Hallo Neptun (mT)
Schöner Nickname!
Nicht nur gesehen, sondern auch fotografiert. Mein Bürofenster geht nach Westen und dort habe ich abends einen sehr schönen Blick auf die Sonnenuntergänge und die sonnennächsten Planeten.
Auch bei der Sonnenfinsternis vom 21. August 2017, die ich an der Grenze zwischen Idaho und Oregon angeschaut habe, war eindrucksvoll zu sehen, wie die Sonne von den inneren Planeten umgeben ist:
https://earthsky.org/astronomy-essentials/august-21-2017-solar-eclipse-4-planets-bright...
![[image]](https://earthsky.org/upl/2016/11/regulus-planets-sun-8-21-2017-Eddie-e1477595696172.jpg)
Bin regelmäßig mit der Kamera und auch meinem Fernglas draußen, um auch Neptun (sic!), Uranus, und auch Asteroiden wie Ceres oder Vesta zu suchen.
Für Uranus und Neptun eignen sich am besten die Monate August und September, dann ist es schön warm draußen.
Hab mir mal von einem Freund eine Nikon D5 geliehen und während der Suche mit Stellarium den Bildausschnitt fotografiert, mit über 50000 ASA. Das ist Wahnsinn, dann kann man mit Belichtungszeiten von 1 sec bis zu Sternen der 10. mag runtergehen.
Dann kann man auf dem Display der Kamera schauen, welche Sterne und Sternmuster in der Umgebung der gesuchten Objekte sind und auch sowas wie Pallas und Vesta finden.
Als Reisen noch möglich war und mein Schwager noch nach Malle gefahren ist, bevor er seine "Liebe" für die Bretagne entdeckte, habe ich oft nachts draußen auf einer Liga auf der gemieteten Finca gelegen und mit dem Fernglas (8x56 BT*P*) in den Augusthimmel geschaut. Nicht weit weg war ein altes Kloster, Sant Salvador, was 500 m hoch über dem Mittelmeer liegt. In der Gegend ist es stockfinster, die nächstgrößere Stadt ist Manacor in gebührendem Abstand.
Der Augusthimmel dort in einer mondlosen Nacht gehört zu dem Eindrucksvollsten, was ich jemals gesehen habe, übertroffen nur noch durch Nächte in Nord-Arizona bzw. Utah in der Nähe des Bryce Canyon. In Colorado in der Nähe von Aspen konnte ich einmal nachts mit dem Auto auf den Independence Pass auf über 3600 m Höhe fahren, das war auch extrem beeindruckend. In Deutschland gibt es die besten Bedingungen meiner Erfahrung nach in der Nähe der Spielmannsau südlich von Oberstdorf, allerdings hat man keinen Blick bis zum Horizont, bzw. im benachbarten Tal in der Nähe von Riezlern. Auch nördlich von Waren Richtung Stralsund ist es im Sommer nachts verdammt dunkel, und man hat einen Blick bis zum Horizont. In Tibet oder in den Anden muß es nochmal besser sein, oder auch auf Teneriffa auf dem Teide, oder auf dem Mauna Kea in Hawaii.
Dort könnte man wirklich einmal Versuche machen, ob man den Uranus oder Asteroiden mit bloßem Auge sehen kann. Wäre ich dort schon gewesen, als ich noch etwas jünger war und mein volles Sehvermögen hatte, müßte das fantastisch gewesen sein.
DT