Nachtrag zum „Notstrom“-Thema.

Hannes, Montag, 15.03.2021, 02:20 vor 1816 Tagen 5541 Views

Guten Tag allerseits,
ich erlaube mir, hier mal einen neuen Faden aufzumachen. Was ich ja wirklich selten tu‘, aber es scheint mir durchaus angemessen, da offenbar Interesse vorliegt, auch meinerseits. Konnte die Zeit für die Beantwortung wenigstens einer Auswahl von Fragen nicht freimachen, die mir (in teils sogar bedrängender Weise) hier angetragen wurden. Ich ließ also die Fragen unbeantwortet. Aber muss zugeben, dass mich das doch etwas wurmte, nichts mehr hier schreiben zu können, zur der nun anscheinend „abgeschlossenen Diskussion“.

Ich hatte (seit meinem letzten Beitrag zu dieser Problematik hier in diesem Forum) im wahren Leben allerlei Vordringliches zu erledigen. Dienstlich und/oder familiär bedingt, bis hin zu einem Sterbefall in der Familie. Will nicht mit Einzelheiten langweilen , gebe auch zu, dass ich meinem Hang zu einer gewissen Eigentümlichkeit, Zitat „du Schwätzer!“, nicht immer verbergen kann, gelobe aber Besserung.

Ich gehe davon aus, dass das Interesse nicht erloschen ist, an dieser doch eher technisch gewichteten Wappnung wider die dräuende Unbill (betrifft ja eine Investition in Technik, die im Kern doch wohl nur Nerven-Beruhigung ist? Denn, bin mir nicht sicher, ob die Ängste vor dem Blackout nicht manchmal etwas übertrieben sind?), bitte also um Aufmerksamkeit und ggf. Nachsicht, hole die Sache also hiermit nochmal hoch.

Die diskutierte Gefahr selbst ist rein technischer Art. Die Ursache des Problems allerdings dürfte durchaus volkswirtschaftlicher Natur sein, insbesondere ein Ausfluss der hier doch genügsam beklagten „antideutschen Regierungspolitik“ (wir haben ein Europäisches Verbundnetz allerdings).

So betrachtet, gehört das hierher, in ein Wirtschaftsforum. Was darüber hinaus das Thema „Börse“ betrifft, so möchte ich erwähnen, dass ich seit einiger Zeit den Kauf spekulativer Papiere aus der Nahrungsmittelerzeugungsbranche erwäge, aber das gehört jetzt nicht zu meinem Thema hier und dafür gebe ich auch nicht meine Zeit her, denn da sind Andere hier sehr viel fitter als ich, bitte liefert hier mehr dazu, liebe gelbe Communistas.

Meinen Standpunkt zur Verlässlichkeit der EE-Versorgung habe ich hier z. B. dargelegt:
Ernster für uns ist m. E. die abnehmende Sicherheit der Elektroenergieversorgung hier, wir sind offenbar wieder knapp davongekommen, mLuT“ 10.01.2021, 04:41“ Das soll hierzu genügen.

Ich bitte nun, mir nachzusehen, dass die folgende Skizze, die ich vorgestern nur für diesen Forum-Beitrag fertigte, so simpel ist. Habe ich aus dem Stegreif mit einem PC-Malprogramm gemacht. Die vorliegende Simplizität ist meiner Absicht geschuldet, der gelben Forumsgemeinde (und der vermutet noch weitaus größeren Leserschaft), mit Sicherheit überwiegend nicht dem sog. Elektrotechnischen Fachpersonal zugehörig, zu übermitteln, was die in dem vergangenen Faden an mich herangetragenen Fragen bei mir an Mitteilungsbedürfnis erregt haben, ja im Wortsinne mich durchaus „erregten“.

Ich werde also im Einzelnen jetzt endlich darauf eingehen, und heute nach dem Schlaf dann wieder in die nächste Arbeitswoche radeln ... und damit erwartungsgemäß Sendepause meinerseits …

[image]

Was sehen wir da? Zuerst einmal sehen wir keine elektrotechnischen Symbole, sondern black boxes mit funktionaler Benennung. Ich habe zwei Umringungsgrenzen eingetragen, mittels Strichpunktlinien. Die größere der beiden markiert die Baugruppe meiner zwei Wechselrichter, welche ich bereits hier: „Optimiert dann so ... (mL)“ Sonntag, 25.10.2020, 20:18 erschöpfend beschrieben habe, bitte ggf. dort auch den Link benutzen, da sind die Hersteller-Dokumentationen dahinter downzuloaden.

Die kleinere Umringungsgrenze (Strichpunktlinie) stellt die Baugruppe eines in der Baugruppe „Wechselrichter“ (Strichpunktlinie) befindlichen internen, automatisch steuerbaren, zweipoligen Umschalters dar, auf dessen Funktion ich im Folgenden noch zurückkommen werde (die rote Wolke).

Wie ich bereits erwähnte, ist mein Absicht nicht, eine, im Ergebnis dann doch verwirrende, wenn auch elektrotechnisch korrekte Darstellung der inneren Verschaltungen meines Systems hier zu liefern.
Ich nehme die hieraus erwachsenden Nachteile in Kauf. Beispielsweise ergibt sich daraus die eher kleine als wesentliche Ungenauigkeit, dass der mit den Pfeilen dargestellte Energiefluss nur schnappschussartig charakterisiert wird in der Darstellung. Denn, schaut man im Detail, ich greife heraus den Casus Akkumulatorius, erkennt man, dass der Stromfluss keinesfalls in jedem Pfad stets nur in eine Richtung geht, wie jeder einsehen wird. Trivial: Eine Akkumulatorenbatterie wird bestimmungsgemäß behufs des jeweiligen Stromes entweder geladen oder entladen. Wodurch sich die Energieflussrichtung jeweils umkehrt, was aber hier nicht von Belang ist, weshalb ich es wegließ.

Das Schema ist hinreichend genau, um wichtige Sachverhalte klar zu stellen, erstens: Ich speise nix ein, wie von @Zorro Samstag, 27.02.2021, 13:20 @ Hannes behauptet, blau markiert hier Zitate seines Textes:

„… Und jetzt kommt eine Sache, wo Hannes meines Erachtens, einen nicht ganz „sauberen Sprachgebrauch“ in seinen Texten verwendet.
Der Begriff „Null-Einspeiseanlage“ ist irreführend, da aufgrund der Strom-Messung durch das Powermeter vor dem Wechselrichter und der „Nachregelung“ im Wechselrichter tatsächlich pro Tag einige lächerliche Watt ins öffentliche Netz rutschen.“

Dieser Vorwurf ist mutig und falsch. Mutig nenne ich das deshalb, weil beispielsweise auch ich durchaus viel zu feige wäre, ohne genaue Kenntnis einer elektrotechnischen Anlage so eine Behauptung öffentlich zu machen.

