Ölpreisbremse gegen Russland möglicherweise doch wirkungsvoll

Manuel H., Mittwoch, 12.10.2022, 08:49 (vor 1228 Tagen) @ Plancius2933 Views

Ab Dezember soll Russland gezwungen werden, seine Bodenschätze zu Tarifen zu verkaufen, die nur knapp über den Produktionskosten liegen. Sie werden dann über die spekulativen Spot-Märkte zugunsten unserer üblichen Verdächtigen gegen den Verbraucher verteuert.

Denn diese neue Sanktion soll ja nicht dem westlichen Verbraucher helfen, sondern Russland schwächen und Vermögen zugunsten weniger übernationaler Player umverteilen.

Das könnte sogar gelingen, da die westliche Tankschiffahrt von westlichen Tankschiffen dominiert wird, die man bei drakonischen Strafandrohungen zum Mitmachen zwingen kann. Der Versicherungsmarkt wird von London aus dominiert. Ein überzeugender Wink nach London und die russische Energie kann mangels Versicherung nicht mehr transportiert werden.

Um die OPEC zu Produktionserhöhungen zu zwingen, damit Russlands Öl unnötig wird, ist geplant, das Opec-Kartell nach Jahrzehnten als das zu erkennen, was es ist: Ein Kartell. Gegen Kartelle haben die USA scharfe Gesetzesmöglichkeiten der Zerschlagung. Man könnte analog zum Raub der Vermögenswerte des russischen Volkes nun auch die Vermögen der erdölexportierenden Nationen rauben (euphemistisch "einfrieren")

Russland bliebe dann nur:
A) Aufbau einer eigenen Tankerflotte (nur, wo soll die anlegen dürfen?)
B) Aufbau einer eigenen Versicherungswirtschaft
C) Ausbau des Exports an China und Ostasien, soweit diese Länder fähig sind, sich Anschluß-Sanktionen gegen sie zur Wehr zu setzen

Wie könnte sich die OPEC ihrer Zerschlagung und Wegnahme ihrer Vermögenswerte widersetzen?

PS
In den USA wird bereits diskutiert, ein Export-Verbot für Öl zu erlassen. Also nix mehr mit Energielieferungen an Europa.

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9049


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