Hallo Neptun. (mT)
Danke für Deinen netten Post!
Deine Erinnerung ist korrekt, der 2004er Venustransit war am hellichten Tag. Ich erinnere mich noch, ein Teleskop aufgestellt zu haben und hinter dem Okular eine weiße Karte befestigt zu haben und dann das Schauspiel beobachtet zu haben, mitten während der Arbeitszeit.
2012 war meiner Erinnerung nach abends gegen 18h in Santa Fe in New Mexico, da war es dann in Europa schon 8h später.
https://en.wikipedia.org/wiki/2012_transit_of_Venus
Da seht, er war um 4:49h UTC am 6.6.2012 beendet. Das wäre dann um 6:49h MESZ gewesen, da müßtest Du also zum Sonnenaufgang früh aufgestanden sein, um noch den Rest zu sehen.
NLCs sind wirklich etwas tolles, schau einfach um den Sommeranfang herum abends nach der Dämmerung oder morgens gegen 4.00h in Richtung Norden.
![[image]](https://www.meteoros.de/fileadmin/user_upload/videos/nlc_2014-06-27_ckranich.jpg)
Ich erinnere mich noch genau an meine erste Sichtung. Ich bin im Juni 2000 morgens gegen 2.00h hoch aufs Dach gegangen und wollte den Sternhimmel beobachten. Dann dachte ich: wow, ist es schon morgens um die Zeit so hell in Richtung Norden, daß es wie der Sonnenaufgang aussieht? Es war praktisch so hell wie bei der Dämmerung. Wie bei dem "Carrington-Event" der NLCs am Abend des 21. Juni 2019, als ich gerade an der Autobahnraststätte an der Moselbrücke der A61 stand und sich die NLC bis weit über den Horizont in Richtung Süden erstreckten.
![[image]](https://www.ipa.uni-mainz.de/files/2019/07/NLC_Juni2019_Reutter20-1024x561.jpg)
Viel Glück und einen guten Himmel um den 31.12.21 herum für die Merkurbeobachtung! Such Dir einen kleinen Berg, von dem Du einen guten freien Blick in Richtung Südwesten hast!
Wenn Du eine Digitalkamera hast, nimm sie mit und stell sie auf ein Stativ und mach eine Belichtung von 1 Sekunde bei 400 ASA oder auch mehr wenns schon dunkler ist. Die 51200 ASA (wenn ich mich recht erinnere) bei der NIKON D5 bringen Dir schon in einer Sekunde den gesamten Sternhimmel bei maximaler Dunkelheit gestochen scharf ohne Sternspuren. Es ist erstaunlich, wie gering das Rauschen bei dem Chip und der Ausleseelektronik dann immer noch ist.