Derivate-Risiken und Derivate-Heuchler Warren Buffett
Hallo nereus,
Dazu kommt: 200 Billionen Dollar an Derivate-Risiken.
Ohne genaue Erklärung, wie dieser Betrag zustande kommt, ist die Aussage wertlos.
Wahrscheinlich ist es, wie bei Klein-Ernas gerne üblich, einfach nur eine Summe von Derivate-Nominalen über alle Basiswerte. Das ist aber kein Maß für Derivate-Risiko.
Ich habe das Thema vor Jahren hier im Forum einmal versucht zu erklären.
Auch Markus Krall benutzt solche Zahlen gerne. Ich habe ihm mit Freude auf einer Veranstaltung widersprochen. Markus Krall ist Experte für Kreditrisiko-Modelle, nicht aber für Derivate-Risiken. Er ist aus dem Thema beruflich lange heraus, ich frage mich, wieweit er bei Degussa damit zu tun hatte, denn die müsste ordentlich Derivate einsetzen.
Ich würde mich freuen, ihn irgendwann mal treffen zu können, um ihm das ausführlich zu erläutern, was ich ihm an den Kopf geschmissen habe. Krall ist kein Wurstsuppenschwimmer, der kapiert das auch.
Beim nächsten Finanzcrash müssen wahrscheinlich Derivate-Clearing-Häuser gerettet werden und die Schattenbanken selbstverständlich auch.
Es gilt im Finanzsystem die Personenschutzdevise: Selbst wenn der Kühler weißen Rauch abgibt, ein Reifen von der Felge herunter ist, eine Radaufhängung gebrochen ist und die Stoßstange im Radhaus gelandet ist und dort am Reifen schleift: IMMER weiterfahren!
Dazu kommt: 200 Billionen Dollar an Derivate-Risiken.
Warren Buffett bezeichnete sie als finanzielle Massenvernichtungswaffen.
Schon komisch, dass Warren B. Derivate verteufelt, aber selber nutzt:
https://www.google.com/search?q=warren+buffet+short+put+sp500
Da höre ich doch lieber Warren G. statt Warren B...![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Mal in's Unreine gesprochen:
Schattenbanken ist wie alter Bankenwein in neuen Schläuchen, nur ohne Regulierung.
Der Hinweis des zerohedge-Autors auf dieses Problem ist absolut begründet.
Gruß
paranoia
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.