Noch ein Nachtrag zu diesem Thema

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 19.01.2023, 08:14 (vor 13 Tagen) @ helmut-1718 Views

Ich hatte es ja befürchtet, und es ist eingetreten. Ich verstehe, dass hier die Interessen anders gelagert sind. Hier gehts in erster Linie um Covid, die Ukraine, und vor allem die nicht mehr zu bewältigenden Energiekosten.

Andere Themen werden dadurch mit Erfolg aus dem Blickfeld gedrängt. Wie z.B. dieses. Wenn neptun meint, dass es sich da um mein persönliches Problem handelt, das ich deshalb angeschnitten habe, weil ich das aufarbeiten muss, dann ist das für mich bereits symptomatisch genug. Zum einen stimmt seine Vermutung nicht, und zum anderen handelt es sich um ein Problem unserer Gesellschaft.

Warum Gesellschaft:

Es betrifft die Einstellung jedes Einzelnen zu diesem Komplex, und dazu das geltende Recht, welches die Täter-Opfer-Situation oftmals umkehrt. Zum Nachteil derer, die man eigentlich schützen sollte. Ich sehe einfach nicht ein, dass Sexualverbrecher nach einwandfrei nachgewiesener Tat mit milder Strafe oder sogar auf Bewährung wieder freikommen, weil ein findiger Anwalt beim Täter eine dominante Oma gefunden hat, die an allem schuld ist, und wodurch sich die Schuldfrage beim Täter relativiert. Irrige psychologische Gutachten tragen dann noch ihren Teil dazu bei. Danach ist es nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Opfer daran glauben muss.

Natürlich sind extreme Meinungen wie diese (im Penseur) nicht haltbar:

Interessant. Und wenn sie zwei oder mehr Präpubertäre bei sog. Doktorspielen erwischen würden, soll ja vorkommen - grün und blau schlagen? Ihr Ferkel, da habt ihr's!!! So was macht man nicht!!!

Zum entfernten Kommentar: Aha, das berühmte gesunde Volksempfinden wieder.
----- ERST MAL SCHWANZ AB !!!!!!

Sicher ist es nicht einfach, sich mit diesem Themnkomplex zu beschäftigen, aber eine Gesellschaft muss in der Lage sein, hier einen gangbaren Weg zu finden. Zu viele klinken sich dabei aus, zu viele gehen auf dieses Thema nicht ein, weil es ihnen unangenehm ist, zu viele denken, - Gott behüte, dass meinen Kindern/Enkeln sowas passiert. Das bereitet den Boden dafür vor, dass der Gesetzgeber, Richter und Anwälte da eine freie Spielwiese vorfinden. Zumindest ist das meine persönliche Schlussfolgerung.

In diesem Sinne ist meine Antwort im Penseur zu verstehen, ich drucke sie hier ab:


So kann nur jemand sprechen, der keine Kinder hatte oder sich nicht mit Kindern auskennt.

"Und wenn sie zwei oder mehr Präpubertäre bei sog. Doktorspielen erwischen würden,.."

Es ist ein - in meinen Augen - absolut normaler Vorgang, wenn Kinder erst einmal an ihrem eigenen Körper die Geschlechtsmerkmale realisieren. Dass daraufhin mit den engsten Spielkameraden dieses Thema angeschnitten wird, auch im körperlichen Vergleich, das hat mit Neugier, Erkundung und Erfahrung sammeln zu tun, aber bestimmt nichts mit Sex. Jedes Kind versucht über das Unbekannte Erfahrungen zu sammeln, - bei der heißen Herdplatte tuts dann halt weh. Wäre es anders, wäre es unnormal und das Kind wäre ein Spätzünder oder überhaupt zurückgeblieben.

Hier ist kein „grün und blau schlagen“ gefragt, sondern die verständnisvolle Art der Eltern, den Kindern mit den richtigen Worten (dafür gibts kein Patentrezept) zur Seite zu stehen. Das kann in Form der Erklärung, aber auch schon in Richtung der Aufklärung sein.

Eine behutsame Annäherung an dieses Thema, um das Kind nicht zu überfordern, aber auch um dem Kind die Normalität dieses Themas nahezubringen, das ist hier gefragt. Die prinzipielle Voraussetzung dafür ist aber der intensive Kontakt zum Kind, der auf gegenseitigem Vertrauen basiert, - und da hakts bei vielen aus.

Die elektrische Oma (früher TV, heute PC-Internet) kann das nicht ersetzen, was viele Eltern mit dem Allerweltsspruch "Mach mal schön, ich hab jetzt keine Zeit" übertünchen.

Ich bin weder Sozialpädagoge noch Kinderpsychologe, - aber ich habe zwei Augen im Kopf und registriere vor allem, was andere falsch machen.

