Dem Kapital seinen antisozialen Stachel ziehen? Nichts einfacher als das! Gerade hier in diesem Forum wurde die Theorie dazu entwickelt, wie das möglich wäre! Das gibt es im Ansatz sogar bereits schon
Resümee
Wenn sich die Unternehmensform in Verantwortungseigentum immer weiter ausbreitet - was wohl erst in größerem Maße geschehen kann, sobald eine eigene Rechtsform gesetzlich eingeführt ist - könnte dies nach meiner Überzeugung eine langsame evolutionär-revolutionäre Veränderung des heutigen Raubtier-Kapitalismus von innen in Gang setzen. Mit der grundsätzlichen Verhinderung, dass der Gewinn automatisch und ungerechtfertigt als leistungsloses Einkommen in die privaten Taschen der Eigentümer fließt, würde eine wesentliche Quelle des ungeheuren Reichtums weniger versiegen, der die ständig auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich bewirkt und den wenigen Reichen wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht über die anderen verleiht.
Damit wären noch nicht alle Probleme sozialen Elends und ungerechtfertigter Benachteiligung der mitarbeitenden Bevölkerung gelöst, die der bisherige Kapitalismus hervorgebracht hat und ständig hervorbringt. Aber es wäre eine Entwicklung in Gang gesetzt, die sich von einer zukunftsorientierten Basis aus immer weiter ausbauen ließe.
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Quelle mit Anmerkungen im Text:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2022/11/11/verantwortungseigentum-am-unternehmen-...
Das Einzige, was man tun müsste, damit sich Verantwortungseigentum immer weiter ausbreitet, wäre, die Mitarbeiter in die Verantwortung zu nehmen und die Schulden, die auf dem Unternehmen lasten, einfach sozial gerecht auf alle Mitarbeiter zu verteilen. Die Mitarbeiter würden dann verantwortungsvoll mit ihrem Privateigentum gemeinsam für die Schulden des Unternehmens haften!
In der Automobilkrise Anfang dieses Jh. gb es bereits einen Versuch, indem General Motors angeboten hat, dass die Mitarbeiter Opel für 1€ übernehmen. Dann hätten sie, die Mitarbeiter, mit Verantwortungseigentum für ihre Löhne und die übrigen Schulden Opels haften dürfen.
Leider ist das damals am Desinterese der Mitarbeiter Opels gescheitert. Die wollten kein Verantwortungseigentum!
Vll. hast du es versäumt, da ausreichend Überzeugungsarbeit zu leisten!
Hier im Forum wurden auf jeden Fall die theoretischen Voraussetzungen dafür entwickelt. Es müsste nur jeder Mitarbeiter mit seinen Privateigentum und seiner Person(!) für das Unternehmen und die Schulden des Unternehmens, wozu auch sein Lohn gehört, haften bis ins Grab hinein!
Tatsächlich gibt es sowas bereits seit über 100 Jahren. Es sind die Genossenschaften, bekannt vor allem durch die Raiffeisenbanken und die Volksbanken, aber auch etliche genossenschaftlich geführte Unternehmen. Allerdings haften die Genossen nur mit ihrer Einlage. Außerdem ist mir kein Industrieunternehmen bekannt, das genossenschaftlich organisiert ist.
Vielleicht solltest du da noch Überzeugungsarbeit hin zu Verantwortungseigentum leisten, dass die Genossen nicht nur mit ihrer Einlage, sondern zusätzlich auch noch mit ihrem gesamten Hab und Gut und ihrer Person(!) haften! So, wie es die Privateigentümer seit jeher gewohnt sind!
Gruß Mephistopheles
PS: Natürlich haften die Mitarbeiter sowieso mit ihrem Privateigentum und ihrer Person; das ist ihnen nur nicht bewusst. Mit ihrem Privateigentum, weil ihr Vermögen bei einer Krise in einer Inflation entwertet wird und mit ihrer Person, weil sie in der Krise zum Militärdienst herangezogen werden. (Da ist nur noch wichtig, dass endlich Gendergerechtigkeit einkehrt und die diversen Geschlechter, insbesondere die Frauzen, auch zum Militärdienst eingezogen werden!
Das vermisse ich bei dir etwas, dass du es versäumt hast, die Frauen und die diversen Geschlechter in das Verantwortungseigentum einzubeziehen, obwohl sich 60% des Vermögens, also der überwiegende Anteil, angeblich bereits in Frauenhand befinden! Meph