Integration funktioniert ganz einfach -
wenn die Migranten es wollen.
Guten Tag,
und die "Gnade" erkannt haben, hier sein zu dürfen.
Ein guter Punkt. Gnade erkennen ist allerdings nicht zeitgemäß. Zumindest kommt es mir so vor, als ob wir Einheimischen selbst nicht die Gnade erkennen hier sein zu dürfen.
Wenn ich Gnade erkenne, könnte ich schnell auf die blöde Idee kommen, dass die Welt im Lot ist und ich mich mit ihr im Einklang befinde. Das ist unserem humanistischen Fortkommen allerdings vollkommen unzuträglich. Unser humanistisches Fortkommen ist nicht darauf ausgelegt, mit der Welt im Einklang zu sein. Unser humanistisches Fortkommen ist darauf ausgelegt, laufend Ungleichgewichte und Dissonanzen kenntlich zu machen. Ungleichgewicht äußern sich an allen Ecken und Enden durch Mangel. Mangel an Freiheit, Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Chancengleichheit, Integration, Geld usw. usf. Da wir laufend damit beschäftigt sind, diese Ungleichgewichte, Mängel und Dissonanzen auszumerzen, bleibt nicht der geringste Raum überhaupt irgendwo Gnade zu erkennen. Die Welt ist für uns niemals im Lot, sie ist vielmehr an allen Ecken und Enden aus den Fugen geraten.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider