Staatsanleihen in Fremdwährungen

Plancius, Montag, 23.03.2020, 13:47 (vor 2149 Tagen) @ Sylvia1107 Views

Das Problem bei Fremdwährungskonten sind die hohen Eintrittsbarrieren bzw. die hohen monatlichen Kosten. Weiterhin traue ich Offshorebanken, die irgendwo auf den Cayman Islands sitzen und nur einen anonymen Internetzugang bieten, nicht über den Weg.

Auch das früher bei Deutschen so beliebte Postbank-Konto in der Schweiz kostet mittlerweile für deutsche Staatsbürger mindestens 30 CHF Grundgebühr + sonstige Spesen.

Ein Konto bei der dänischen Jyske-Bank ist noch relativ problemlos und kostengünstig zu haben. Da aber die DKK an den EUR gekoppelt ist, wird hier beim Untergang des EUR die DKK auch mit in den Abgrund gerissen.

Konten bei ausländischen Banken sind auch ständig mit dem Risiko behaftet, dass die Bank pleite geht und man keinen Einlageschutz genießt. Einer meiner Nachbarn arbeitete in den 2000er Jahren als Handwerker in Island und bekam sein Gehalt auf ein isländisches Konto gezahlt. In der Finanzkrise 2009 hat er als Ausländer sämtliche Einlagen verloren. Nur isländische Staatsbürger unterlagen einer Einlagensicherung.

Ich halte ausländische Staatsanleihen für besser, weil ich den Staat für solventer halte als eine Bank. Die Staatsanleihen kann man an deutschen Börsen kaufen und das Depot hierfür bei einer deutschen Bank, aber auch z.B. bei Interactive Brokers führen.

Allerdings sind seit 4 Wochen fast alle sinnvollen Währungen gegenüber dem EUR zwischen 5 - 20% gefallen (GBP, CAD, NOK, AUD, NZD, SGD, CZK, RUB). Das sollte mal einer vor kurzem sagen, dass sich der EUR als Krisenwährung entpuppt.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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