Deinen Einwand kann ich nicht nachvollziehen

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 01.10.2020, 06:15 (vor 1944 Tagen) @ Jacques1886 Views

Begründung:

Wenn du ehrlich bist.

Denke schon, dass ich das war und bin. In meinem Kommentar habe ich niemals von einer Gesamtsituation betr. der Beschränkungen von Corona gesprochen, sondern immer nur, was meine persönliche Sichtweise betrifft.

Beispiel:

- bringt mich zum Nachdenken,
- hat mir dabei richtig gut gefallen,
- meine klare Meinung
- Ich will mich nicht....
- meine Gesundheit
- Meine Corona
- deshalb blieb ich auch gesund
- Ich als Gesunder beanspruche meinen gewohnten Freiraum
- mit meinem Recht auf Leben
- was mein Leben lebenswert macht
- Wer gibt mir den Gegenwert dafür zurück,
- was er/sie mir an Lebenswert gestohlen hat?
- ernsthaft von mir verlangen
- mich an diese unsinnigen Restriktionen zu halten

Und mit einem persönlichen Maßstab gemessen.

Ja, so wollte ich es auch zum Ausdruck bringen, und ich denke, dass in meiner Rhetorik die persönliche Sichtweise schon unterstrichen wird.

Das seid ihr nur Opfer des dekadischen Zählsystem mehr nicht. Die Gesellschaftliche Maßstäbe sind das eine, muss man halt mit,...

Das sehe ich völlig anders. Ein Beispiel für einen gesellschaftlichen Maßstab aus meinem Kommentar:

Wer fordert Ersatz für das, was alles kaputt gemacht wurde, - von den Volkswirtschaften bis zu den einzelnen Existenzen?
Das ist eine allgemeine, gesellschaftliche Sichtweise.

Woraus schließt Du, dass ich "Opfer" bin? Oder meinst Du, dass ich die Dinge, die ich aufgezählt habe und vermisse, nur deshalb mache, weil es die Gesellschaft von mir erwartet, und ich das eigentlich nicht will? Da liegst Du falsch bei mir. Habe ich als einzelner Mensch kein Recht mehr auf Individualität, auf die Durchsetzung dessen, was ich mir persönlich wünsche, was mir gefällt?

Was ich nicht will, mache ich nicht, was ich will, setze ich auch durch, oft mit Verspätung, weils eben auf Schwierigkeiten stößt... Da ich jedwelche Form des Sozialismus ablehne, egal ob er nationaler oder kommunistischer Art ist, sind für mich die gesellschaftlichen Maßstäbe irrelevant.

Natürlich kann man sich ganz aus dem System ausklinken, wie z.B. der Mönch im Tal des Alt hier in Rumänien (Valea Oltului), der in einer Felsenhöhle sein Eremitendasein lebt. Der hat keinerlei Beeinträchtigung durch Corona oder die damit verbundene Politik. Ist aber nicht unbedingt mein Fall, so zu leben.

Wenn ich also vor hatte, diese "Silberne" als besondere Freude für meine Frau, die sehr gläubig ist, in einem kleinen idyllischen Kirchlein am Waldrand im engsten Kreise als Auftakt zu begehen, - dann meinst Du, dass die Gesellschaft von mir das erwartet? Kann ich nicht nachvollziehen.

Was hab ich dann gemacht:
Die Lokale, also deren Innenräume, waren zu diesem Zeitpunkt per Gesetz geschlossen. Also habe ich mir trotzdem was einfallen lassen: Ein Liebesgedicht von einem sehr bekannten rumänischen Dichter, wofür es keine Vertonung gab, hat mich dazu inspiriert, selbst eine Melodie dafür zu schreiben. Dieses Lied habe ich dann im geschlossenen Lokal in Anwesenheit meines jüngsten Sohnes und der Wirtin meiner Frau zusammen mit einer Flasche Sekt "kredenzt". Meine Frau hats dann, - weils mein Sohn gefilmt hat, - auch in fb gestellt.

Erwartet die Gesellschaft so etwas von mir? In unserer Kompanie als junger Pimpf haben wir damals das Lied mit dem Text hinausgebrüllt: "Wo wir sind, da ist immer "vorne", der Teufel, der lacht noch dazu..." Diese Einstellung habe ich bis heute nicht an der Garderobe abgegeben.


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