Die Ernährungs-Docs des NDR: Anne Fleck - Jörn Klasen - Matthias Riedl
Hallo Kurki,
abgesehen von deiner Wortwahl
Das heißt, hier geht gerade alles den Bach herunter, nur weil ein paar alte Schachteln in ihrem Leben zu viel geraucht und zu viel Marzipan genascht haben?
stimme ich dir zu: die westliche Art der Ernährung ist die "Apokalypse der Dekadenz".
Ich habe zu Beginn der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts durch eine persönlich veranlasste Umstellung meiner Ernährung, die aus heutiger Sicht den Empfehlungen der Ernährungs-Docs des NDR folgte, eine tabuisierte Krankheit vollständig überwunden.
Matthias Riedl schreibt auf der Seite 11 seines Buches Artgerechte Ernährung über den Gesundheitszustand des 8000 Mitglieder umfassenden bolivianischen Indianerstammes der Tsimane, die wegen der fehlenden medizinischen Grundversorgung von Parasiten und Infektionen natürlich sehr geplagt werden:
"Die Amazonas-Ureinwohner sind sehr aktiv, gehen tagtäglich auf die Jagd und zum Fischen und legen dabei zu Fuß viele Kilometer zurück. Außerdem bauen sie in kleinerem Maßstab Nutzpflanzen für den Eigenbedarf an. Nur zehn Prozent ihres Tagesablaufs verbringen sie in Ruhe - also sitzend oder liegend. Kein Wunder, dass Übergewicht nur bei weniger als zwei Prozent der Tsimane auftritt. Auch Bluthochdruck ist äußert selten. Typ-2-Diabetes, die Geißel der westlichen Zivilisationen, trat in der Beobachtungsphase gar nicht auf. Atherosklerose, Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind extrem selten - anders als in westlichen Gesellschaften. …, dass die Arterien der Tsimane gesünder sind als bei allen anderen untersuchten Menschen. Im Durchschnitt sind die Blutgefäße eines 80-jährigen Tsimane so geschmeidig wie die eines 55-jährigen Amerikaners. Verantwortlich dafür seien … die Ernährung - wenig gesättigte Fettsäuren, viele Ballaststoffe -, extrem viel Bewegung und dass sie so gut wie nie rauchen."
Es ist schon alles gesagt worden: der Mensch ist, was er isst.
Gruß – Ostfriese