@Shakur: Geld muß so knapp sein und bleiben, wie es die debitistische Realität impliziert und nur …

Ostfriese, Sonntag, 08.11.2026, 19:20 (vor 42 Minuten) @ FOX-NEWS53 Views

Hallo FOX-NEWS

Im Debitismus führt Zwang zu Leistungsdruck und der Markt liefert die Signale. Beides stellt KI/Robotik auf den Prüfstand. Zuende gedacht bleibt ausser den Zwängen der Natur (Urschuld) nichts mehr übrig.

Der Lebenswille der Menschen ist so ausgeprägt, dass ihnen auch in Zukunft genügend Ideen, unabhängig von den Bevölkerungsentwicklungen in den Ländern, einfallen werden!

Dottores Antworten um 05.08.2001, 16:10 in [1]

"Der Hinweis darauf, dass alte Kredite nur mit Hilfe neuer am Leben gehalten werden können, ist kein Fatalismus, sondern Hinweis auf einen ökonomischen Fakt. Auch Debitisten haben selbstverständlich Lösungsvorschläge. Meinen hatte ich mehrfach gepostet. Er lautet:

Zusätzliche Verschuldung (= Kredite) weltweit in Billionenhöhe! Entweder die Konsumenten machen das oder die Unternehmer - ansonsten muss es der Staat tun. Tun es alle Drei nicht (und Vierte, Fünfte gibt es nicht), kommt es ohne Wenn und Aber zum Gesamtkollaps."

auf Shakurs Fragen in [2] gelten unverändert.

Zwischen meinen Beiträgen [3] und [4] liegen einige Jahre:

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Hallo Olivia

Also muss es etwas anderes sein.

Die Antworten auf der EU-Ebene zeigen, dass die EU-Militärunion ohne Zeitverlust endgültig auf den Weg gebracht wird und die Absätze der militärindustriellen Komplexe in Rekordzeit hochgetrieben werden. Oder wozu dient der 100 Milliarden Sonderfond, der gerade aufgelegt wurde und nur ein Fliegenschiss ist? Es geht um Billionen! Die Richtungen der globalen Neuordnungen zeichnen sich ab! Der Fond, die Haftungsfreistellungen wegen Corona, europaweite Infrastruktur und die langfristigen Verschuldungssummen durch die EU-weite Dekarbonisierung der Wirtschaft zwecks Umwelt- und Naturschutzes sind der perfekte Legitimationsglaube, um die die EU zunehmend überzustülpende Kreditpyramide auf breiter Basis mit dem KGS erfolgreich in die Zukunft zu tragen. Es zeigt sich, dass kein Staatenbündnis ein höheres Potenzial der Aufschuldung hat als die EU. Das debitistische Potenzial der VSE, das von den USA bis China dringend benötigt wird, wird sich entfalten. Den Beratergesellschaften und den Großkanzleien sei gedankt - 'Deloitte hat schon geloitet': Die BIG-Data-Analysen zur Bestimmung der BIP-Entfesselung sind fertig! Die globalen Geldsummen sind so riesig, dass Pensionskassen, Versicherer, Banken, Treuhandgesellschaften, Fonds etc. die EU-Anleihen zeichnen werden. Sie sind an den weltweiten Finanzmärkten in den nächsten Jahrzehnten heiß begehrte Papiere für die institutionellen Anleger. Die EU wird zum Global Player auf dem Anleihe-Markt.

Die EU hat jetzt medial verwertbare angsterzeugende Konflikte, der das gemeinsame Handeln rechtfertigt.

@Ashitakas Aussagen vom 05.08.2020, 11:39 in [5] sind angesichts der gegenwärtigen Lage gültiger denn je:

"Denken sich die ZB-Beratungsgesellschaften Ende 2019 halt: Bauen wir ab nächstes Jahr einfach in Rekordzeit von unten eine neue globale Pyramide um die alte, fristentechnisch langsam aber sicher in sich zusammenfallende Pyramide, drumzu. Und machen wir es diesmal so, dass die neue Pyramide aus geschichtlich einmalig rasant wachsenden Kreditforderungen gg. der Realwirtschaft heraus nach oben in die globalen Kapital-/Finanzmärkte wächst. Rafft ja eh keiner, dass aus 8-10 Billionen eines Tages 100 Billionen und mehr, [ohne dass sie erwirtschaftet werden müssen], an der Spitze entstehen können. Machen wir einfach mal global eine große Krisensimulation und legitimieren damit unsere Eingriffe ins System. Die unerwartet raschen BIP-Anstiege nach 2-3 Jahren werden die Politiker als Helden dastehen lassen."

