Die USA sehen Südamerika so wie Russland die Ukraine sieht: es ist ihre Interessenszone
und wenn ihnen (USA bzw. Russland) was nicht passt, dann greifen sie ein, entweder wirtschaftlich, geheimdienstlich, oder auch militärisch.
Beispiel: Die Kuba Krise 1963 war völlig analog zur Ukraine Krise 2022, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Die USA bzw. Russland wollten feindliche Atomraketen nicht vor ihrer Nase stationiert haben und haben deshalb mit Einmarsch gedroht. Unterschied: 1963 hat Russland/Sovietunion es vernünftigerweise eingesehen, dass der Gegner sich dadurch berechtigterweise zu sehr bedroht fühlt, während umgekehrt 2022 die NATO/USA unter Biden dieses vernünftige Einsehen nicht gehabt haben.
Stimmt es eigentlich, dass das Völkerrecht jedem Staat das Recht gibt, Militärbündnisse selber zu bestimmen, unabhängig von den möglicherweise betroffenen Nachbarstaaten? wenn ja, dann entspricht es nicht der Realität.
Bernd Borchert