Die "Helfer" sind ausgebildet. Sie wissen in der Regel, wo die Tiere herkommen. Sehr oft "Unfälle" - elektrische Leitung, Netze, Autos, Katzen oder größere Vögel....
Wenn eine tote Mutter gefunden wird, bitten die Helfer darum, dass sie informiert werden, damit sie sich um die Tiere kümmern können. Oft sind noch ganz winzige Babies dabei, wenige Tage alt. Die Tiere würden alleine umkommen. Den Helfern geht es vor allen Dingen auch darum, die Bevölkerung darüber zu informieren, dass diese Tiere für Flora und Fauna von Australien wichtig sind. Die Flying Foxes sind Vegetarierer, sie leben in Bäumen und sonnen sich. 
Geimpft werden natürlich die Helfer.... 
Wenn ein Junges irgendwo alleine "gefunden" wird, dann beobachten die Helfer die Gegend. Das sind keine "Umweltschützer" ohne jegliche Ahnung.
Die Tiere haben sehr enge Bindungen zu ihren Müttern, daher ist es wichtig, ihnen im jungen Alter auch "Bindungen" zur Verfügung zu stellen.... sie zu berühren und mit ihnen zu "spielen". Auf diese Art lernen sie das Benutzen ihrer Flügel, sie lernen, auf Bat-Art zur Toilette zu gehen und sie lernen, sich selber und ihre Flügel zu pflegen. Zu Beginn machen das alles die Tiermütter. Daher müssen das zu Beginn auch die Helfer machen. Das ist gut organisiert. Die arbeiten mit Tierarztpraxen zusammen und haben einen "Bereitschaftsdienst", d.h. die werden auch nachts angerufen, wenn jemand ein verletztes oder totes Tier findet. Über die Videos bringen sie der Bevölkerung diese Tiergattung nahe und wollen Vorurteile und Ängste abbauen. Außerdem werben sie dafür, dass "fledermaustaugliche" Netze über Obstbäume etc. gehängt werden und keine, in denen die Tiere sich verfangen und jämmerlich umkommen.
Da spielen keine "Nannies" mit Tierchen. Die Helfer lieben diese Tiere und geben ihnen sehr viel Zuwendung. Nach 2 - 3 Monaten kommen die Tiere dann in sogenannte Creches "Jugendlager", damit sie wieder "reine Fledermäuse" werden und ausgewildert werden können. Fledermausbabies aufzuziehen ist ziemlich anstrengend. Die werden 6 x oder öfter gefüttert (auch nachts). Sie weinen, weil sie ihre Mütter vermissen und etliche überleben das nicht. Ist die Übertragung der Bindung von der Fledermausmutter auf einen Helfer gelungen (meist nach 2-3 Tagen), dann haben die Tiere sehr viel Vertrauen und reagieren auch auf ihren Namen. Irgendwie sind es in der Tat "Hunde". Die Helfer bekommen aus aller Welt "Sachen" für die Tiere geschickt. Oft auch Kinderspielzeug, weil die Tiere beschäftigt werden müssen und "Flauschiges" lieben. Darin können sie sich festhalten und es erinnert offenbar an das Fell der Mutter. Sie klammern sich z.B. an Teddies und wollen die gar nicht mehr hergeben. Wenn sie größer werden sind sie sehr explorativ, sehr unternehmungslustig und können nicht mehr in Wohnungen gehalten werden, daher dann das "Jugendlager" in einem großen Gehege, wo sie sich mit Gleichaltrigen in einer großen Gruppe auseinandersetzen müssen und "Fledermausregeln" lernen. Wie gesagt, nach 1-2 weiteren Monaten werden die umzäunten Gehege geöffnet und die Tiere können in die Freiheit.... oder zurückkommen, bis sie genügend Mut haben. Futter wird die ganze Zeit bereit gestellt, so dass auch der Ängstlichste Zeit genug hat, um sich einer Kolonie anzuschließen.
Ich habe dieses Thema ganz zufällig durch "Corona" entdeckt. Hatte die gleichen Vorurteile gegenüber "Fledermäusen" wie vmtl. die Meisten. Die Menschen, die sich so engagieren, haben mich sehr beeindruckt. Die Möglichkeit des Kennenlernens dieser wunderbaren Tiere über die kurzen Videos betrachte ich als ein großes Geschenk.
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