Gruß - Ostfriese

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… Reales schaffen können dürfen, keine alles plattmachende Blasen.

Gruß - Ostfriese

PS

[1] https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/search.php?search=Shakur-Frage&ao=and&... Shakur-Frage

Dottore antwortet am 05.08.2001, 23:48 auf

> Dann wäre die Beseitigung des Zentralbankmonopols ein Teil der Lösung.

Absolut. Wir hätten dann allerdings kein nationales Geld mehr. Sondern nur noch lokale Gelder, die durchaus in Konkurrenz zueinanderstehen. Aber ich glaube ohnehin, dass das Notenbankmonopol der letzte Rest des staatsmonopolistisch-imperialistisch-totalitären Zeitalters ist.

[2] https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=73763 Einige dringende Fragen an dottore und eine Bitte ... verfasst von Shakur, 30.07.2001, 17:09

Hallo dottore (jeder andere ist auch aufgerufen, seine Ideen mitzuteilen, danke im Voraus),

die Fragen sind für mich dringend, aber einigen anderen in diesem Forum liegt Ähnliches ev. auch auf der Seele.

Zunächst mal, Du schreibst:

"Der Hinweis darauf, dass alte Kredite nur mit Hilfe neuer am Leben gehalten werden können, ist kein Fatalismus, sondern Hinweis auf einen ökonomischen Fakt. Auch Debitisten haben selbstverständlich Lösungsvorschläge. Meinen hatte ich mehrfach gepostet. Er lautet:

Zusätzliche Verschuldung (= Kredite) weltweit in Billionenhöhe! Entweder die Konsumenten machen das oder die Unternehmer - ansonsten muss es der Staat tun. Tun es alle Drei nicht (und Vierte, Fünfte gibt es nicht), kommt es ohne Wenn und Aber zum Gesamtkollaps."

Der erste Satz erscheint mir sehr plausibel, schlicht auch wahr zu sein. Realitätsbeschreibung. Deine Schlussfolgerung/Lösungsvorschlag scheint zunächst auch richtig zu sein, denn das Finanzsystem mit seiner jetzigen Struktur kann wohl nur so aufrecht erhalten werden.

Das Problem ist nur: pumpt man tatsächlich Deinem Lösungsvorschlag ( zugegebenermaßen wohl einzig wirksamen) folgend sehr viel zusätzliche Liquidität in das Finanzsystem, so verschlimmert sich doch nur das um einige Zeit verschobene Ende dieses Systems, der von Dir angesprochene, uns unzweifelhaft bevorstehende Kollaps, der gleichzeitig eine ungeheure Chance für die Menschheit sein kann, es danach besser, solider und gerechter zu gestalten.

Darum diskutieren wir hier und machen uns fast mehr Gedanken, als die eigentlich Verantwortlichen für Stabilität und Prosperität (Notenbanker, Politiker).

Denn: Verschulden sich Konsumenten im großen Stil, beispielsweise eine Milliarde Menschen (einschließlich Kinder) in den entwickelten Ländern, um 10 Billionen Dollar, was vielleicht eine signifikante Wirkung auf das Finanzsystem hätte, so wären das 10.000 Dollar zusätzliche Schulden pro Kopf. Woher sollen denn die meisten dieser Menschen das zusätzliche Einkommen zur Bedienung dieser Schulden nehmen, vor allem heutzutage, bei einer Entlassungswelle nach der anderen. Und mindestens ebenso wichtig ist die Frage: welchen Unsinn sollen denn die Leute zusätzlich konsumieren, wo doch schon heute viele in den entwickelten Ländern sozusagen einen eklatant sich selbst und der Natur schadenden Überkonsum praktizieren, während der größere Teil der Menschheit mit einem Dollar am Tag auskommen soll und sich um jeden überlebten Tag freut.

