Fürchterlich, diese Weiber, aber die Männer sind nicht besser

Tempranillo, Mittwoch, 13.05.2020, 21:46 (vor 2094 Tagen) @ Rainer3382 Views

La Donna E Mobile

Die Frau ist launenhaft.
Wie eine Feder im Wind
Ändert sie Tonfall und Meinung.
Immer ein liebenswürdiges,
Reizendes Gesicht,
In Lachen und Weinen, das ist Verlogenheit.

Refrain:
Die Frau ist launenhaft.
Wie eine Feder im Wind
Ändert sie Tonfall und Meinung!
Und Meinung!
Und Meinung!

Immer elend ist,
Wer sich auf sie verlässt,
Wer ihr unvorsichtig das Herz anvertraut!
Wenn auch derjenige sich nicht
Völlig glücklich fühlt,
Der von jener Brust nicht Liebe nippt!

Refrain:
Die Frau ist launenhaft.
Wie eine Feder im Wind
Ändert sie Tonfall und Meinung!
Und Meinung!
Und Meinung!

Diese Zeilen haben, was in unseren Zeiten so selten geworden ist, sie sind realistisch und wirklichkeitsgesättigt, und doch wieder nicht.

Was unmittelbar nach dem La donna è mobile folgt, ist eine glasklare Widerlegung der Sätze des großen Aufreißers. Gilda läßt sich vom Auftragsmörder Sparafucile abstechen, um dem Herzog das Leben zu retten.

Das eben ist das Tolle an Europas Kunst: in der Regel haben alle auf ihre Weise recht.

Wen's interessiert, hier die Szene im Zusammenhang, mit einem Herzog, der sich ausgesprochen egalitär gibt:
https://www.youtube.com/watch?v=c3kZ621U9Fw

Gildas Selbstmord. Sie läuft absichtlich ins offene Messer:
https://youtu.be/c3kZ621U9Fw?t=1155

Tempranillo

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*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).


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