Übersichtlich und nachvollziehbar, was Du schreibst

helmut-1, Siebenbürgen, Montag, 20.04.2026, 06:45 (vor 8 Stunden, 7 Minuten) @ DT518 Views

Trotzdem ein paar Anmerkungen dazu:

Hab beim Obi Spiegelschränke gesehen für 33 EUR, zB hier:

Sehr nett, aber hilft mir nichts, weil der alte, den ich ersetzen muss, 40 cm breit war und ich maximal 50 cm in der Breite Platz habe. Ich hab aber über Internet dann einen gefunden, mit 48 cm Breite und für ca. 30 € (umgerechnet). Wird ohne Kurierkosten angeliefert.

Dazu eine Beobachtung: Als ich nach der Bestellung diesen Spiegelschrank in der gezeigten Galerie des Internetangebots nochmal angeklickt habe, war er schon um 2 € teurer. Vermutlich errechnen sich die dort angegebenen Preise nach der Anzahl der Klicks.

Was erwartest Du denn im Baumarkt?

Dass das Verkaufs- und Beratungssystem in einem Baumarkt so aufgebaut ist, damit man den Kunden zufriedenstellt und ihn dadurch behält.

Ich habe im Osten Niederösterreichs an unserm Häuschen die Reparaturarbeiten durchgeführt, weil es verkauft werden soll und ich deshalb einen optimalen Zustand herstellen will, damit der Preis stimmt. Normalerweise rechnet sich so etwas nicht, würde ich das mit Firmen aus Österreich machen. So aber habe ich diese ganzen Aktionen (jeweils zwischen einer und zwei Wochen) mit Leuten aus Rumänien erledigt, und da war das ganze finanzierbar. Sämtliches Material natürlich aus Rumänien, weil es da viel billiger ist.

Die letzte Aktion war die längste, da war ich nun alleine dort, und hat ca. 4 Wochen gedauert. Natürlich gibt es laufend Überraschungen, mit denen man nicht rechnet und deshalb war ich eine Art Dauerkunde im OBI- Baumarkt, in einem anderen Dorf. Bei speziellen Problemen habe ich mich an den Filialleiter gewandt, aber auch die Angestellten waren sehr hilfreich.

Deshalb weiß ich, dass es auch anders geht. Man hat sich bei speziellen Wünschen meinerseits schlau gemacht, auch beim Franchise-Partner angerufen, etc., ob man für mich den Artikel x oder y besorgen könne. Ein bestimmtes Sägeblatt für die Flex (als Beispiel), das aufgrund von mehreren Unfällen in Österreich nicht mehr verkauft werden darf, gabs im OBI nicht. Aber der Verkäufer sagte mir, wo ich das in einem anderen Nachbardorf kaufen könne.

Das war ein kleineres Geschäft mit Einzelunternehmer, und da traf genau das zu, was Du auch geschrieben hast. Das war ein stolzer Preis für das Sägeblatt für eine 125er Flex mit über 50 €. Aber ich habs letztlich bekommen.

Da ich ein Mensch für Außenanlagen bin, verstehe ich wenig vom Innenbereich. Musste aber Laminat verlegen, was ich noch nie gemacht habe. Sicher gibts da - wie bei allen Gewerken - Erfahrungen, die man eben haben sollte. Deshalb habe ich den Filialleiter gefragt, ob er nicht jemanden kennt, der mir das evtl. schwarz macht. Er bedauerte, half mir aber doch erheblich:

Er sagte mir, sprechen Sie mit dem Herrn xyz, der im Holzzuschnitt bei uns arbeitet, er war vorher 20 Jahre lang im Innenausbau beschäftigt. Das habe ich getan, und mich fast eine Stunde lang mit dem Mann unterhalten. Der hatte auch die Geduld, mir die Kniffe und Vorgangsweisen zu erklären, und daraufhin habe ich das problemlos hinbekommen. Obwohl ich bei OBI kein Laminat gekauft habe, das habe ich mir aus Rumänien mitgenommen.

Langer Rede - kurzer Sinn: Es geht auch anders. Vermutlich kommt es auf den Filialleiter an.