Du erkennst: das Problem steckt viel tiefer und ist systemimmanent.

Die Unternehmer haben auch kaum noch Spielraum zu zusätzlicher Verschuldung. Zum Beispiel der Telekomsektor gewiss nicht mehr und viele Industriezweige sehen düsteres auf sich zukommen, Gewinneinbrüche allerorten, die Daten werden ja täglich hier gepostet. Und selbst wenn Spielraum zur Verschuldung da wäre, worin sollten die Unternehmen investieren? Neue Maschinen, Verbesserung der Produktivität wären sinnvolle Investitionen. Nur haben die Unternehmen diesen Spielraum? Und steigert Verbesserung der Produktivität nicht auch Arbeitslosigkeit zum Teil. Wer soll das dann produzierte noch kaufen? Haben wir auf der Weltebene schon die 80:20 Quote, also 20% denen es gut bis sehr gut geht und 80% die unter der Armutsgrenze leben, so werden wir auch auf den Nationalen Ebenen der einzelnen entwickelten Länder und zwar noch viel mehr als bisher schon eine 30:70, 40:60, 50:50, 60:40 Gesellschaft bekommen mit entsprechendem Potential innerer Konflikte bis hin zu Bürgerkriegen oder ähnlichen Zuständen, also sozialer Sprengstoff en masse. Dies alles sind Auswirkungen des kranken Finanzsystems, in dem wir stecken.

Meine Einschätzung ist die, dass auch die Unternehmen diese systemimmanenten Fehler nicht werden beseitigen können.

Und der Staat? Hat er zusätzliches Verschuldungspotential? Bei einem Schuldendienst, der in Deutschland jede vierte Steuermark aufbraucht, in der Türkei und Argentinien ca. 100% der Steuereinnahmen auffrisst und zahlreichen Ländern, die zwischen diesen Werten liegen, ist kaum Luft vorhanden, es sei denn, die Länder wollen sich bis hin zur Handlungsunfähigkeit verschulden.

Ich glaube also, Dein Lösungsvorschlag ist nur ein theoretisch möglicher, in der Praxis nur als größtenteils längst praktizierte Verlängerung des alten Übels wirksam.

Eine echte Lösung all dieser Probleme, die für viel negatives auf der Erde verantwortlich sind und die direkt durch das Finanzsystem verursacht werden, muss viel, sehr viel tiefer greifen und kann im Prinzip nur erreicht werden nach einem möglichst geordneten Konkursverfahren des jetzigen Systems.

Da aber die Verantwortlichen, wie schon mal vor Monaten erörtert, keinerlei Bestrebungen zeigen, ein geordnetes Konkursverfahren zu eröffnen, wird der von Dir so benannte Gesamtkollaps unausweichlich eintreten. Wichtig wäre nur, dass danach das Richtige getan wird, um ein dauerhaft stabileres System zu errichten, da auch Du wirst zugeben müssen, dass Deine Lösung viel zu kurz greift.

Ich argumentiere jetzt einfach mal unwissenschaftlich, aus dem Bauch heraus, was nicht immer das Falscheste sein muss. Es muss ein System denkbar sein, in dem der exponentielle Charakter der Zinseszinsfunktion nicht zum Zuge kommt. Denn dieser exponentielle Charakter führt immer zum Kollaps. Du hast selbst oft genug gepostet, wie viele Finanzsysteme der letzten Jahrtausende zusammengebrochen sind. Selbst wenn der Zins auf Dauer bei 2-3% gehalten werden kann, was Du ja einige male als Art gesunde Zinshöhe bezeichnet hattest, ist der exponentielle Charakter nicht beseitigt, der Kollaps lässt dann nur ein paar Jahrzehnte länger auf sich warten. Das ist schon mal die erste Frage, die aus meiner Sicht dringend der sehr genauen Erörterung und Beantwortung bedarf.

