Ich hatte das schon einmal erwähnt ...
In der Grundi kommst Du mit Deinem Spieß normalerweise nicht in Berührung, hast genug mit Deinem Gruppen- und Zugführer zu tun!
Die Person rechts auf dem Foto ist ein Feldwebeldienstgrad (OFw oder höher, schlecht erkennbar), vermutlich ein Reservist, erkennbar an der Borte des Schulterstücks (Affenschaukel) , die fehlt bei Offizieren.
Derartige Basics lernt man eigentlich auch in Sportkompanien!
.... ich kann keinen Gleichschritt. Deshalb war ich von Anfang an auf der Freundesliste des Spieses ganz oben. Ich bekam in der Grundausbildung unzähligen Nachhilfeunterricht - nach Dienstschluss in Sachen Gleichschritt. Dass nicht Gleichschritt laufen können eine Krankheit ist - hat er mir nie geglaubt.
Selbst der Spies hatte irgendwann ein Einsehen und ich marschierte immer am Ende der Gruppe. Den Platz in der Freundesliste hatte ich aber nie verloren. Normalerweise gibt es für solche Sonderfälle - bestimmte Überzeugungstäter, welche schlagkräftig nachhelfen - bei mir wurde das nie versucht, so mutig waren die Überzeugungstäter dann doch nicht. Extra Liegestützen oder sonstigen Extrasport, einmal sogar ein Marsch - waren für mich eine Belohnung und für jene, welche mit mir übten, brachte das zur Verzweiflung. Ich war ja absolut willig - konnte eben nur keinen Gleichschritt.
Dienstgrade haben mich nie interessiert - was ich dazu lernte, hab ich so gut wie komplett wieder vergessen. In der Sportkompanie war ich nur um Formaldienste wie UvD zu leisten - hin und wieder auch mal 2 Wochen am Stück - der Rest davon abgestellt zum Heimtraining - mein Trainer war damals der Bundessportwart des Verbandes - mit dem ich auf dem Lande in einer grösseren Wohngemeinschaft lebte - es waren die grünen Zeiten, noch bevor die Grünen Khmer sich als Partei etablieren konnten.
Der Ablauf ging ungefähr so - Anreise nach Sonthofen mit dem Zug - Ankunft am frühen Nachmittag des Montag. Um 14 Uhr antreten der Truppe - so fern vorhanden. Als nächstes ausfüllen der Formulare für das Heimtraining der Standard der Truppe - bis 15 Uhr, damit die noch bis 17 Uhr abgestempelt abgeholt werden konnten - das war immer für 14 Tage. Im Normalfall übernachten in der Kaserne, denn der nächste Zug ging erst am frühen Morgen. Mit etwas Glück konnte man auch in dieser Nacht den UvD Dienst abdienen. Ansonsten musste man dazu das Heimtraining unterbrechen und zum Dienst erscheinen.
Diese Truppe war immer voll im Einsatz - und geistig immer voll dabei. Heimtraining da war immer 120% Einsatzwille - auch extra Dienst inklusive ohne murren der Normalfall.
Gruss
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Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!