Und wo habe ich etwas von „Null-Einspeiseanlage“ geschrieben? Diesen Begriff hast Du doch hier verwendet und ich hatte Dir doch dazu was geschrieben!

Zweitens, wird ebenso falsch behauptet, dass „keine allpolige Trennung zum Netzversorger vorliegen würde“:
„Die Anlage, auch die AX-Serie von effekta, kann also nur netzparallel betrieben werden um ihren Vorteil auszuspielen. Hier kann keine allpolige Trennung zum Netzversorger vorliegen, was den Begriff einer „Insel“ rechtfertigen würde. Der Gesetzgeber fordert für diese Anlagen eine Anmeldung!“

Die zweipolige Trennung ist realisiert, bitte meinen Plan ansehen. Deine "allpolige Trennung" ist was anderes. Bitte mal mit den Begriffen „Neutralleiter“, „Nullleiter“, „Schutzleiter“ und ihren jeweiligen Funktionen vertraut machen.

Die Norm VDE-AR-N4105 (der NA-Schutz) gilt für Erzeugungsanlagen, welche parallel mit dem Netz betrieben werden. Hier aber ist die Erzeugungseinheit (Inverter) nur auf der Lastseite (Ausgangsseite), somit kann gar keine Energie an „Netz“ abgehen. Das mit der Anmeldung ist also Quatsch.

Drittens: Bitte vor dem Posten einfach mal lesen. Ich habe lang und breit beschrieben, was „Guerilla-Anlagen“ sind, und dass/warum ich so was ablehne:

„Hannes spricht in seinen Postings teils von „Guerilla-Anlage“ und der Versorger merkt nix, bzw. derzeit noch legal… Das ist so nicht ganz richtig!“

Bitte lesen, ich stellte 15.01.2021, 01:36 klar: „sind ja meiner Meinung nach die, die so etwas machen, sowieso asozial, schrieb ich schon. Schmarotzer sind's.“ und die Begründung lieferte ich auch, unter: „Info: "Guerilla PV-Anlagen" sind de facto legal! Das schrieb ich im vorigen Beitrag - Warum ich da dennoch nicht mitmache.“, siehe dazu auch mein Text: „Infos zu: Eigenerzeugung von Energie auf dem Mietbalkon, "Guerilla PV-Anlagen"?

Mein Beitrag zur Legalität von „Guerilla-Anlagen“, unter dem Aspekt der DIN VDE-Normen habe ich hier geliefert, bitte mal lesen: „Infos zu: Stand der anerkannten Regeln der Technik hinsichtlich "Guerilla PV-Anlagen"“

Fünftens: „der Versorger merkt nix“? Das habe ich für „Guerilla-Anlagen“ nie behauptet und bezüglich meiner Anlage ist das ja gegenstandslos, weil die meinige ja eben gar nix ins öffentliche Netz reindrückt, nada einspeist! Nope, yup.

Vielmehr habe ich mich doch über die Rücklaufsperre und die elektronischen Zähler usw. hier lang und breit ausgelassen, bitte nachlesen in meinem Beitrag dazu: „Infos zu: Zähler mit und ohne Rücklaufsperre, was macht das für einen Unterschied und für wen?“ Donnerstag, 14.01.2021, 01:39

Viertens geht meine Anlage durchaus (im Normalbetrieb) - auch automatisch geregelt - ab und an in den reinen Inselbetrieb:

„Der Netzbetreiber/Wechselrichter kann/soll in eine Insel nicht "reinregeln"! Das widerspricht den Anforderungen einer Insel - das meine ich mit "unsauberem Sprachgebrauch".“

Weiß nicht, was da „unsauber“ sein soll.

Zur Erläuterung nehme ich mal als Analogon eine Eisenbahnweiche, die jeder kennt, soll hier mal für meinen „Umschalter“ stehen, Bereich der roten Wolke im Schema.

Jeder weiß, warum man Züge „rangieren“ muss: Wegen der Eigentümlichkeit der Weichen, die der des Umschalters ähnelt: Das Schienenfahrzeug, respektive der Stromfluss, wird in variable Pfade gezwungen, „Springen“ als normale Betriebsart ist da technisch „nicht zulässig“.

Das dürfte hinreichend begründen, warum aus dem linken Bereich der Skizze kommend keine Energie in das Elektro-Energie Netz meines Energieversorgungsunternehmens auf der rechtenSeite des Bildes eingespeist werden kann (von mir „Netz“ genannt).

Klar, eine Lok kann entgleisen, sie kann somit auf‘s Nachbargleis rüberhuppen, ohne eine Weiche zu benutzen, aber das wäre nicht der normale Betriebsfall einer Weiche und regelmäßig unzulässig!

Meine „Weiche“ (in der Skizze „Umschalter“ genannt) hat entweder in der oberen Stellung den Energiefluss aus dem „Netz“ in mein „Notstrom“ genanntes Inselnetz zur Folge, oder aber, in der anderen „Weichen“stellung, kann der Energiefluss, aus der Gegend links im Bilde, nur nach rechts in mein „Notstrom“-Haus-Und-Nebengelasse-Netz hineingelangen! Wo/Wie sollen da die behaupteten „pro Tag einige lächerliche Watt ins öffentliche Netz rutschen.“? Da rutscht bei mir genau Null rein, jeden Tag und jedes Jahr, es sei denn, da ist was kaputt. Dann schaltet da aber irgendwas ab, das Dingens heißt meistens „Sicherung“, was das dann übernimmt. Und wieder wird genau Null eingespeist nach dem EVU hin.

Es ist mit diesem Wirkschema auf meinem Bild unschwer zu erkennen, dass in dieser Weichenstellung (untere Stellung) das besagte öffentliche Stromnetz vom Energiefluss durch den Umschalter abgetrennt ist (ja, ich weiß: Auf den Einwand, es gäbe da ja noch den „Lader“-Strom-Pfad? komme ich unten noch zu sprechen).

Es kann, wie behauptet gar keine Einspeisung in das Netz passieren, denn die Passage ist dann offen. Das heißt hier: Elektrisch getrennt! Analog: Zug kommt nur durch Rangieren aufs zweite Gleis wenn die Weiche so umgelegt ist (oder durch einen Unfall).

