Eigntlich wollte ich auf die debitistische These hinaus, dass die Leute immer weniger Geld zur freien Verfügung (also z.B. für Einkäufe) haben und ein immer größerer Teil bereits vorab ausgegeben ist

Mephistopheles, Sonntag, 12.12.2021, 15:01 (vor 1505 Tagen) @ helmut-11079 Views

...bevor man das Geld in der Hand hat, aber bei deinem langer Beitrag drängte sich mir die Vermutung auf, dass ich das Thema verfehlt habe und die eigentliche Frage lauten müsste:

Ist das jetzt so zu nehmen, wie Du das sagst, oder ist das eher eine Satire, wo dann de umgekehrte Sinn zum Tragen kommt, schwierig zu beurteilen.

Ich geh mal nur von mir aus:

Ich bin ein Mensch, der von Beginn der Helligkeit bis zum dunklen Abend arbeitet. Nun kommt die Adventszeit, - und man hat natürlich in erster Linie nur den Kopf dafür, noch alles, was an Baustellen angefangen war, fertigzustellen und abzurechnen. Dass man zu den Leuten nicht am Weihnachtstag mit der Rechnung kommen kann, versteht sich von selbst.

Resultat: Stress pur.

Dann kommt, - meistens in den letzten Tagen vor Weihnachten (weil vorher war ja keine Zeit)der Gedanke an das Weihnachtsfest. Von wo den Baum hernehmen, - der muss ja weitestgehend frisch sein. Hängt damit zusammen, dass die Tradition, seit ich als Kleinkind daran denken kann, bei uns zuhause festgeklopft ist, - einen Tannenbaum bis zur Decke und vom 24.12 bis zu Maria Lichtmeß (2. Februar) in Funktion.

In früherer Zeit zum Förster in die Karpaten gefahren und dort vor Ort einen ausgesucht, - geht heute nicht mehr, wg. des Waldfrevels des berühmten Österreichers ist das alles verboten.

Dann kommt zu dieser Tradition, dass der Tannenbaum bis oben mit Süßigkeiten vollhängt, - das wird auch immer schwieriger, weils vor 30 Jahren in dieser Richtung noch eine andere Auswahl gegeben hat als heute, wo es nur noch ein paar Einheitspackungen gibt.

Nun aber zu den Geschenken: Genau aufpassen, was man wem in der Familie schenkt. Frau, Kinder, Schwiegermutter, usw. - dazu noch nahe Verwandte, - nachdenken, was hat der oder die mir letztes Jahr geschenkt, wo krieg ich nun was Passendes her, wird das dem auch gefallen, - und wo kriegt man das zu einem günstigen Preis, wonach man aber nicht feststellen kann, was das in Wirklichkeit gekostet hat, .... und das alles 1 - 3 Tage vor Weihnachten.

Für mich war das eine Form von Stress, der mir das ganze Weihnachtsfest verleidet hat. Deshalb kam auch die Idee auf, diesen Sch. mal abzuschaffen. Und das funktioniert hervorragend. Seitdem freue ich mich wieder aufs Weihnachtsfest und mache einen Kult daraus, wie ich zu einem schönen Weihnachtsbaum komme. Das ist aber das Einzige, was geblieben ist, - die Hängereien auf den Baum kommen aus Österreich und aus Deutschland. Schöne Produkte, mit meistens etwas "geistigem" Inhalt drinnen, innerhalb des Schokoladengusses.

Aber vielleicht ist das nur meine persönliche Denkweise. Vielleicht gibts wirklich Leute, die bekommen sowas wie einen Ersatz-Orgasmus, wenn sie von einem Kaufhaus zum anderen stiefeln können, umd da irgendwas zu kaufen, was dem Beschenkten dann sowieso nicht gefällt.


Wozu, um Himmelswillen, for heaven`s sake, wozu, mein lieber Helmut, hast du eigentlich eine Frau?

Gruß Mephistopheles


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