Eine weitere Frage ist zum Beispiel, ob und wie das Freigeld oder auch Schwundgeld genannt, irgendwie, in abgewandelter, stark verbesserter Form, Teil eines solchen verbesserten Finanzsystems sein kann. Ich weiß, dass Du so gut wie bewiesen hast, dass Freigeld ungeeignet ist, ich selbst kenne die Freigeldtheorie nur sehr unzureichend, aber irgendwie habe ich einfach das Gefühl, das ein Schwundgeldansatz, wie auch immer optimiert, einen größeren Vernunftfaktor in unser zurzeit zerrüttetes Finanzsystem einbringen kann. Du hältst Schwundgeld nur bei einer deflationären Depression für zeitweise hilfreich. Kann es nicht in verbesserter Form auf Dauer Stabilität bringen? Ich wäre sehr dankbar für ernsthafte Beschäftigung deines sehr regen Geistes mit dieser Frage. Ich weiß, dass dies eine fast unmögliche Frage ist, da ein solches wie auch immer (egal wodurch) optimiertes Finanz- und Geldsystem erst mal praktiziert werden müsste, um echte Antworten zu erhalten. Und wenn sich tausende von Menschen ehrlich um ein besseres System bemühen, ihre Gedanken einbringen, so müsste irgendwann ein stabiles Optimum rauskommen. Wenn nur theoretisiert wird, besteht immer die Gefahr des Elfenbeinturms.

Da gibt es dann weiterhin den Ansatz der physischen Ökonomie, wie er dem hier auch einigen bekannten Lyndon LaRouche vorschwebt. Den Ansatz halte ich für vernünftig, da Geldbewegungen und Investitionen bezogen auf die Realwirtschaft stattzufinden haben. Spekulationen, vor allem die mit Währungen, sind ausgeschaltet (also diesem Forum teilweise entgegenlaufend, aber mal ehrlich, wie viele Netto-Gewinner der Spekulation gibt es hier wirklich? Spekulation nutzt vor allem Insidern. Dem kleinen Mann/Frau, wie hier überwiegend vertreten, gelingen höchstens Glücksgriffe).

In der physischen Ökonomie darf auch der Staat sich Verschulden, aber nur direkt zum Zwecke des Infrastrukturaufbaus, also zur Steigerung des Volksvermögens und der Produktivität der Nation und zur Anhebung des Gemeinwohls - nicht nur Anhebung des Vermögens einzelner Privilegierter ohnehin schon Reicher, wie heute oft praktiziert (siehe USA und tendenziöse politische Entscheidungen hierzulande (D)). Dies scheint auch mir die einzig zulässige Verschuldungsvariante auf Staatsebene zu sein.

Es gibt bestimmt andere vernünftige Vorschläge. Vielleicht kann dieses Forum noch mehr als schon bisher Plattform zu Diskussionen solcher hochbrisanten Themen sein. Vielleicht nutzt es ja etwas, bei der Implementierung eines stark verbesserten Finanzsystems nach dem Kollaps.

Es wäre toll, wenn solche Ideen wie Schwundgeld oder physische Ökonomie oder andere nicht in Bausch und Bogen abgelehnt würden, sondern diskutiert, im Sinne einer Verbesserung für uns alle.

Heutzutage haben wir jedenfalls Geld auf der Welt, das sinnlos, gedankenlos und völlig nutzlos auf der Erde herumhurt und mehr kaputtmacht als ganz und ganze Volkswirtschaften zerstört. Geld muss so knapp sein und bleiben, wie es die debitistische Realität impliziert und nur reales schaffen können dürfen, keine alles plattmachende Blasen.

Liebe Grüße
Shakur

[3] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=688401 Debitismus: Alles führt ins Elend, das eine früher, das andere später. Das Elend kommt aus den …, Ostfriese, Mittwoch, 04.11.2026, 18:15 @ BerndBorchert 2209 Views

[4] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=599372 It's all very simple! Ostfriese, Montag, 28.02.2022, 16:25 @ Olivia 3874 Views

[5] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=536239 Antwort, Ashitaka, Mittwoch, 05.08.2020, 11:30 @ Mephistopheles 4084 Views


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