Weiterhin verwahre ich mich gegen die Behauptung, ich hätte da irgendeine Ignoranz in dieser Sache oder so … Eine Unterstellung. Denn, liebe Freunde, glaubt ihr, dass ich als Elektroingenieur nicht vor (!) Zeitpunkt Entscheidung und Beschaffung meiner Elt. Anlage eine Marktrecherche durchgeführt habe? Ich gebe doch keine tausende Euro aus, und hundert Stunden Feierabendarbeit, ohne mich vorher schlau gemacht zu haben! Was soll diese Unterstellung? „Legal ist es aber nicht! Spätestens wenn der Netzversorger den Stromzähler gegen einen Zwei-Richtungszähler austauscht und die Anlage auch nur 1 KWh im Monat einspeist hat er einen Beweis gegen dich in der Hand. Da gibt es tatsächlich ein Strafmaß bis zu 50.000,-€ die theoretisch möglich wären. “

Für mich stellt sich jetzt ganz dolle die Frage, ob denn meine Beiträge überhaupt gelesen wurden?! Denn sie hatten genau diesen Umstand, nämlich die Problematik der Legalität oder auch nicht Legalität zum Thema. Bin erstaunt, was mir hier unterstellt wird, fälschlicherweise.

Meine gefertigte Grafik oben ist bewusst „fuzzy“ gehalten. In dieser fehlt viel, es ist nicht dargestellt, dass intern selbstverständlich noch diverse Regelungs- und Sicherheitsmechanismen werkeln. Die Abbildung aller dieser Gimmicks würde vermutlich zur Klärung nichts, aber vielmehr zur Verunsicherung einiges beitragen. Beispielhaft will ich hier nur die angedeutete MPPT Regelung, den gar nicht dargestellten Verpolungsschutz, den Überstrom- und den Überspannungsschutz, die Last-Fluss-Erkennung, Frequenz- Spannungs- und Stromregelung benennen.

Auch der im Bild rot umwolkte Umschalter wird durch solche automatische interne Einrichtungen in meiner Kiste bedient, vielleicht auch für Manchen verwirrenderweise gibt es darüber hinaus auch eine Vielzahl manueller Eingriffsmöglichkeiten (also Betriebsartenwahlschalter).

Von den eingebauten Funktionen zur Realisierung von Messung, Registrierung, Anzeige, Alarmierung, Meldung ganz zu schweigen.

Nun, schauen wir uns doch einmal die hier interessierende Betriebsart (Inselbetrieb oder nicht?), von mir populärwissenschaftlich einfach „Notstrom“-Lieferung über die „Wandler“ genannt, auf meinem Bild an.

Umschalter in unterer Stellung: Arbeitet die Anlage dann, in dieser Betriebsart, im „Inselbetrieb“? Antwort: Ja, definitionsgemäß und eindeutig, denn der Strompfad vom Netz ist geöffnet und zwar zweipolig. Letzteres betrifft dann natürlich nicht den Schutzleiter PE und andere Absonderlichkeiten, entstehend aus den spezifischen örtlichen Verhältnissen (Netzform). Aber dies ist ein anderes Thema, auf dass ich auch schon hinwies:
„"Wie Frau überleben kann" oder "Die gewünschten Tipps zum Elektro-Basteln"“. Denn das weite Feld der „Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag“ verantwortlich zu beurteilen bedarf einer knackigen Ausbildung. So, wie der von mir gern vergleichsweise genannten Bäckerausbildung auch, wenn man gut (!) Brot backen will, im Sinne von „Wertschöpfung“, ich meine nicht dieses Backen als „Konsumtion“ wie bei der sog. „Selbstverwirklichung“ und ähnlichen Projekten, die bei mir unter der Sparte „Hobby“ firmieren.

Einer meiner Lieblingssprüche ist nämlich: „Am Anfang der Planung steht immer die Frage: Was will ich? Vorher braucht man gar nicht anzufangen“. Weitere These: „Die Menschheit zeichnet sich aus durch ihren hohen Grad von Arbeitsteilung“, da sind die so sehr deswegen angebeteten Bienen ein Schei*dreck dagegen. Und unsere Altvorderen sagten sehr richtig: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Und Einstein, wie man heute total bekloppt aber pc sagen soll, obwohl tot: Der jüdisch „Denkende“ (oder besser der jüdische Denker*In?) soll sinngemäß gesagt haben: „Ich weiß nicht, ob das Weltall unendlich ist, aber bei der menschlichen Dummheit bin ich mir sicher“. Und bei letzterem liegt wirklich oft das Problem in praxi m. E. – Aber die „Hybris“ wäre schon wieder ein ganz anderes Thema ...

Um hier auch Nägel mit Köpfen zu machen, sei mir noch dieser letzte, angekündigte Gedankengang erlaubt, um hier zur Diskussion zu stellen: Der Einwand, es gäbe doch da in dem Plan noch den mittleren Strom-Pfad, nämlich über den „Wechselstrom-Gleichstrom-Akku-Lader“ in das „Netz“ zurückführend? Der wäre doch von dem Umschalter überhaupt nicht betroffen? Und hier könnte doch - theoretisch - von dem Akku aus geliefert, ein Strom in das Netz gleichsam „hineingedrückt“ werden (siehe dazu erläuternd meine Beschreibung der „Guerilla“-China-Boxen von denen ich schon schrieb, die machen das ja so!!!) … ???

Ja. Allerdings ist das oft ein Problem. Passiert heute tausendfach, schädlich, das sind die von mir auch schon genannten „Netzrückwirkungen“ – gilt bei anderen Anlagen. Aber nicht meiner Anlage!

Also abschließend, um das Thema zu Ende zu bringen, bitte ich um einen kurzen kritischen Denkprozess, soviel Zeit muss sein: Hat jemand schon mal gehört, dass an einem Akkulader, der noch an der Autobatterie angeschlossen ist, hinten 230 Volt Wechselstrom rauskommen? Am Stecker, an den beiden metallische nackten Polen des Netz-Steckers wie bei einer Guerilla-Anlage von mir beschrieben? Nur, weil die Batterie am Ladegrerät noch angeschlossen geblieben ist?

Nö. Würde man wissen, weil man da eine gewischt kriegte. Das würde sich rumsprechen, so was, wenn es das gäbe.

Na also. Geklärt. Da auch nicht, keine Netzrückwirkungen möglich bei mir.

