Wissen und Denken schützt vor Spott
Der Entzug von Windenergie mag zwar marginal im Vergleich zur gesamten Windenergie über die gesamte Atmosphäre sein, er ist aber nicht mehr marginal in der Umgebung der Windräder. Das merkt spätestens der Segler, wenn er in Luv überholt wird.
Wer aber den oben verlinkten Harvard-Artikel aufmerksam liest, dem fällt vielleicht auf, dass dort von Luftschichten die Rede ist. Dazu gibt es eine spezielle Wissenschaft, die Grenzschichtenmeteorologie: https://iacweb.ethz.ch/staff/sprenger/dynmet_HS09/Kapitel_13.pdf
Typische Eigenschaften der Grenzschicht sind: (a) hoher Grad an Turbulenz, (b) grosse Energiedissipation infolge der grossen Reibung, (c) rasche vertikale Durchmischung von Spurengasen. Es ist klar, dass diese unterste Schicht der Atmosphäre von uberragender Bedeutung für den Menschen ist. Denn wir verbringen fast unser ganzes Leben in dieser Schicht. Meteorologisch ist die Schicht sehr wichtig, weil zum Beispiel Schadstoffe in der Grenzschicht ”gefangen“ bleiben können. Generell bestimmt die Dynamik der Grenzschicht auch, ob und wie irgendwelche Aerosole, Wasserdampf oder andere Stoffe von den bodennahen Schichten in die freie Atmosphäre gelangen können.
WKA greifen genau in der Höhe dieser Grenzschichten ein und zerstören sie. Damit kann die vor allem in der Nacht sich bildende Bodenfeuchte entweichen.