Müssten sich solche Krisen nicht in sinkenden Preisen niederschlagen?
Also davon ist noch nichts zu sehen.
Geschäftsausstattungen werden nicht günstiger, Gewerbefahrzeuge auch nicht, Mieten gehen auch nicht runter. Alles wird sogar wesentlich teurer, egal wo man hinsieht. Dieser Trend - der sich seit ca. 20 Jahren abzeichnet - ist ungebrochen. Egal ob Finanzkrise oder "Corona".
Eher geht alles hoch weil die Verkäufer denken, dass man jetzt besonders viel Geld erzielen muss um die Verluste durch die Coronamaßnahmen wieder auszugleichen. Die Vermieter von Gewerbeeinheiten denken das gleiche. Erdölunternehmen wohl auch. Und die Chinamänner bei alibaba auch. Bei ebay sowieso. Da sind wir schon bei 25% Verkaufsprovision angelangt, die natürlich der Endkunde bezahlt.
Also unter einer Krise und unter einer Pandemie stellte ich mir als Jugendlicher immer etwas anderes vor: bettelnde Menschen am Straßenrand der Städte, Bettlerbanden in jedem Dorf die um einen Bissen Brot oder ein Ei bitten, Preise für Häuser und Autos im freien Fall, Schlangen vor der Suppenküche bei der man heißes gefärbtes Wasser mit Salz verteilt, Leichenberge in Städten, Massengräber, fallende Börsenkurse und Börsenmakler (aus dem 10. Stock), Zusammenbruch des Kreditwesens, sinkender Lebensstandard.
Von all dem ist nicht das Geringste zu sehen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, ich bin zäh wie Rick und Marty Lagina in meinen Wünschen und Erwartungen.
Es wird höchstwahrscheinlich keinen "schleichenden Niedergang" geben, sondern 'das Ding' wird mit lautem Getöse über Nacht zusammenbrechen und nichts Lebendiges mehr übrig lassen. Wie ein aufgeblasener Luftballon bei dem man als Kind immer dachte "ein bisschen geht noch rein" - und dann ganz plötzlich: Bumm!!