Sozialismus ist das Gift, welches den aus den Fugen geratenen Neoliberalismus heilt

Miesepeter, Montag, 24.08.2020, 23:29 (vor 1986 Tagen) @ MausS3048 Views
bearbeitet von Miesepeter, Montag, 24.08.2020, 23:37

Hallo MausS,


Damit das aber im Nebel der geschichtlichen Vergangenheit untergeht und in Vergessenheit gerät, gerade deshalb kürzen ihre intellektuellen Erben, die heutzutage ja in breiter Front wieder in der Regierungsverantwortung stehen (und diese zukünftig noch breiter aufstellen wollen, den Linken/Grünen wurde ja mittlerweile von Merkel und der ihr hörigen CDU/CSU ausdrücklich die Regierungsfähigkeit zugestanden) und die deutsche Gesellschaft in ihre nächste sozialistische Untergangsorgie führen, diesen so bezeichnenden wie charakterisierenden Begriff des Sozialismus seit Jahrzehnten schon einfach weg,

Die debtistische Dynamik - wenn man sich noch dazu bewusst macht, dass dieser Prozess natürlich von Tag 1 an von den Machtwilligen, also Gewalttätern, und nicht irgendwelchen intelektuellen, neutralen Systemingenieuren mit höchsten ethischen und gleichzeitig utilitaristischen Motiven angetrieben wird - führt im Verlauf immer zu einer immer höheren Konzentration von Einkommen und Vermögen. Immer mehr Reichtum auf der einen, Verarmung auf der anderen Seite.

Mit fallen nur wenige Wege ein, wie man diese immer zu einem Geld-Feudalismus ausartende Unwucht, welche letztendlich die Gesellschaft lahmlegen muss, beseitigen kann: Jubeljahre zb, Erbschaftssteuern von 99%, Zerstörung durch Gewalt (Krieg oder Revolution) oder eben Sozialismus (letztendlich nichts weiter als Zerstörung durch Gewalt, aber auf langer, stetiger Flamme gekocht, und daher irgendwie aktzeptabler).

Jubeljahre und Erbschaftssteuern sind unmöglich, dazu bedürfte es Einsicht und die obengenannten Systemingenieure, nur in Wunschvorstellungen und Märchenerzählungen können solche Figuren existieren, bzw sich gegen die Machtgewaltigen durchsetzen. Also verbleiben nur Krieg (kurz & heftig) oder Sozialismus (lang & dröge), um eine Geldadels-Gesellschaft wieder an den Punkt Null zu führen, an dem der Debitismus mit einem Clean slate neu gestartet werden kann.

Somit erklärt sich, dass in der Geschichte auf liberale Phasen immer sozialistische Phasen folgen müssen, und auf sozialistische Phasen, immer liberale. Es ist das natürliche Yin & Yang der zivilisatorischen Wirtschaft, in welchem sich der Zwang zum Wirtschaften entfaltet. Zunächst, so lange es geht über Illusion und Selbstverpflichtung (Schulden), aber wenn das nicht mehr geht, wird das Wirtschaften mit direkter Gewalt fortgesetzt, bis es letztendich ganz zusammenbricht und die Stunde Null wieder schlägt.

Die Frau Merkel und die Gestalten um sie herum, die sind dabei völlig austauschbar. Den Franzosen geht es mit ihrem Personal nicht anders, auch nicht den Briten, oder den Amerikanern. Letztere haben lediglich den Vorteil, den Adolf so gerne gehabt hätte, dass sie nämlich ihre Schulden länger bedienbar halten können, indem sie die Reichtümer fremder Länder sequestrieren.

Das Merkmal der Nationalsozialisten war, dass sie das private Eigentum nicht vollständig abschaffen wollten, sondern neben der direkten Gewalt und staatlicher Lenkung auch noch das Profitmotiv zur Motivation des Wirtschaftens beibehalten wollten, um so die anderen Systeme an Leistungsfähigkeit zu übertreffen. Tatsächlich ist es ihnen gelungen, den Staat und seine Wirtschaft, die 1933 sich in einer deflationären Depression in Richtung Zusammenbruch bewegte, neu zu starten und auch die Unwucht zu verringern - ganz so wie dies zb auch Putin in Russland gelungen ist - indem sie die Wirtschaft den Staatsinteressen unterordneten, und nicht mehr den Staat den partikulären Interessen des Finanzkapitalismus (dem so benannten "Finanzjudentum"). AH hat aber den Hals nicht vollgekriegt in seiner Sucht nach Grandeur. Wäre er 1938 abgetreten, als Time Man of the year, dem auch Keynes huldigte, so würden womöglich noch heute in Deutschland Statuen mit seinem Antlitz stehen. Man sieht bei Putin, dass es auch anders ausgehen kann.

Gruss,
mp


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