Armbrustverdacht!

Gernot ⌂, Donnerstag, 16.12.2021, 14:18 (vor 1504 Tagen) @ Knappe2119 Views

Was mir sofort ins Auge springt, ist dieses Dummstellen der Presse, um einen Eindruck zu erwecken:

"Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren auch Spezialeinsatzkräfte beteiligt, da Äußerungen einzelner Mitglieder der Telegram-Gruppe den Verdacht nahe legten, dass diese im Besitz von scharfen Waffen und Armbrüsten sein könnten, hieß es weiter."

Man verdächtigt sie des Besitzes von Armbrüsten.

Der ist erlaubt!
Folgedem gibt es keinen "Verdacht".
Aber man gewöhnt den Leser schon mal daran, dass es zukünftig anders sein könnte, und er nicht einmal bemerkt, dass wieder etwas verboten wurde, da ja schon zuvor so geschrieben wurde, als wäre es verboten.

Das geschieht in allen Bereichen, hier vier Beispiele:

Der Begriff der "genehmigten" oder "nicht genehmigten" Demonstration z.B. erweckt den Eindruck, es wäre Sache einer Behörde, über die Demo zu entscheiden. Klar, alles muss geregelt sein.

Der Begriff "selbsternannt" wird vorwurfsvoll bis moralisierend ständig für etwas missbraucht, dessen Selbsternennung nicht nur unumgänglich, sondern rechtlich geboten ist: Selbsternannte Demokratieverteidiger, Sozialisten, Umweltschützer, Naturschützer, Journalisten, Freizeitsportler, Schriftsteller, Regierungskritiker, was auch immer, alles bedarf einer Ernennungsbehörde (die wohl gerne die Medien selbst wären). Besonders bei "selbsternannten Regierungskritikern" macht die Ernennung durch Institutionen der Regierung Sinn in der NWO.

Dann gibt es noch "zugelassene Parteien". Nein, die gibt es natürlich nicht. Eine Partei meldet man an. Das ist ein Riesenunterschied. Zur Teilnahme an der Wahl bedarf sie der Zulassung. Das geschieht in einem formalen Akt, bei dem die teilnehmenwollenden Parteien selber entscheiden. Aber auch hier wird der Eindruck erweckt, die Exekutive stünde über der "ungeborenen" Legislative, entschiede also, eine Partei zuzulassen oder nicht.

Viertes und letztes Beispiel: Sie schreiben und erzählen vom Feuerwerksverbot - gibt es nicht und gab es auch 2020 nicht. Da erzählten sie, es wäre kein triftiger Grund, auf die Straße zu gehen. Nö, auf die Straße ging man, um sich in frischer Luft zu ergehen, das war noch erlaubt. Und es war nicht verboten, dabei zu rauchen, zu telefonieren, zu denken, singen, etwas zu essen oder eben mal zu knallen.
Es hieß ja nicht, es sei nur erlaubt, an frischer Luft zu marschieren.

Mir scheint, das alles soll uns an Obrigkeitsdenken gewöhnen und regelungsgläubig machen. Pikanterweise wird dieses Obrigkeitsdenken zugleich in orwellschem Zwiedenken verächtlich gemacht, um zu beweisen, wie frei wir doch sind.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung