Die sozialen Netzwerke als Entsorgsservice im Dienste der Journalisten

also, Sonntag, 18.07.2021, 18:05 (vor 17 Tagen)1248 Views

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Es vergeht kein Tag ohne Sturm der Entrüstung.
Der Verstand spielt keine Rolle mehr, Emotionen beherrschen die mediale Welt.

Dem Pöbel war der Verstand nie gegeben. Entrüstung, Empörung und moralische Selbsterhöhung, das sind
die bekannten Stärken dieser Spezies. Wer in dieser Clique ein Ereignis hinterfragt, der wird
prompt stigmatisiert als jemand, der die vermeintliche Tat befürwortet. Wer sich solidarisiert
mit der Meinung eines Diskreditierten, dem wird mit Kontaktschuld dessen angeblich schlechter
Charakter umgehängt.

Ähnlich wie vor 500 Jahren, als auch die Kritiker der Inquisition gleich neben der Hexe
am Scheiterhaufen brannten, finden sich auch heutzutage noch einige Unbelehrbare, die berechtigte
Fragen stellen. Meist finden sich diese als Querulanten in einem Shitstorm wieder.
Das wird sich nicht ändern, solange Journalisten, die sich eigentlich professionell mit Berichterstattung
beschäftigen sollten, auf diese sozialen Medien verweisen. Schaut hin, dort auf #LaschetLacht brennt ein Ketzer.
Journalisten des ZDF, WDR, Spiegel und mehr, treiben die Politik in den Abgrund der organisierten Hysterie.
Ob die Politik Probleme löst, das scheint nebensächlich. Nur die Emotion soll die öffentliche Meinung
dominieren. So ist es auch ein einfaches für Journalisten, Personen mit unbequemer Meinung der Horde
auf den sozialen Netzwerken zum Frass vorzuwerfen. Dieser Vorgang der Entsorgung zeigt das Bild
einer Gesellschaft, die sich in einem Prozess des Niedergangs befindet.

Deshalb stellt sich für mich die berechtigte Frage, warum es ein Politiker als notwendig erachtet,
sich bei diesem Gesindel für sein Lachen zu entschuldigen. Vielmehr sollte er in den
sozialen Medien einmalig klarstellen, dass sich die Meinung des Mobs zur Lösung von Problemen nicht eignet.

also


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