Den längsten Teil der Menschheitsgeschichte gab es kein Geld
Unsere Gesellschaft ist zwar ohne Geld gar nicht denkbar, die Gesellschaften 1000e Jahre zuvor ebenfalls nicht, was aber nicht heißen muß, daß die Menschheit seit Bestehen von Kredit und Geld auf dem richtigen Weg ist. Vielleicht ist es ein Irrweg, eine Sackgasse.
Gruß Dieter
In Homers Odyssee gab es kein Geld. Es gab zwar Schätze, Gastfreunde, Geschenke, Treue, Tapferkeit und Rache, aber kein Geld. In der Ilias ebenso wenig. Die Germanen kannten kein Geld und kamen erst über die Römer damit in Kontakt. Die Azteken und die Inkas kannten kein Geld.
Es hat den Anschein, dass auch die Römer in ihrer Anfangszeit kein Geld kannten und erst über die Griechen damit in Kontakt kamen. Zur Zeit Karls des Großen kannte man kein eigenes Geld, das kam erst mit der Münzprägung im Mittelalter etwa 2 Jh. später auf. Richtig bekannt wurde Geld hierzulande erst seit den Kreuzzügen.
Die Bauernkriege im 16. Jh. wurden v.a. deswegen geführt, weil dfie Bauern sich weigerten, ihre Abgaben stat in Naturalien in Geld zu leisten. Erst damit wurde die Marktwirtschafft eingeführt, weil die einzige Möglichkeit für Bauern, an Geld zu gelangen, war es, ihre Produkte auf dem Markt feilzubieten.
Geld scheint eine relativ neue Entwicklung in der Menschheitsgeschchte zu sein.
Es gibt Belge zur Genüge, dass überall da, wo die Marktwirtschaft eingeführt wurdem, dies nur mit Gewalt möglich war. Das wurde in einem Buch beschrieben, das hier diskutiert wurde, von dem ich mir den Titel jedoch nicht notiert habe und das ich mir auch nicht gekauft habe. Vieleicht kennt einer der Leser den Titel?
Danke + Gruß Mephistopheles