Superimperialismus - wie versklave ich am besten gleich die ganze Welt ...
Wie bereits gesagt ging es in den vier vorausgehenden Beiträgen um ein Gespräch mit HUDSON über sein aktualisiertes Buch SUPERIMPERIALISMUS, in dem dargestellt wird, wie die USA in den letzten hundert Jahren den Versuch unternommen hatten, mit Geldschöpfung, Kreditvergabe etc. und vor allem mit Gewaltandrohung, die Welt zu beherrschen. Es sieht so aus, wie wenn dieses Experiment scheitern würde, aber ich wäre da sehr vorsichtig, denn die ELITE besteht aus absoluten Profis, die sehr einfallsreich sind ...
Das Sozialmodell, in dem wir heute leben, der hierarchische Staat, ist ein Modell, das sich vor etwa 5000 Jahren geschichtlich etabliert hat, ständig verbessert wurde und sehr erfolgreich geworden ist. Möglicherweise bliebt es bei der Menschheit, weil sie sich anders nicht mehr organisieren und ihre Probleme lösen kann.
Es gab aber in der Zeit vor dem Staat alternative Modelle des Zusammenlebens (großer Populationen). Ich habe das hier auf dem Forum hie und da versucht anzusprechen, doch auch hier ist die Fixierung auf den STAAT ziemlich vollkommen.
David GRAEBER, der Autor von "Zins - die ersten 5000 Jahre", hat vor seinem Tode gemeinsam mit dem Archäologen David Wengrov sehr viel Material über diese Urzeit zusammengetragen - in der die Menschheit mit verschiedenen Gemeinschafts-Lebensformen noch hin und her experimentiert hat. Dieses Material wurde nun von Farrar, Straus und Giroux in ein Buch gebracht (über 700 Seiten), das in den nächsten Woche in den USA erscheinen wird. Die Rezensionen, die im folgenden Wiki-Artikel angeführt werden, sehen das Buch sehr positiv.