "bewerten", was auch immer ihm lieb ist, wenn es ihm Spaß macht.
Jetzt verrate ich Dir, wie ich mir die Direktfinanzierung vorstelle: Jeder rentable Unternehmer bekommt doch von seiner Hausbank auf seinem Girokonto einen sog. Überziehungskredit eingeräumt. Die Höhe dieser Kreditlinie richtet sich hauptsächlich nach den regelmäßigen Einnahmen (Umsatz). Sogar Du und ich bekommen eine solche. Warum sollte der Staat von dieser Selbstverständlichkeit ausgeschlossen werden?
Die natürliche Hausbank des Staates ist die seine Zentralbank (hier die D. Bundesbank), wo der Staat seine wichtigsten Girokonten hat. Die intelligenteste Lösung ist also: Der Staat bekommt auf seinem Girokonto bei der BuBa eine Kreditlinie in Höhe 40% des BIP - das BIP gerechnet für die letzten 12 Monate, also fortwährend/gleitend. Die absolute Kreditlinie wird also laufend angepasst. Wächst das BIP, bekommt auch der Staat mehr Kredit (absolut gesehen); und sinkt es, bekommt auch der Staat weniger und muss bessere Wirtschaftspolitik machen. Es gibt keinen Cent mehr! Das könnte sogar bis in alle Ewigkeit so bleiben! Und wie man BIP-Wachstum macht, falls man eines haben möchte, erkläre ich ein anderes Mal.
Das wäre mehr als genug! Reichen müssten eigentlich 25-30%, wenn man sich die Wirtschaftsentwicklungen in den wichtigsten Industrienationen der Welt seit dem WK-II anschaut. Diese Darstellung soll aber nur zur vorläufigen Illustration meiner grundsätzlichen Lösung dienen. Mein Finanzierungskonzept für den Staat sowie für den Privatsektor geht aber weit darüber hinaus. Ich habe es im Zusammenhang mit einem neuen Vollgeld- und Zahlungssystem kürzlich schon angedeutet.
Eine solche Kreditlinie für den Staat kommt in die Staatsverfassung, und zwar per Referendum (Volksentscheid). Und jeder kann sich an das BVerfGericht mit einer Klage bei Zuwiderhandlung wenden. Als Strafe gäbe es Pfändungen ins Privatvermögen bis hin zum Knast.
Die Bürger könnten per Referendum wählen z.B. zwischen 25, 30 und 35% des BIP. Und wie man von den heutigen 65% runter käme, falls "man" es wider Erwarten gerne wollte, erkläre ich ein anderes Mal - hier nur ein Wink: Staatverschuldung korrespondiert bekanntlich(?) mit den privaten Geldvermögen ... Da wäre doch was zu machen, peu à peu!
Mit Gruß, Beo2