Möge er in Frieden ruhen!
Ein einzigartig scharf denkender Mensch ist von uns gegangen. Er und sein enger Freund Otto Steiger haben eine unbezahlbare, theoretische Vorarbeit zum tieferen Verständnis des Geldsystems geleistet, ohne die der Debitismus und die Machttheorie von Paul C. Martin nie seinen / ihren Erkenntnisgehalt gewonnen hätten.
Bis zu seinem Tod hat sich Heinsohn in der Eigentumsökonomik-Bubble bewegt und jede debitistische / machttheoretische Hinterfragung der Umgebung/Begründung dieses Systems mit bloßen Scheinantworten gemieden. So klar wie Paul C. Martin ihm die Notwendigkeit einer Überarbeitung seiner Eigentumsökonomik vor dem Hintergrund des Debitismus / der Machttheorie machte, so klar war Gunnar Heinsohn, dass eine ihm mit geschichtlichem / archäologischen Zugriffen jederzeit möglich gewesene Ausarbeitung eines machttheoretischen Schöpfungsprozess des Eigentums auch das sichere Ende einer breiten öffentlichen Akzeptanz seiner bisherigen Arbeiten nach sich gezogen hätte!
"Die Herkunft seiner Eigentumsprämie ist und bleibt somit unerklärlich!"
Eine Militärdiktatur im Wartemodus, die Ableitung aller Rechtsinstitute aus der formlosen Gewaltherrschaft ... weder Sloterdijk noch das Nachtstudio hätten ihn jemals für solch offene und damit verstörende Gedanken eingeladen. So hat er das Kriegskind nie beim wirklichen Namen genannt, so bleibt der Krieg in seinen Arbeiten ein von den Friedenszeiten/-potentialen ewig trennbares und bestenfalls nicht zurückschlagendes Übel!
Ruhe in Frieden!
Ashitaka
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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.