Die Folgen schwindender Kapazitätsauslastungen durch den Virus
Die Gewinnmargen vieler Firmen liegen oft im unteren einstelligen Bereich. Wenn dort z.B. 15- 20 % Umsatz fehlen, was ganz schnell geht durch Corona, wenn die Wirtschaft (z.B. durch wegbrechende, weil überschuldete Exportmärkte) schwächelt und die Kunden hier nur noch das Notwendigste kaufen, machen die sofort Verlust.
Die Kosten können nicht gesenkt werden, denn wenn die Wirtschaft insgesamt in die Knie geht und weniger verbraucht wird, bekommen auch die Lieferanten durch kleinere Losgrößen und schlechte Kapazitätsauslastungen unmittelbaren (Fix)Kostendruck. Wenn z.B. weniger Strom oder Wasser verbraucht wird, steigen die Kosten pro verbrauchte Einheit, weil die Fixkosten eben fix sind! Es wird nicht lange dauern und Löhne und Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden. Dann dauert es nicht lange, bis der Laden dicht gemacht wird, wegen Insolvenz.
Eventuell lässt sich das stecken, aber bald ist dann doch Schluss. Diese Entwicklung wird die ganze hoch-komplex vernetzte Wirtschaft erfassen! Die meisten bewegen sich was Finanzierung und Margen angeht, auf dünnem Eis. In der Krise werden die Kosten relativ zum Erlös deutlich steigen, die Erlöse sinken, es folgen Insolvenzen in allen Bereichen der Lieferketten und Wirtschafts-Netzwerken.
Wie sollen dann die erwiesenermaßen bräsig, inkompetenten Schergen der Staatsmafia dieses komplexe Getriebe am Laufen halten oder wieder in Gang setzen? Das würde vielleicht in einer "Morgentauwirtschaft" klappen, aber nicht bei diesem millionenfach vernetzten und rückgekoppelten System. Da bricht die Selbstregulierung ohne (Schulden)-Wachstum schnell zusammen. Selbst wenn die Arbeitnehmer mit vorgehaltener Waffe gezwungen werden zu arbeiten, wird die Komplexität nicht zu managen sein, weil die Motivation und der "debitistische Systemantrieb" fehlen.
Mit Notverordnungen von außen kann ein System, welches die vitale Kraft von innen benötigt, nicht gerettet werden.
Die Ketten werden an allen Ecken und Kanten reißen, komplexe "just in time" Organisationen und Abläufe werden überall gestört und unterbrochen. So viel kann nicht gleichzeitig repariert und ersetzt werden, weil die (debitistische) Selbstregulierung nicht mehr funktionieren kann. Die einzelnen Wirtschafts-Zellen (z.B. KMU`s = kleine mittelständische Unternehmen) werden nicht mehr wie durch Geisterhand, systemimmanent und wachstumsgetrieben bestrebt sein, im Sinne des Ganzen zu handeln, deshalb glaube ich auch eher an ein Ende mit Schrecken, als an ein Schrecken ohne Ende.
Da entsteht durch Corona ein globaler Kolbenfresser! Ich habe mal für Claas (Erntemaschinen) gearbeitet und gesehen, was passiert, wenn man einen Schraubenschlüssel vorn in den Häcksler wirft! (Nebenbei: So haben sich damals konkurrierende Lohnunternehmer sabotiert). Das knallt gewaltig und dann steht das Ganze.
Eventuell bekommen wir noch einmal die Kurve wie 2008, diesmal durch ein letztes Verfeuern von Helikoptergeld (siehe Hongkong). Auch dies ist jetzt schon ungleich schwieriger wie vor 12 Jahren. Auch für Instrumente wie Abwrackprämien gilt das universelle Gesetz des abnehmenden Grenznutzens.
Saludos
el mar