Herdenimmunität anhand exponentiellen Wachstums

Arioch, Palz, Donnerstag, 18.02.2021, 17:59 (vor 1779 Tagen) @ Chris113212 Views

Die Formel zur iterativen Berechnung des exponentiellen Wachstums lautet I(t)=I(t‑1)x R(t), wobei R(t) die Reproduktionsrate ist, t die Zeit und I die Zahl der Neuinfektionen. Man kann nun R(t) leicht bestimmen, wenn man verlässliche Zahlen hat indem man einfach I(t) durch I(t‑1) dividiert. Wenn dabei eine gezackte Kurve sichtbar wird, dann gibt es entweder lokale Superspreader oder es handelt sich um Nachmeldungen. Das RKI glättet die Kurven mittels Imputation. Im Übrigen: Die Angaben für R(0) in Höhe von etwa 3 stimmen vorne und hinten nicht. Wenn man auf worldometers.info die Neuinfektionen abgreift so findet man zu Beginn nirgendwo auf der Welt ein derartiges Wachstum. Nach meinen Recherchen ist R(0) überall irgendwo zwischen 1,2 und 1,4. Das hat Konsequenzen für die Berechnung der minimal erforderlichen Herdenimmunität . Ist nämlich R(0)= 1,26 [Das ist etwa der Wert bei der ersten Welle die zu einer Verdoppelungszeit von 3 Tagen führt, wie das BMI in seinem Strategiepapier ausnahmsweise mal richtig ermittelt hat), dann ist H, die minimal erforderliche Herdenimmunität nicht 70%, wie immer behauptet und ständig abgeschrieben wird, sondern nur 20%. Wenn man annimmt, dass die von Joannidis berechnete IFR 0,25% beträgt und es bisher 50.000 Todesfälle in Deutschland gegeben hat, dann haben sich bisher 20 Millionen hierzulande infiziert. Die Herdenimmunität müsste damit erreicht sein. Wohlgemerkt ist sie erreicht, wenn jeder nur einen anderen ansteckt, also bei R(t)=1.
Impfen wäre, wenn meine Überlegungen richtig sind, überflüssig.

@Chris, @Fox-News:
Audiatur et altera pars

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„Was auch immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“
―Erich Kästner-


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