Bin durch. Ich erspare mir hierzu weitere Aufwendungen.

Ich bedanke mich noch, bei dieser Gelegenheit für die Belehrung, dass aus einem Zigarettenanzünder-Stecker nicht so viel Energie herauskommt pro Zeiteinheit wie z. B. aus dem Kohlekraftwerk Moorburg seelig, guckstu schrieb ich da zu auch was irgendwo …

Cool man, very funny: „es gibt nun mal in der Physik den wunderbaren Begriff der Leistung und arbeit, welche zudem noch dem energieerhaltungsgesetzt unterliegt.
Konkret heisst das am Zigarettenanzünder kann ich - jedenfalls so der Wechselrichter- nicht mehr als 300 W entsprechend 25 A herausziehen, damit kann man im Notfall ein Radio, ein Laptop oder das Ladegerät des e-Fahrrades betreiben - mehr nicht.
Ein Haushalt oder gar einen Betrieb keinesfalls.“

Was soll das?! Dieser Beitrag war ein Kommentar auf meinen Beitrag, Auszug: „… Ich glaube, dass Tesla hier 20 Ampere max. Entnahme bietet. Mal 12 Volt ergibt das schon mal 240 Watt. Ein ordentlicher Sinuswechselrichter, der hier passt, kostet heute so um die 100 Euro, So was sollte man sich sowieso hinlegen, für den Fall. Beispielsweise so was, ohne Wertung: https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/4475572_-sw-600-aeg-automotive.html
Das Ding einfach am „Zigarettenanzünder“ anstöpseln, Verlängerungsschnur ins Haus und aus die Maus. Aber nur ein Gerät anschließen! Schutzmaßnahmen!
An die Traktionsbatterie würde ich nicht dran gehen, da hätte ich Bammel.“

Ich kann mir das alles nicht erklären ... es sei denn: Nicht gelesen, aber Kommentar dazu geschrieben?

Einen habe ich noch in dieser Sache, auch ein bemerkenswerter Kommentar, hier auf meinen Beitrag schrieb @meph:
„Hattest du etwa einen Anfall von unkontrollierbarem Wörterdurchfall? Imodium akut gehört in jede Hausapotheke!“@meph, ich+wir kennen dich ja inzwischen, so dass auch ich weiß, wie ich das einzuordnen habe.

Ja, zugegeben, ich brauche manchmal etwas zu viel Text (OK, meist), um meinen Beitrag hier zu leisten. WENN ICH DENN EINMAL DAZU KOMME, zum Texten, denn meine Aktivitäten im wahren Leben sind mannigfaltig, letztes Ding: Habe nun wieder Himbeeren – die 2008-er „Autumn Bliss“ sind ja in die Jahre gekommen, nun vorgestern 6 neu beschaffte Pflanzen „Autumn First“ verbuddelt, leider Kompost noch nicht fertig (nicht alles läuft optimal), aber Sand hatte ich noch genug da, und kann für 2021 wieder auf neuen guten Himbeergeist hoffen, Schnaps-Machen ist mindestens so interessant wie Elektrotechnik.

In diesem Beitrag „So kriegt man die Energie aus einem Tesla raus im Notfall“ wollte ich doch nur den Prozessablauf beschreiben, wie ich von der Fragestellung: Nützen denn die Energie-Inhalte der vielen tausend Tesla's im Notfall was? zu meiner Antwort gelangte.

Die Antwort war endlich „Jein“. Ich fand heraus: Der regelmäßige Tesla Fahrer weiß nicht einmal immer, wo seine Zigarettenanzünderdose ist. Und, nein @mephistopheles, die Bedienungsanleitung hat der gemeine Elektromobilist erst Recht nicht gelesen, siehe den in meinem Beitrag geschilderten Fall von der Familie, die durch mehrere nordische Länder fuhr, im Urlaub, ohne auch nur eine Werkstatt zu finden, die in der Lage war, eben diese untergeordnete Sicherung zu wechseln, die da nach meinen Recherchen kaum 25 Ampere liefert.

Also früher, da haben wir an der Tanke einen Sicherungssatz gekauft, bei Strafe eines überhöhten Preises für die Sünde, sowas nicht in der Lampenschale zu haben, pah „Bring-Mich-Werkstatt!“!

Und die Frage darf doch wohl gestellt werden, wie ich die vielen kWh rauskriege da aus dem Tesla, wo mir doch diese Autos als „solare Energiespeicher der Zukunft“ propagandistisch untergejubelt werden?! Als Techniker beginne ich da einfach mal darüber nachzudenken, ob das wirklich so ist! Ist ein Tesla ein rollender Elektroenergie-Vorrat? Und diese Frage ist ein Wirtschaftsthema, und gehört in dieses Forum.

„Wieso Video? Ist das etwa nicht alles genauestens in der Bedienungsanleitung eines Tesla beschrieben, wie man in einem solchen Fall vorgeht?“ – Nö Meph, Du provozierst mich so plump nicht, ich weiß wie ich das einzuordnen habe.

Fazit: Abnehmendes Interesse am Lesen? Im DGF wie im richtigen Leben bei meinen Mitmenschen zu beobachten? Aber zunehmend bemerkenswerter Mitteilungsdrang auch: Verbreitet gern sehr zeigefreudig per Video, versus BA-Lesen = voll-out. Kann mich oooch irren – Beliebigkeit allüberall - Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern - freie Rede ohne Konsequenzen -> Ausnahmen bestätigen die Regel, ja, klar.

H.

Fast genau auch mein Aufbau: Nur hab ich die Akkuladung ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 15.03.2021, 07:06 vor 1816 Tagen @ Hannes 2989 Views

... durch das öffentliche GRID weggelassen. Der Lastausgang des MPPT-Ladereglers steuert bei mir ein KfZ-200A-Relais, das schaltet den Wechselrichter zu oder ab. Wenn der Wechselrichter Strom liefert, schaltet der ein 230V-Relais, welches die Stromversorgung von außen durch die interne ersetzt. Akkuladung hätte mir einen zu schlechten Wirkungsgrad, da nutze ich lieber so lange das Außennetz direkt und warte, bis die Akkus per Solar wieder ausreichend Level haben. Nur im Notfall würden die durch das Notstromaggregat gefüllt werden und das startet durch Seilzug <img src=" /> ...

MfG
igelei

Mittlerweile gibt es Wechselrichter die netzunabhängig arbeiten.

