US-Eliten und ihre US-Außenpolitik / Artikel von Pam Ho / Teil 3 - Beispiel einer Person

Weiner, Dienstag, 09.11.2021, 11:46 (vor 1533 Tagen) @ Weiner2943 Views

Der übersetzte Text sollte zeigen, dass es die Geldelite nicht gibt. Vielmehr gibt es eine Landschaft der Machtelite, und alleine in den USA besteht sie aus mehreren Gebirgzügen, zwischen denen tiefe Täler der Armut und Ausbeutung liegen.

Jede Gruppe hat ihre eigene Strategie und verfolgt eigene Ziele. Brzezinski und Kissinger gehören eigentlich einer gemäßigten Fraktion an. Noch heute gibt es ein kleine Gruppe, die zu einer Kooperation mit den Russen und Chinesen bereit ist (natürlich nur wenn die USA die erste Geige im Trio spielen könnte ...). Die Mehrheit schwenkt aber augenblicklich auf einen Konfrontationskurs ein. Im Grunde ist der Ausgang des ganzen (welthistorischen) Prozesses der Elite so ziemlich egal, denn sie hat ihre Schäfchen bereits alle im Trockenen. Es kommt nur darauf an, auf welchem Weg für welche Gruppe wieviel Profit abfällt - und nur darum wird gestritten. Der innere Wettbewerb der ELITE ist heftig. Morde gehören hier zum Alltag.

Nun aber ein Bespiel für einen einzelnen Vertreter. Zum alten amerikanischen Geldadel gehört die DREXEL-Familie (bitte bei allen Familien auf die Abstammung achten!). Die Drexels waren im vorletzten Jahrhundert mit den Morgans liiert, und beide hatten die damals (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) weltgrößte Bank erschaffen. Dan Rottenberg hat 2006 ein Buch herausgebracht "The Man who made Wall Street: Antony John Drexel and the rise of Modern Finance" (2006), d.h. die Männer dieser Familie haben das Finanzzentrum in N.Y. wesentlich mit gestaltet, es ist quasi ihre 'Kreation'.

Nun könnte man sagen, die Drexels sind historische Figuren, ihre Banken wurden ja inzwischen aufgekauft. Aber so ist es nicht. Die Familie ist immer noch sehr aktiv, von ihrem Vermögen her mal ganz abgesehen. Und es werden immer noch, über die Jahrhunderte und über die Kontinente hinweg alte Traditionen gepflegt - ohne dass die Weltöffentlichkeit, stark mit Corona und steigenden Preisen beschäftigt, etwas davon mitbekommt. Drexel jr. ist noch jung, er wird im Augenblick in sein Arbeitsfeld erst eingeführt und kann noch nicht selbständig entscheiden.

Dieser jüngste Spross der Familie (der Vater also Drexel, die Mutter eine Astor) beispielsweise ist in BIG PHARMA investiert und ist 'Aufsichtsrat', CEO und Berater in einem Dutzend Kapitalanlage-Gesellschaften. Und als Sahnehäubchen ist er außerdem eine wichtige Figur bei den 'Pilgrims' sowie beim 'Orden des Hl. Johannes von Jerusalem'. Die Pilgrims selbst sind das Bindeglied zwischen dem britischen und dem alten amerikanischen Geldadel. Sie sind immer noch die politisch einflussreichste Gesellschaft in den USA, egal wie viel Milliarden die Gates und Warrens, die Bezos und Musks in der Tasche haben.

https://atlanticpartnership.org/people/john-r-nick-drexel/
http://www.novatroninc.com/page/445259584

Für weiteres Material zu den Pilgrims bitte guckeln nach Charles Savoie "Meet the Money Power" (2004) und "Donald Trump, Pilgrims Society Operative" (2016), die es als pdf im Netz gibt.

https://isgp-studies.com/pilgrims-society-us-uk

http://www.pilgrimsociety.org/nominationForm_01.php

Der "Order of St. John" ist ein neuer und protestantischer (englischer) Zweig der alten MALTESER. Für @Nereus: Der Unterschied zwischen diesen alten, immer noch bestehenden Orden einerseits und den Freimauerern bzw. Logen und Superlogen andererseits ist wie der Unterschied zwischen einem reinrassigen Rennpferd und einem Maulesel. Aber natürlich braucht man auch Maulesel, wie zB. Merkel eine(r) war ...


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