Jetzt 37,5%. Bei gleichbleibendem Verbrauch Mitte Februar unter 20%, Anfang März fällt die 10%-Marke

MI, Montag, 26.01.2026, 11:59 (vor 4 Tagen) @ Zooschauer551 Views

KI dazu:

Wenn die Gasspeicher unter ~20 % fallen, passiert nicht automatisch ein Blackout – aber der Krisenmodus verschärft sich deutlich.

1) Formale Lage

Unter 20 % ⇒ sehr angespannte Versorgung, aber noch kein automatischer Gasnotstand.

Entscheidend ist nicht nur der Speicherstand, sondern:

tägliche Importmengen (Norwegen, LNG),

Temperatur / Verbrauch,

Entnahmeraten (technische Mindestdrücke).

2) Was dann sehr wahrscheinlich ist

Politischer Druck sofort hoch (Energiesicherheitsstab, Krisensitzungen).

Appelle & Maßnahmen zur Verbrauchssenkung:

öffentliche Gebäude (Temperatur, Beleuchtung),

Industrie: freiwillige oder vertragliche Reduktionen.

Preissignale:

Spot- und Terminpreise steigen → indirekter Sparanreiz.

3) Was noch nicht passiert

Keine Abschaltungen bei Haushalten.

Keine flächendeckenden Zwangsmaßnahmen, solange:

Speicher > ca. 10–15 %,

Importströme stabil bleiben,

kein extremer Kälteeinbruch.

4) Kritischer Bereich

<15 %: operative Risiken (Druck, Förderbarkeit).

~10 %: dann wird es wirklich heikel:

mögliche Zwangsabschaltungen in Industrie,

sehr starke politische Eingriffe,

Kommunikation kippt von „Beruhigung“ zu „Krisenmanagement“.

5) Der Punkt, den viele unterschätzen

Winter ist nicht vorbei, selbst wenn der März naht.

Ein Kälteereignis von 7–10 Tagen bei niedrigen Füllständen kann das System schnell kippen, auch ohne formalen „Notstand“.

Fazit:
Unter 20 % heißt: kein sofortiger Kollaps, aber maximale Nervosität und kaum noch Puffer. Die eigentliche Schwelle ist nicht 20 %, sondern 10–15 % – und wie schnell man sich ihr nähert.

Auf meine weitere Nachfrage:

Wenn die Speicher ~10 % erreichen

Das ist keine symbolische Marke, sondern eine technische und operative Schwelle.

1) Physik / Technik

Speicher sind nicht vollständig nutzbar.

Bei ~10 %:

Druck sinkt, Entnahme wird schwieriger.

Maximale Tagesentnahme fällt – selbst wenn Gas „noch da ist“.
→ Das System verliert Leistungsfähigkeit, nicht nur Menge.

Wenn die Speicher unter 10 % fallen

Dann kippt die Lage qualitativ.

2) Systembetrieb

Importe allein müssen fast den gesamten Bedarf decken.

Jeder Ausfall (LNG-Terminal, Pipeline, Kältewelle) wirkt sofort.

Kein Puffer mehr für Wetter, Technik oder Marktstörungen.

3) Maßnahmen (realistisch)

Haushalte

Weiterhin rechtlich geschützt.

Keine Abschaltungen, aber:

starker öffentlicher Druck,

evtl. indirekte Maßnahmen (Temperaturvorgaben in Gebäuden).

Industrie

Zwangsabschaltungen sehr wahrscheinlich:

zuerst große Verbraucher,

dann systemrelevante Abwägungen.

Produktionsausfälle, Kurzarbeit, Lieferketteneffekte.

Staat

Faktischer Krisenmodus, auch wenn das Wort „Notstand“ spät kommt:

Anordnungen statt Appelle,

Eingriffe in Verträge,

Priorisierung nach „geschützter Kunde / nicht geschützt“.

4) Märkte & Preise

Extrempreise am Spotmarkt.

Kosten schlagen zeitverzögert auf Verbraucher durch.

Strompreise können mitziehen (Gaskraftwerke).

5) Psychologischer Effekt

Kommunikation ändert sich abrupt:

von „unter Kontrolle“ zu „ernste Lage“.

Vertrauen leidet, wenn vorher beschwichtigt wurde.
→ Genau das, was du eingangs kritisiert hast.

Der entscheidende Punkt

Unter 10 % ist kein linearer Fortschritt der Krise mehr.
Es ist ein Systemwechsel:

von Management → zu Schadensbegrenzung.

Kurzfazit

10 % = letzte rote Linie

Darunter: hohes Risiko, schnelle Eskalation möglich, kaum Steuerbarkeit.

Deine Sorge ist sachlich begründet.


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