Durran @, Montag, 15.03.2021, 07:22 vor 1816 Tagen @ Hannes 3144 Views

[image]


Wahlweise kann man in den Wechselrichter nun mit einem Generator oder mit dem öffentlichen Netz die Batterien aufladen.
Da die Einspeisung über den Wechselrichter und die Batterien läuft entfällt die Anmeldung.

Ich plane gerade eine solche Anlage mit 6,75 kwP Solar und 7,2 kW Speicherbatterien. Alles natürlich erweiterbar.
eine Netzeinspeisung soll nicht erfolgen. Vorteil der neuen Wechselrichtergeneration ist es, dass man nur noch 1 Gerät benötigt, oder eben 3 Wechselrichter für den 3 phasigen Betrieb.

Und man hat eine Notstromanlage zu Hause, kann also im Ernstfall mit dem Generator ein paar Tage oder Wochen Stromausfall überbrücken.

Danke für den AX-Tip. Genau so etwas plane ich auch für die Zukunft!

Olivia @, Montag, 15.03.2021, 07:47 vor 1816 Tagen @ Durran 2770 Views

Mit wieviel Volt gehst du in den Wechselrichter hinein?

--
For entertainment purposes only.

Zu Effekta AX ... mL

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 15.03.2021, 08:59 vor 1816 Tagen @ Olivia 2902 Views

bearbeitet von igelei, Montag, 15.03.2021, 09:03

... siehe hier:

https://www.photovoltaikforum.com/thread/141616-meine-erfahrung-mit-effekta-ax-m-5000-48/

MfG
igelei

PS: Wobei man sagen muss, jeder Wechselrichter hat einen Eigenverbrauch: Je höher die maximale Ausgangsleistung, desto höher auch der Eigenverbrauch. Daher ist eine Anpassung an den tatsächlichen Bedarf plus eine gewisse Sicherheit sinnvoll.

Kann pauschal nicht beantwortet werden, bzw. ist nicht übertragbar.

Linder, Montag, 15.03.2021, 09:55 vor 1816 Tagen @ Olivia 2338 Views

Es kommt auf die Anzahl und Leistung der Module an und deren Verstringung.
Hier ist jede Anlage anders und muss daher auch individuell betrachtet werden.
Off-Grid-Wechselrichter hat mittlerweile jeder größere Hersteller im Programm.
Was für Dich im Bedarfsfall in Betracht kommen könnte, kann man daher pauschal gar nicht sagen.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Stelle die Frage anders: Mit bis zu wieviel V kann der Wechselrichter arbeiten? Hintergrund: Art der Verschaltung der Panele und Eigenverbrauch des Geräts.

Olivia @, Montag, 15.03.2021, 13:49 vor 1816 Tagen @ Linder 2218 Views

Selbstverständlich gibt es unendlich viele MPPT-Off-Grid Solarregler. Ich selbst habe bereits 2 unterschiedliche Modelle für Inselanlagen. Interessant an dem genannten Wechselrichter war die Watt-Zahl der Panele und der Batterien, die angehängt werden können sowie die Tatsache, dass ein Wechselrichter gleich integriert ist.

Nachdem ich nun den Bericht über den Eigenverbrauch des Geräts gelesen habe, kommt das nicht infrage. Ich werde die Funktionen trennen. Das hat eh den Vorteil, dass nur eine Funktion ausfällt, wenn ein solches Gerät defekt sein sollte.

Meine Planungen gehen außerdem dahin, dass ich mit Lithium-Titan-Akkus arbeiten möchte (wegen der Sicherheit) und derzeit überlege ich, ob ich eine komplette Insellösung NEBEN der Stadtnetzversorgung laufen lassen könnte. D.h. ich überlege, was ich alles im 12 V Modus laufen lassen kann (da gibt es genügend Geräte) und wo ich zeitweise einen Spannungswandler benötige. Ich gehe davon aus, dass problemlos die gesamte Beleuchtung umgestellt werden kann (mit einigen Lampen ausgetestet - 12 V Birne rein, Stecker gewechselt und an 12 V gehängt). Vmtl. geht auch ein Teil oder sogar der gesamte Kommunikationsbereich und möglicherweise auch ein Teil des Koch- und Kühlbereiches. Muss man genau ausrechnen. Wenn man bescheiden ist, sollte das ohne Probleme möglich sein. Alles was darüber hinaus geht, kommt aus dem Netz.
Was alles im 12 V Bereich geht, darüber geben z.B. die Einkaufsmöglichkeiten der Wohnmobilindustrie und der Bootsindustrie Auskunft. Wenn die "off-grid" sein wollen, müssen die auch genau rechnen, was sie wirklich benötigen und auf was sie verzichten können.

--
For entertainment purposes only.

Alles eine Frage des Verdrahtungsaufwandes und der Planung ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 15.03.2021, 14:24 vor 1816 Tagen @ Olivia 2124 Views

... natürlich wäre das Optimum, gar keinen Wechselrichter zu benötigen, damit wäre schon eine Fehlerquelle weniger dabei. Es gibt auch eine Menge DC/DC-Wandler mit hohem Wirkungsgrad, mit denen man aus z.B. 12 oder 24 Volt die benötigte (Gleich)Spannung für das entsprechende Gerät z.B. 19 Volt für den Laptop erzeugen kann.
Ob sich der Aufwand lohnt, muss man schauen, man könnte zwar das bestehende Netz verwenden und statt 230 VAC 12 VDC hinschicken und eine 12 V LED Lampe dranhängen, dann sollte aber sichergestellt sein, dass da nicht doch mal 230 Volts reinrutschen <img src=" />, ein extra 12 oder 24 Volt Leitungsnetz neu zu legen in einer bestehenden Umgebung wäre wohl meist zu viel Aufwand.

MfG
igelei

Ergänzung: Intelligente Platzierung der Geräte ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 15.03.2021, 14:34 vor 1816 Tagen @ igelei 2170 Views

... z. B. hilft es schon, den Kühlschrank möglichst an einer schattigen kühlen Stelle zu platzieren, bei uns an einer (absichtlich) schlechter gedämmten Außenwand. Von Spätherbst über Winter bis Frühjahr verbraucht der dann nämlich weniger und im Sommer ist eh haufenweise zu viel Strom von den Panelen da.

