Dank für den Hinweis! D.h. Kredit ist nicht nur das Vertrauen in den Schuldner, sondern v.a. in die Macht des
D.h. Kredit ist nicht nur das Vertrauen in den Schuldner
sondern vor allem auch in die Macht des Rechtsapparates,
das Geliehene samt Zins
auch gegen den Willen des Schuldners
einzutreiben.
Der "Rechtsapparat" kann m.E. vielerlei Gestalt annehmen,
von den Regelmechanismen einer persönlichen Beziehung zwischen Gläubiger und Schuldner, einer Familie oder eines Stammes,
über eine Mafia-"Familie", eine Religionsgemeinschaft mit klaren weltlichem Ge-und Verbotskanon, bis hin zu einem mehr oder weniger "Rechtsstaat".
Inzwischen gibt es wahrscheinlich durch die international-hyper-Reichen noch eine weitere Struktur, die ich aber als eine Spielart der Mafia einordnen würde.
Das mit dem Vertrauen scheint mir beim Betrachten immer komplexer zu werden.
Denn zusätzlich zum Vertrauen in den Schuldner und den "Eintreiber-Mechanismus" brauche ich auch noch das Vertrauen, dass der Wert des Geliehenen bei Rückzahlung/ Rückgabe auch noch entfernt meinen Erwartungen sowie meinem Bedarf entspricht.
Außerdem sind mit der ganzen Aktion von Kredit zunehmende Kollateralschäden wahrnehmbar und die "Kollateralnutzen" (Wohlstandsmehrung durch Kreditsystem) treten in den Hintergrund. Wer ist sich dessen denn heute überhaupt bewusst - oder war es jemals:
Kredit ist nicht alles, aber ohne Kredit ist alles (arbeitsteilige Wirtschaften) nichts. Wir wären in kürzester Zeit nicht zurück im Mittelalter sondern in der Steinzeit. Mit vielleicht 1 Prozent der jetzigen Weltbevölkerung.
Wie also kommen wir von den wuchernden Kollateralschäden (immer mehr wird vom Banken- und Staats-Eintreibersystem abgezweigt) runter, ohne das Vertrauens-Kredit-System gleich mit in den Orkus zu schütten?
Any Ideas?