PV

JJB, Dresden, Donnerstag, 17.03.2022, 17:29 (vor 1424 Tagen) @ ebbes3453 Views

ich betreibe mehrere größere PV Anlagen und habe auf meinem Häuschen eine kleine PV Anlage für den Eigenverbrauch, mit Überschusseinspeisung, 8 kWp.
Empfehlen kann ich maximal eine kleine Anlage auf dem eigenen Dach, < 10 kWp, da man sonst (staatliche Willkür) auch auf selbstverbrauchten Strom EEG Umlage zahlen muss (auch wenn die jetzt abgeschafft werden soll, das waren ca 0,07 €/kWh, zzgl MWSt).
So clever das grundsätzlich ist (ich spare etwa die Hälfte meines Stromverbrauchs ein), autark wird man damit nicht, ein Stromauto könnte man damit auch nicht volltanken.
Die Anlage produziert im Mai bei Sonnenschein ca 40 kWh an einem einzigen Tag. Im Dezember allerdings in einem ganzen Monat.
Momentan sind Schaltschränke und Wechselrichter Mangelware, UK (Unterkonstruktion) und Kabel haben sich preislich verdoppelt. Module sind preisstabil.
als größten Unsicherheitsfaktor mache ich ganz klar den Staat aus, die Bedingungen ändern sich laufend, die bürokratischen Anforderungen steigen ebenfalls dauernd, und mittlerweile werden Änderungen auch rücksichtslos bei Bestandsanlagen durchgesetzt (eigenartigerweise gleich mit Androhung von hohen Strafen bei Nichtbefolgung). So muss man wegen Redispatch 2.0 jetzt jede Anlage > 100 kWp bei einem Direktvermarkter anmelden, weil man die neuen Betriebsvoraussetzungen gar nicht leisten kann. Dazu muss man teilweise ältere Wechselrichter zwangsweise tauschen (wegen Steuermöglichkeiten, die die alten Modelle nicht leisten): man schmeisst also funktionstüchtige Geräte auf den Müll und muss für 15.000 € neue WR installieren und neu verstringen. So ist die Rendite am Arsch, Elektroschrott hat man auch produziert, nur der Direktvermarkter freut sich über einen neuen (Zwangs)Kunden.

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"das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde!" (Shakespeare, King Lear)


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