Dann können sie den Hafen Wismar und die dortige Holzindustrie zumachen und die Stadt auch gleich noch aufgeben / Problem Kraftwerk Rostock

Plancius, Freitag, 08.04.2022, 08:44 (vor 1402 Tagen) @ Ikonoklast3875 Views
bearbeitet von Plancius, Freitag, 08.04.2022, 08:52

Wismar ist Deutschlands größter Holzumschlagplatz. Dort wird das vorwiegend russische Holz angelandet, z.T. weiter verarbeitet und weiter verteilt.

Dort befindet sich mit Egger auch ein großes Werk für Faserplatten sowie Ilim Nordic Timber als ein großer Hersteller von Schnittholz. Ilim Nordic Timber ist auch zum Teil in russischem Besitz und steht damit vielleicht auch noch zur Disposition.

Jedenfalls lebt ein großer Teil von Wismar und Umgebung vom Holz. Ein Importstopp für russisches Holz würde für die Region das wirtschaftliche Aus bedeuten. Holz ist für Wismar wie VW für Wolfsburg.

Auch das Kraftwerk in Rostock bezieht den überwiegenden Teil seiner Kohle aus Russland. Da dieses moderne, regelbare Kohlekraftwerk als Mittel- und Spitzenlastkraftwerk mit einer Leistung > 500 MW ausgelegt ist und für die Netzstabilität in Deutschlands Norden mit seinen vielen Windrädern eine wichtige Rolle spielt, hätten Lieferschwierigkeiten bei Kohle ernste Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Stromversorgung. Weiterhin müsste man bei Wechsel der Lieferanten viel längere Seewege und deutliche höhere Kosten in Betracht ziehen.

Aber was nimmt man nicht alles für Opfer im Namen einer höheren Moral auf sich.

Gruß Plancius

--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung