Steigende E-Mobilität führt zum Einbruch der Mineralölsteuer. Wie wird der Staat hier gegensteuern?

Plancius, Mittwoch, 27.03.2024, 18:14 (vor 27 Tagen)3189 Views
bearbeitet von Plancius, Mittwoch, 27.03.2024, 18:18

Der Spiegel meldet heute, dass dem Fiskus bis 2030 runde 50 Mrd. Euro an Mineralölsteuer + Einkommensteuer wegen der fortschreitenden E-Mobilität entgehen.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/e-mobilitaet-elektroautos-kosten-fiskus-50-m...

Die Stromsteuer der E-Autos kompensiert die fehlenden Mineralölsteuereinnahmen bei weitem nicht. Ganz besonders lachen sich diejenigen ins Fäustchen, die ihre E-Autos an vielen Monaten im Jahr an der heimischen PV-Anlage laden.

Wie wird der Staat hier gegensteuern?

Er kann ja die E-Auto-Besitzer das öffentliche Straßennetz nicht einfach unentgeltlich nutzen lassen.

Vieles deutet darauf hin, dass der Staat nochmals kräftig an der Mineralölsteuerschraube drehen wird, um den Steuerausfall teilweise zu kompensieren und den Umstieg auf E-Mobilität faktisch zu erzwingen. Auch eine kräftige Erhöhung der Kfz-Steuer auf Hubraum wird wohl noch als Draufgabe kommen.

Sind dann genügend Verbrenner aus dem Straßenverkehr verschwunden, wird man sich auch an den E-Auto-Besitzern schadlos halten. Vielleicht durch eine Straßennutzungsgebühr, die mittels eines Zählers im E-Auto ermittelt wird.

Mal sehen, was so kommen wird. Aktuell sind die Autokäufer ja insgesamt zurückhaltend. Der E-Auto-Absatz ist nach Ende der Förderungen eingebrochen, aber auch der Verbrennerabsatz läuft nur schleppend und die für den Autoabsatz so wichtigen Firmenkunden haben in weiten Teilen ihre internen Policies wieder zugunsten des Verbrenners geändert.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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