MfG
igelei

RTFM

Hannes, Montag, 15.03.2021, 15:21 vor 1816 Tagen @ Olivia 2121 Views

Hi Olivia, da du ja dich heute hier @Durran wandtest, Zitat danke für den AX Tipp gehe ich davon aus, dass du dich A für das von Touran bildlich dargestellte Gerät interessierst und B meinen schon zum wiederholten Mal hier zitierten link vom letzten Oktober und auch heute nicht angeguckt hast. der Betreff ist amerikanisch locker ein Wink mit dem Zaunpfahl. ich diktiere hier von unterwegs, wenn ich mich recht erinnere hat meine Anlage die ja aus dieser Effekte AX maßgeblich errichtet ist, einfach mal nachlesen, eine maximale Eingangsspannung für PV so um die 70 Volt. Absatz viele Grüße H.

Ja, habe ich leider überlesen. 70 V sind zu knapp. Ich werde eine größere Anlage mit einer Solarfirma installieren müssen.

Olivia @, Montag, 15.03.2021, 16:48 vor 1816 Tagen @ Hannes 2123 Views

Meine kleinen MPPT-Regler können mit 100 V arbeiten und da ist bereits sehr schnell das Ende da. Ich werde mich genauer nach Hochleistungsreglern erkundigen müssen. Prinzipiell würde ich aufgrund der Sonnen-Situation in D lieber mit höheren Volt-Zahlen arbeiten. Leider weiß ich noch viel zu wenig über das Thema und werde mich speziell bzgl. der höheren Voltzahlen einlesen müssen.

--
For entertainment purposes only.

Nein, musst du nicht, RTFM, da steht alles drin was du wissen musst, denn es geht auch höher.

Hannes, Mittwoch, 17.03.2021, 12:54 vor 1814 Tagen @ Olivia 1826 Views

Erlaubt mir bitte vorab eine Bemerkung, ich richte mich auch an den Hausmeister falls er mitliest. dies ist ein Diktat vom Job aus in mein privates Tablet Punkt für die monierte Orthographie ist dieses Spracherkennungsprogramm zuständig, wie schon bemerkt wurde, tippe ich , übrigens nur Mit dem Schul Drill und ohne Rechtschreibkontrolle Maschine besser. Ich kann nun also entweder das weiter so machen, oder in Ruhe am Wochenende und nur dann. Händisch.

Zur Sache, Liebe Olivia. Ich habe in dem von mir zitierten Link vom Oktober noch mal geguckt was meine gewählte Anlage an maximaler PV Spannung zulässt Punkt ich hatte im Gedächtnis um die 70 Volt, wenn man unter dem Link nach guckt sind da Tabellen für die verschiedenen Typen der Firma effekta. Ich habe konzeptionell zwei Anlagen geplant mit je ausreichenden PV Spitzenleistungen von 600 Watt Punkt daraus ergibt sich laut Manual für den gewählten Typ m 3kva 24 Volt laut von genannter Tabelle für Photovoltaik Module eine maximale Eingangsspannung von 75 Volt , aber da steht auch ein effektiver Betriebsbereich für die MPPT Regelung von 30 bis 66 Volt Gleichspannung selbstverständlich.

Warum ich das hier schreibe? Weil ich den Eindruck habe, die Leute lesen nicht mehr. denn wenn du dort nachliest siehst du dass es verschiedene Typen gibt zur Auswahl. und je nach Gewaltigkeit deiner dir bisher nur vor schwebenden Stromerzeugungsanlage, geht die von dir erfragte Systemspannung auch hoch bzw runter, das ist deine Planungsaufgabe, nach der du nach Tabelle die zu dir passende type auswählst. Am Anfang steht immer die Frage was will ich eigentlich

du kannst durchaus auch eine maximale Eingangsspannung von 145 Volt haben wollen und auch mit einem effekta Gerät dann realisieren.

Im übrigen ist so ein Planungsverfahren immer von Kompromissen begleitet. das hier schon verlinkte Forum zu den effekter Typen ist da sehr hilfreich, aber lesen lesen nochmals lesen.

Ich habe da gestern auch mal rein geguckt. mir ist z.b. die Geräuschentwicklung der Lüfter schnuppe. ich habe da in der Garage vor rund 40 Jahren das letzte Mal Geschlechtsverkehr gehabt. erstens sind meine Ohren heute nicht mehr so gut, zweitens pflegt man in unserem Alter, ich meine in meinem Gleichnis ganz genau eineindeutig mein heute liebes Ehe Weib. das während einer Kreuzfahrt beim Rauschen der Klimaanlage zu genießen , anstatt auf einer Luftmatratze in der Garage, wenn überhaupt, ich meine selbstverständlich nur das Hemmnis Corona . Insofern ist bei mir Geräuschentwicklung nicht planungsrelevant, kapisch? So geht planung einer technischen anlage

Viele Grüße an alle an der technisch Problemlösung ehrlich interessierten
H.

Zusaetzlicher 12V-Strang

CalBaer @, Montag, 15.03.2021, 16:01 vor 1816 Tagen @ Durran 2179 Views

Ein zusaetzlicher 12V-Strang waere sinnvoll. Fast alle Elektronik hat 12V-Buchsen, Handys brauchen nur 4.2V zum Laden, fuer Beleuchtung reicht heute 12V aus, fuer Laptops gibt es 12V-Netzteile. Zudem gibt es eine Reihe von 12V-Geraeten fuer's Auto. All diese Geraete brauchen nur Gleichstrom. Das Wechselrichten und das anschliessende wieder Gleichrichten ist ineffizient. Zudem haben Wechselrichter ein hoeheres Ausfallrisiko (komplexer). Selbst bei Totalausfall des Systems kann man im Notfall einfach eine Autobatterie an den 12V Strang anklemmen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ja, genauso habe ich mir das gedacht, separate 12 V-Leitung, denn ich mache bereits viel mit 12 V. Kochplatten teste ich gerade mit Inverter aus.

Olivia @, Montag, 15.03.2021, 16:59 vor 1816 Tagen @ CalBaer 2093 Views

Aber das ist nur ein Sahnepünktchen. Kühlschrank, kleine Wasserpumpe etc. geht alles super mit 12 V. Auch die PCs und Router etc. Bei der Beleuchtung kann man alle vorhandenen Lampen nehmen, wenn man ein 12 V-Netz aufbaut und statt der AC-Birnen dann 12 V-DC Birnen reinsteckt, die Stecker ändert und sie an einen 12 V Verteiler hängt. Die manuellen Pumpen aus dem Schiffsbereich für die Wasserversorgung sind übrigens auch super.