Soviel zu Deiner Frage, was ich von einem Baumarkt erwarte. Ja, Du hast recht, ich lebe noch in der "alten" Zeit. Nehme mir das Recht aber dazu heraus, zumal ich zu den Leuten gehöre, für die ein Handschlag nach einer Vereinbarung mehr bedeutet als ein schriftlicher Vertrag. Klar, ich gehöre damit zu einer aussterbenden Rasse.

Zu Deinem PS:

Diesen Brief habe ich nicht deshalb geschrieben, um das System im ansässigen Baumarkt umzukrempeln (übrigens per Mail an die Geschäftsleitung, nicht gedruckt), sondern ich habe diesen Brief zusätzlich im rum. facebook abgedruckt. Das war mein Aufhänger, weil ich wissen wollte, wie die Leute in unserer Gegend darüer denken. Und siehe da, da kamen auch verschiedene Beschwerden aus anderen Gründen, war ganz interessant. Natürlich registrieren die bei dem Baumarkt auch, dass das im facebook zu lesen ist, was ich denen geschrieben habe, deshalb interessiert mich, ob nun von denen überhaupt eine Reaktion kommt oder ob das alles denen a.A. vorbeigeht.

Zu Lidl:
Ich gehöre zu den Analphabeten. Ich bin ein vehementer Verteidiger des Bezahlsystems in bar, und werde (zumindest in diesem Leben) nicht mit Karte bezahlen. Keine Bank kann mich einschätzen, und Du weißt sicher, dass es dafür Schablonen gibt (was gibt derjenige für Lebensmittel aus, was für Möbel, was für Unterhaltung, etc. etc.). Deshalb war es auch kein Problem für mich, bei meiner Filiale anzurufen, weil mir das Geld ausgegangen ist, das ich auf dem Konto hatte, um den Überziehungsrahmen deutlich zu erhöhen. Haben die auch sofort gemacht, - man kann mich eben nicht schablonisieren und einschätzen.

Für mich ist das Bezahlen mit Bargeld ein letzter Rest der Freiheit, die ich verteidigen möchte. Aber ich schütze mich damit auch vor Nachteilen.

Beispiel:

Es war in Gloggnitz (NÖ), und ich musste überraschend mit dem Zug (Schlafwagen) nach RO fahren. Online-Bestellung übersteigt mein Wissen, und deshalb musste ich nach Wr. Neustadt zum Bahnhof, wo es noch einen Schalter gab. Meine Frau bestand darauf, das ich das von ihrem Konto bezahle und gab mir ihre Karte mit. Das Ticket wurde gedruckt, und ich sollte auf dem komischen Apparat meine Karte drauflegen. Hat aber nicht geklappt. Darauf sagte mir die Frau, ,- nein, ziehen Sie die Karte seitlich am Apparat vorbei. Habe ich gemacht. Drauf sagte mir die Frau, - hat offensichtlich nicht funktioniert, mache Sie das nochmal. Hab ich gemacht. Hab mir dann das Ticket genommen und bin nach Gloggnitz zurück gefahren.

Nun kommt das Unerwartete: Meine Frau (sie ist mit dem online besser drauf, hat auch ein Streicheltelefon, ich aber nicht) eröffnete mir, dass der Ticketbetrag von ihrem Konto zweimal abgebucht wurde. Daraufhin Telefonate, der Hinweis, das würde man prüfen und zu einem späteren Zeitpunkt aufs Konto zurücküberweisen, - aber ich ging hoch wie das berühmte HB-Männchen.

Ich fuhr wieder nach Wr. Neustadt zum Schalter, und das war ca. 10 Minuten vor Schluss. Einfache Entfernung ca. 33 km. Dort kam es zu ziemlich kontroversen Diskussionen, Telefonaten der Bahnangestellten, etc. etc., - aber ich blieb da hart. Ich hab denen gesagt, dass ich nicht aus dem Schalterraum herausgehe, bevor ich die zweite Zahlung nicht entweder in bar oder auf dem Konto meiner Frau habe.

Nach vielen Widerständen der Bahn hat mich dann meine Frau angerufen und mir mitgeteilt, dass der Betrag wieder auf ihrem Konto drauf ist. Dann bin ich wieder weggefahren. Das Ganze aber war mir eine Lehre, - und deshalb: Karte? Für mich sicher nicht.


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