Mephistopheles: => <"Oh, oh, oh, Olivia, mir grauset, wenn ich so etwas lesen muss!">
Hallo!
Mephistopheles hat mich gebeten,
seinen untigen Kommentar einzutüten.
... und hier ist untig:
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Oh, oh, oh, Olivia, mir grauset, wenn ich so etwas lesen muss!
"Vollversorgung" ist das Ergebnis einer arbeitsteiligen Gesellschaft.
Wenn nicht jeder alles, was er selber konsumiert, auch selber herstellt,
dann ist er darauf angewisen, von anderen versorgt zu werden.
Wenn, wie das in unserer Gesellschaft der Fall ist,
überhaupt niemand mehr etwas an Produkten und Dienstleistungen,
die er benötigt vollumfänglich ausschließlich selbst herstellt,
dann ist er logischerweise auf Vollversorgung angewisen.
Die arbeitsteilige Gesellschaft, die uns am Leben erhält,
entsteht nun in keinem Fall natürlich oder spontan,
sondern ist das Resultat des Rechtsstates.
Ohne Rechtsstaat kann niemand etwas kaufen oder verkaufen.
Niemand kann etwas tun, da die Fähigkeit
(das Potential, wie @Ashitaka und @Ostfriese sagen, oder das "Revier",
wie ich in Anlehnung an Konrad Lorenz sage),
sich selber zu versorgen, seit der Existenz des Rechtsstates
sukzessive verloren gegangen ist.
Die meisten werden das allerdings erst dann bemerken,
wenn der Rechtsstaat (was schnell geschehen kann, gerade in der heutigen Zeit)
einmal aufhört zu existieren.
Dann kann man nur noch das konsumieren, was man raubt (privare) oder plündert.
Niemand schmeißt in Deutschland Lebensmittel weg;
es war auschließlich die EU, die verboten hat, Gemüse, die für den Verkauf
nicht mehr geeignet sind, an Schweine zu verfüttern.
Die Schweine haben das immer gern genommen.
Glücklicherweise hat sich jetzt jedoch ein Ersatz für die Schweine gefunden.
Es sind die "Tafeln", die das, was man an die Schweine nicht mehr verfüttern darf,
an ihre Klientel verteilen.
Bezeichnenderweise entstanden die erst nch dem Schweinefütterverbot der EU.
Es hindert dich außerdem niemand daran,
so viel krummes und schiefes Gemüse anzubauen, wie du nur willst.
Ich verstehe ja deinen Frust drüber, dass du am "child traffiking"
offenbar nicht beteiligt bist und deswegen nicht davon profitierst.
Sieh es lieber als Bestätigung der Debitismustheorie, dass Sklaverei
notwendigerweise wiederkommt, wenn Geld als Sicherheit ausgedient haben wird.
Womit wir wieder hermetisch zurück beim Beginn wären und der Kreislauf beendet ist.
Sklaverei gab es schon lange, bevor es Geld gab
und der Verdacht liegt nahe, dass Geld aus der Sklaverei entstanden ist.
Am sichtbarsten wird das an der Geschichte der Sklavenbefreiung in den USA,
wo die Sklaven durch bezahlte Lohnarbeit ersetzt wurden.
Es liegt also nahe, dass die Sklaverei wiederkommt, wenn Geld,
oder, genauer gesagt, die Werthaltigkeit des Geldes, verschwindet.
Gruß Mephistopheles
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Gruß,
BB