es zeigt auch Unwissen

Manuel H., Samstag, 26.02.2022, 11:29 (vor 1441 Tagen) @ Olivia3488 Views

In Bioläden habe ich manchmal den Eindruck, in China werden die Ingwerwurzeln für den Export nach Deutschland wie folgt sortiert: Die guten, saftigen, kräftigen Wurzeln für die deutschen Discounter und Supermärkte, die mickrigen, vertrockneten bekommen ein Biolabel für die ideologischen Bioläden, dann ist die Spanne sogar höher.

Bei Eiern sind die sogenannten Bio-Eier regelmäßig eine Woche älter als die Normalo-Eier. Leider schmeckt man das.

Im übrigen ist das EU-Bio-Etikett so weichgewaschen, dass es als Kriterium kaum taugt. Es ist ein riesiges Geschäft für die Zertifizierungs-Industrie, deren Aufbau und Struktur im Verborgenen bleibt.

Für die CO2-Fetischisten: Ein Industrie-KZ-Huhn braucht nur ein Zehntel der Fläche, ist in einem Drittel der Zeit schlachtreif, verbraucht wesentlich weniger Nahrung als das handgestreichelte Bio-Huhn, das als ineffizientes Zwei-Nutzungs-Huhn weder fürs Eierlegen noch für die Fleischmast richtig taugt, aber unendlich Ressourcen verbraucht bis es gegessen werden kann.

Bei den Franzosen und Schweizern wird eher auf tatsächliche Qualität geachtet, nicht so sehr auf Obrigkeits-Zertifizierungen. Da gibt es allerdings noch Produktwissen. Und Fleisch ist dort deutlich teurer, was man allerdings auch schmecken kann.


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