Zum anderen Bereich der Erwachsenen, was Sie mit "Schwanz ab" regeln würden. Da gehe ich eher in Ihre Richtung, - natürlich mit zivilisierten Methoden auf Basis des geltenden Rechts. Das fällt auch mir manchmal schwer, gerade wenn es sich um Vorfälle handelt, wo es z.B. um Gruppenvergewaltigung geht, verübt von denjenigen, die hier als Flüchtlinge um Asyl angesucht haben. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich halte von den psychologischen Erklärungen, die oftmals entschuldigend wirken, für einen Sexualstraftäter gar nichts, wenn es um Kinder geht. Jegliche Neubewertung in den Gefängnissen, dass man dann einen ehemaligen Straftäter als "bekehrt" oder "geheilt" entlässt, oft mit der Auflage, irgendwelche Medikamente zu nehmen oder sonst was, das ist in meinen Augen ein Zeitzünder.

Ich sehe das ganz einfach, und nun bediene ich mich der trivialen Sprache (Penseur möge mir das nachsehen): Wenn ich zeitlebens absolut nichts empfinde, wenn da ein kleines Mädchen oder ein Bub nackt dasteht und sich bei mir unter der Gürtellinie bei dieser Betrachtung nur "Tote Hose" abzeichnet, dann meine ich, dass das normal ist.

Wenn es Menschen gibt (meistens sind es ja Männer), bei denen sich dann was unterm Gürtel erregt, dann ist das ein Effekt, der gewissermaßen wie auf Knopfdruck funktioniert, - gewollt oder ungewollt. Welche organischen oder psychischen Gründe da mitspielen, das weiß ich nicht, ich bin da kein Fachmann. Aber ich bin davon absolut überzeugt, dass das Vorgänge im Körper (oder auch im Gehirn) des Betreffenden sind, die in meinen Augen zwei prinzipielle Merkmale aufweisen:

1) Der Betreffende kann das nur bedingt steuern, unter ganz konkreten und eingegrenzten Voraussetzungen. Sollten sich aber unvorhergesehene Bedingungen ergeben, und das kann vieles sein, mental, psychisch, Einfluss von Alkohol, Drogen oder die Nichteinnahme der vorgeschriebenen Medikamente, etc. etc., - dann hakts bei dem Menschen aus und er hat sich nicht mehr unter Kontrolle. Sein Trieb, und nichts anderes ist es, überwältigt ihn dann.

2) Der Betreffende überschreitet dann eine Schwelle. Die kann durch gewisse Faktoren heruntergesetzt und plötzlich und unerwartet erheblich tiefer gelegt sein, auch, wenn sie vormals in schwindelnder Höhe war. Aber er weiß IMMER, dass er etwas Verbotenes tut. Was dazu führt, dass er dieses Risiko der Bestrafung in Kauf nimmt, ist eine andere Sache, aber er weiß, dass er das nicht darf.

Deshalb bin ich der Meinung, dass Leute, die bereits einmal in so einem Sexualkonflikt mit Kindern gestanden haben, niemals mehr in die Freiheit dürfen. Denn es kann für mich keinen logischen Grund geben, dass man nach einem Gespräch mit einem Psychologen in einer Haftanstalt dann als "geläutert" entlassen wird. Das Gespräch des "Delinquenten" respektiv des Ergebnisses wird doch in erster Linie vom IQ des Täters beeinflusst, und - wie die Vergangenheit leider gezeigt hat - wurden so manche Psychologen oftmals hinters Licht geführt. Der Psychologe kann, - und wenn er das 10 x will - nicht die dunklen Seiten des Sexualtäters, gerade hinsichtlich verborgener Wiederholungsgefahren - transparent machen.

Inwieweit da organische Eingriffe, wie z.B. die Entfernung der Hoden, da einen bleibenden Erfolg garantieren können, das entzieht sich meiner Kenntnis. Eine Sterilisation des Mannes reicht da mit Sicherheit nicht aus.

Ja, es mag schauderhaft klingen, solche Leute für Lebenszeit wegzusperren, ohne ihnen eine sprichwörtliche "zweite Chance" zu geben. Aber zum Schutze derjenigen, die unschuldig da grausame Erfahrungen machen, wenn nicht sogar dabei umkommen, muss ich für diese drastische Maßnahme plädieren. Sie werden sich niemals zu 100% unter Kontrolle haben können, ganz einfach deshalb, weil sie es nicht können. Diese "Programmierung" im Gehirn oder sonst wo kann niemand mit garantiertem Erfolg entfernen. Zuviele wurden bereits aufgrund von psychologischen Gutachten von Richtern wieder auf die Menschheit losgelassen, - die Ergebnise erschaudern mich.

Es würde mich übrigens interessieren, wie so ein Psychologe oder ein Richter dann sowas wegsteckt, wenn ein unschuldiges Kind bei einem Nachfolgetäter zu Schaden kommt. Zuckt er dann mit den Schultern und meint "Kollateralschaden"?


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