Eher doch ein Film über Architektur ...
... und über das Innendesign von Bankgebäuden? Oder ein Film mit sehr viel Nachdenkpausen?
Die Informationsdichte war für den bereits Informierten nicht gerade hoch. Für Un-Informierte war der Film möglicherweise etwas langatmig. Mein Fazit wäre: man hat nach dem Film das nicht genauer bestimmbare aber ganz sichere Gefühl, dass mit dem Geldsystem etwas nicht in Ordnung ist. Das ist mal schon was.
Bemerkenswert fand ich, dass die Regisseurin einigen Top-Managern die wohl ehrlichen Statements entlocken konnte, dass sie die Dinge auch nicht ganz blicken und eigentlich auch nicht wissen, wie es weitergeht. Das erinnert mich an eine Veranstaltung in der Deutschen Bank in Ffm (15 Jahre zurück), als nach einem langen Vortrag der Chef der Presseabteilung von einem Studenten vor einem Publikum von etwa 200 Leuten gefragt wurde, woher das Geld für den (zusätzlichen) Zins kommt, wenn doch das übrige Geld nur ein Kredit ist. Und der Oberbanker wußte darauf keine Antwort.
Die Frage von @Hanno im parallelen Beitrag hier, mit der ja auch der Film selbst schließt, ist meines Erachtens nicht scharf genug gestellt. Für mich heißt es nicht "wie geht es weiter?", sondern es heißt: was kann ich tun (was können 'wir' tun ...). Denn ich bin der Meinung, dass man das Geldsystem nicht denen überlassen sollte, die es jetzt noch in den Händen haben und einen nicht angemessenen Profit aus ihm ziehen.
Geld gehört für mich in den Bereich INFRASTRUKTUR (engl. utilities), etwa wie das Straßensystem. Und das kann nicht privat gehalten, verwaltet und verrentet werden.
Vermutlich bestehen hier im Forum (v.a. unter den Altforis ...?) ziemliche Vorbehalte gegen ein Vollgeldsystem. Es gibt daran aber einige bedenkenswerte Aspekte. Und wenigstens sind die Leute von der Monetative rührig. Ihre nächste Veranstaltung ist am 18. November. Vielleicht interessiert sich ja jemand dafür ...
https://monetative.de/webkonferenz-geldgier-und-geldhass/
Grüsse, Weiner