Falls das mit den Kochplatten einigermaßen geht, dann ist das für den Sommer eine gute Option.
Aber ich würde nichts wirklich Wichtiges über den Inverter laufen lassen. 12 V ist eine ausgereifte und wirklich simple Technologie.

Man muss halt bescheiden sein. Alles, was nicht existiert, kann nicht kaputt gehen. :-)

--
For entertainment purposes only.

12V Pumpen habe ich auch

CalBaer @, Montag, 15.03.2021, 19:43 vor 1816 Tagen @ Olivia 2058 Views

bearbeitet von CalBaer, Montag, 15.03.2021, 19:46

Es gibt sehr kleine aber leistungsstarke Membranpumpen, die saugen und machen ein paar Bar Druck - das reicht fuer die Wasserversorgung eines Campers oder Minihauses voellig aus. Mit einer mobilen Pumpe kann ich sogar meinen Wassertank aus einem Rinnsal auffuellen. Einen feinen Sedimentfilter muss man natuerlich verwenden, andernfalls hat man schnell Ablagerungen im System, selbst wenn das bezogene Wasser glasklar aussieht. Eine 12V Tauchpumpe verwende ich fuer den Trinkwasserkanister - von Comet "made in Germany". Trinkwasser beziehe noch aus dem Laden, eine eigene portable Filteranlage ist das naechste Projekt.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

E-Auto als Ersatz für stationären Akku funktioniert aufgrund der Nutzungsweise schon nicht

Linder, Montag, 15.03.2021, 09:35 vor 1816 Tagen @ Hannes 2651 Views

bearbeitet von Linder, Montag, 15.03.2021, 09:38

Egal ob als Notstrom-Backup, Insel-Akku oder netzparallele Anlage, das Problem ist immer das gleiche: Fahre ich mit dem Auto weg, egal ob in Urlaub, zum Einkaufen oder auf Arbeit, ist der Akku futsch.
In dieser Zeit geht mir viel vom Strom der PV Anlage flöten sofern es sich um eine Inselanlage handelt und keine anderen nennenswerten Verbraucher angeschlossen sind, oder ich muss ihn regelrecht ins Allgemein-Netz verschenken (wobei das nur die Amortisationszeit der PV etwas verringert, bei derzeit ca. 8 Cent Einspeisevergütung jedoch nahezu keinen Gewinn abwirft).

Ich weiß, mit reinem Notstrom hat das nur noch am Rande zu tun, wer jedoch sein Hausnetz einigermaßen autark gestalten will, kommt früher oder später zu der Überzeugung es besser von Anfang an etwas umfangreicher zu gestalten, damit sich die Investition lohnt. Dein Beispiel mit der Glühbirne aus der Tanke trifft es dabei sehr genau. Anstatt teure Komponenten mit wenig Wirkreichweite anzuschaffen, die nicht viel mehr sind als ein Tropfen auf den heißen Stein, ist es besser gleich richtig in die Tasche zu greifen und möglichst die großen Verbraucher nahezu dauerhaft zu bestromen, denn hierin liegt das größte Einsparpotenzial.

Ich gehe mal von meiner eigenen Hütte aus um das Beispiel etwas plastischer zu machen.
Bisweilen ist nichts dergleichen installiert, also weder PV, stationäres Notstromaggregat, Netzumschalter, oder sonst etwas, auch kein Stromzähler mit Rücklaufsperre.
Meine erste Amtshandlung wäre es, ein 600 W Balkonkraftwerk zu installieren und dem Netzbetreiber dies anzuzeigen. Er kommt dann und tauscht von sich aus den Zähler, womit sich bereits eine etwaige Diskussion um illegale Stromeinspeisung ins Netz, und sei es auch nur 1 Wh, sofort erledigt hat.
Die Anschaffung, Installation und Anmeldung ist verhältnismäßig einfach und kostengünstig, die Amortisationszeit relativ kurz, denn mit jeder kWh lassen sich je nach persönlichem Tarif sofort 25...30 Cent sparen.
Danach würde eine 8...15 kWp PV-Inselanlage installiert, was schon mehr Aufwand und Kosten verursacht, die dann primär zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dient. Ein Akku käme für mich nicht mehr in Betracht, außer vielleicht einer kleinen Autobatterie, weil genau das die Anlage wahnsinnig teuer und daher unrentabel macht. Die Speicherung kostet pro kWh 20...30 Cent bei einem Blei- oder Gelakku, hier hat über die Jahre gesehen jedes benzinbetriebene Notstromaggegat die Nase vorn, von einem mit Diesel betriebenen ganz zu schweigen, auch wenn es deutlich teurer in der Anschaffung ist.
Selbst wenn ein Hersteller eines E-Autos das Anzapfen des bordeigenen Akkus zuließe, stünde immer noch das Problem des Wegfalls der Energiequelle im Raum, sobald man mit dem Fahrzeug die Garage verlässt. Scheint die Sonne bei Stromausfall nicht und man ist mit dem Auto unterwegs, bleibt der Kühlschrank aus.
Um den Grundbedarf zu decken, müsste ich demnach in einen min. 10 kWh großen, zusätzlichen stationären Akku investieren. Ein einziger finanzieller Knieschuss.

Zudem bleibt das Ressourcenproblem bestehen. Als Einzelperson kann ich, ungeachtet der Anschaffungskosten, mir natürlich so viel Akkuleistung installieren wie ich will bzw. Ich meine zu brauchen, nur flächendeckend (global) ist das Utopie, denn dermaßen viele Ressourcen gibt es nicht. Aus Nachhaltigkeitsgründen ist dieser Weg nicht gangbar, erst recht nicht dauerhaft über Jahrzehnte und Generationen hinweg. Daher muss ich bei genauerer Betrachtung auch das E-Auto ablehnen, wenngleich ich weiß dass der momentane Diesel-PKW ebenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Zumal er als integraler Bestandteil im Hausnetz Null beitragen kann..., wozu eine E-Schleuder zumindest bedingt, weil temporär, theoretisch in der Lage wäre.

Für mich ist die Energiewende gescheitert, sofern das Große und Ganze betrachtet wird. Kleinere Dinge wie Notstromer, Umschalter, Stromzähler, usw. sind hierbei gar keine unlösbaren Probleme, auch in älteren Bestandshäusern nicht, wobei ich kontraproduktive Hirnfürze wie Guerilla-Anlagen kategorisch ausschließe, weil wir auch ohne sie bereits ein viel zu instabiles Netz haben.

