Mephistopheles weiter: Der Mensch hält die Zivilisation nicht aus ... es hilft nichts, diese oder jene Maßnahme zu ergreifen ...
Der Mensch hält die Zivilisation nicht aus, aus den einfachen 2 Gründen:
Der Mensch hat natürlicherweise - wie jedes andere Raubtier auf dem Planeten auch -
ein Revier. Dieses Revier ist seine Lebensgrundlage
und ist aus Überlebensgründen von Artgenossen freizuhalten.
Entweder kann der Artgenosse in das Rudel eingegliedert werden
oder er muss vertrieben werden.
Das ist ein biologischer Impuls.
Diesen Impuls muss er haben, um überleben zu können.
Die Zivilisation besteht nun darin, das der Mensch seines Reviers beraubt wird.
Das geht so lange gut, so lange die weit überwiedgenden Begegnungen mit Artgenossen
aus Bekannten bestehen und der Schutz des Reviers
an den Ritter oder Grafen delegiert wird.
Sobald aber der Mensch des Reviers (das "Potential", wie die Schlauberger meinen),
also seiner Lebensgrundlage beraubt wird und die überwiegende Zahl
seiner Begegnungen mit Artgenossen aus Wildfremden besteht,
die er nicht in sein Revier (das er nicht mehr hat) integrieren kann,
gerät er bei jeder Begegnung unter Stress, der sich auch in einer übermäßigen
Cortisolausschüttung äußert.
Dem Menschen wird seiner biologische Potenz beraubt, er kann sich nicht mehr
in dem für den Bevölkerungserhalt erforderlichen Umfang fortpflanzen.
Die Population wird also aussterben.
Das sind übergeordnete biologische Gesetzmäßigkeiten,
die man nicht beeinflussen kann. (Konrad Lorenz)
Es hilft also nichts, diese oder jene Maßnahme zu ergreifen;
die biologischen Gesetze laufen ab, so oder so.
Das gilt natürlich genau so für die Zuwanderer:
Sobald sie in ihrem Schlaraffenland angekommen sind, verschwindet es.
Gibt es Lösungsmöglichkeiten?
Es gibt sogar 2:
1. Die Bevölkerung so weit (schätzungsweise >99%) zu reduzieren,
bis die Menschen wieder als Jäger und Sammler leben können
(das überleben Schäzungsweise sowieso >90% nicht),
weil sie eben nicht fit sind für die Wildnis.
2. Die Bevölkerung um über 90% zu reduzieren, bis der überlebende Rest
sich wieder auf dem Land von Subsistenzwirtschaft versorgen kann.
Das überleben dann sowieso weitere 90% mal nicht,
weil sie nicht fit sind zum Bauerntum.
(Die Nachfahren der römischen Proles, die in der Stadt herumlungerten
und nur Aufstände und Stress machten, wurden vom Senat öfters
als einmal mit Land und Sogar mit Saatgut beschenkt.
Nach einiger Zeit lungerten sie wieder beschäftigungslos
in den Spelunken der Stadt herum, natürlich völlig mittellos.)
Die Überlebenden werden sich wieder vermehren wie die Weltmeister
und gar nicht genug Kinder haben können.
3. Tertium non datur.
Gruß Mephisto