Um unseren kompletten Energiebedarf (sowohl Strom als auch Heizung) Sommers wie Winters zu decken und maximal autark (ca. 80...90%; mehr geht nicht) zu sein, müsste ich 100 kwp PV installieren, wobei damit nicht nur massig Fläche verbraucht, sprich zugebaut würde, sondern ebenfalls wieder das Ressourcenproblem im Raum stünde. Nachhaltigkeit sieht, wie bereits erwähnt, anders aus.

Egal wie ich es drehe und wende, als Übergangslösung steht bei mir ein kleiner Notstromer bereit, der notfalls per Verlängerungskabel etwas Licht und Wärme ins Haus bringt, sofern die Hausnetzanbindung nicht funktioniert. Als Dauerlösung scheidet er ohnehin aus, nicht einzig aus Sicherheits- sondern primär aus Kosten- und Komfortgründen. Und selbst eine PV mit Akku und E-Mobil in der Garage, nebst allem Furz- und Feuerstein der Regelung, Überwachung, Verteilung und Umstrickung der Hauselektrik, ist und bleibt es ein Provisorium, welches höchstens für 25 Jahre tauglich sein kann.
Die Lösung liegt in einem stabilen und ausfallsicheren landesweiten Netz, egal ob per Wasserstoff, Atomstrom, o.ä. betrieben. Die (semi-)autarken Inseln sind nicht zuletzt aus Kostengründen im Grunde abzulehnen, da technisch zu aufwendig, unsicher und störungsanfällig.

--
◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇

Stimme deinem letzten Absatz zu, kleiner Notstromer ist völlig ausreichend für die meisten Scenarien

Joe68 @, Montag, 15.03.2021, 09:56 vor 1816 Tagen @ Linder 2590 Views

Ein kleiner Notstromer ist völlig ausreichend um ein paar Tage Blackout zu überbrücken, denn wenn der länger dauert, dann treten ganz andere Probleme in den Vordergrund.

In der Jugend habe ich drei Monate in einem Krisengebiet, im Sommer, verbracht, Strom gab es nur stundenweise (zum Glück mit halbwegs verlässlicher Ankündigung)

- Kühlschrank, es wird nur wenig eingekauf was gekühlt werden muss, kein Problem
- Waschmaschine, sehr wichtig, denn manuell Kleidung waschen ist sehr zeit- und kraftaufwendig
- Brauchwasser, geduscht wurde erst wenn Strom da war bzw in Eimern etwas bevoraten, Trinkwasser aus Flaschen.
- Mittagessen (gekocht/gebraten), war mir damals nicht so wichtig, überbewertet :-)
- Elektronik (damals TV), war nicht so wichtig
- Disko (für junge Leute wichtig), die hatten ihre eigenen grossen lauten Diesel-Generatoren

Es gibt so viele Weltgegenden mit instabilen Stromnetzen, stundenweise Abschaltungen sind lästig. Das ist Camping-Alltag, nur im urbanen und alltäglichen Umfeld.

In einem so durchgetakteten Land wie Deutschland, wo alles auf die letzte Minute optimiert wird, da wären die Auswirkungen zunächst schlimmer, aber auch hier wäre eine gelegentliche Rückbesinnung nicht schlecht.
Angesichts der stetigen Wahlerfolge der Grünen mit ihren energiepolitischen Tagträumen werden wir dem nicht mehr vermeiden können, ist politisch aber akzeptiert worden. Die Zukunft ist der Mittelmaß, wo die als richtig propagierte Haltung mehr Gewicht als die Problemlösung bekommt.

Dein letzter Satz: ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Montag, 15.03.2021, 09:57 vor 1816 Tagen @ Linder 2567 Views

Die Lösung liegt in einem stabilen und ausfallsicheren landesweiten Netz, egal ob per Wasserstoff, Atomstrom, o.ä. betrieben. Die (semi-)autarken Inseln sind nicht zuletzt aus Kostengründen im Grunde abzulehnen, da technisch zu aufwendig, unsicher und störungsanfällig.

technisch zu aufwändig - naja, meinetwegen. Wenn halbwegs vernünftig geplant, ist es aber überschaubar.
unsicher und störanfällig - Nö, läuft bei mir schon "eine halbe Ewigkeit" problemlos.

MfG
igelei

Doppelsystem als Energie Backup

aliter @, Montag, 15.03.2021, 13:38 vor 1816 Tagen @ Linder 2369 Views

Den Köningsweg, nämlich mit dem bisherigen hohen STromverbrauch (insbesondere durch e-Heizungen bedingt) weiterzumachen und durch Sonne oder Wind autark zu sein geht aus 3 Gründen nicht die Speichertechnik wäre immens aufwendig, die Fläche für Solaranlagen wäre viel zugross, der Ausbeuteunterschied zwischen Sommer und Winter wäre hierorts zu hoch.
Vorschlag: Wir machen Netzstromtechnik weiter so wie bisher und nutzen eine ansprechend mittlere Fläche für ca 5 bis 10 kW Anlage.

Nun zu eigener Erfahrung in meinem Wohnmobil liegen bei 0 Grad Neigung (hier wäre ca 35 optimal) (damit schlechter Wirkungsgrad) 400 W Solarpanele auf dem Dach und es sind bisher 300 Ah 12V Akkus da.

Damit kann ich im Sommer ohne Problem die elektrischen Geringverbraucher betreiben: Fernseh, Laptop, Beleuchtung, Heizungsmotor, Aufladen eFahrrad und Kühlschrank mit TK Fach. Da lebt es sich durchaus komfortabel.

Im Winter dürfte die Ausbeute mindestens 10 Proz. sein, dh. mit 5 kW hätte ich etwa dieselbe Einspeisung.

Das dürfte als als Notvorsorge auch für eine kleine Wohnung reichen. D.h. ein 12 V (besser wäre ein 48V) System parallel mit Fernseh, Computer Kühlschrank und Heizungmotoren. Nun gut in einer Wohnung bräuchte es etwas mehr sagen wir 7 bis 8 kW auf dem Dach in ordentlicher Südausrichtung.
Auf Elektroherd, Geschirrspüler, Waschmaschine E Heizung müsste man verzichten.
Hardware ist billig, lediglich ein 12V Kühlschrank ginge etwas ins Geld.

Da die Akkus auch teilweise im Winter mit der überdimensionierten Anlage geladen werden, müsste man ein paar Akkus mehr haben.

Im Sommer verbraucht man von der überschüssigen Energie erst mal selbst, der Rest geht ins Netz.

Damit wäre man im Notfall durchaus autark.

Werbung