Gold ist Gold, aber Dow ist nicht Dow: Was wäre denn die Aktien-Performance ohne die Verzerrungen?
Die Performance-Unterschiede scheinen gewaltig zu sein - ohne Frage.
Die spannende Frage ist aber: Wer kann diese gewaltigen Gewinne realisieren?
Denn es gibt Verzerrungen in der Wertentwicklung des DOW bzw. von Aktienindizes insgesamt:
1. Wenn eine Index-Firma (z.B. Apple) abschmiert geht, fällt sie ab einem bestimmten Punkt aus dem Index raus, und der Index bildet dadurch nicht "Aktien insgesamt" ab, auch nicht "Großfirmen", sondern nur eine Auswahl von "Weizen ohne Streu".
2. Bei den Aktien habe ich den Eindruck, dass mit gezinkten Karten gespielt wird und dadurch ein nennenswerter Anteil der Performance bei einem relativ kleinen Kreis von Mitspielern hängen bleibt. Das konnte man z.B. überdeutlich in den Pandemie-Jahren sehen, wo die Milliardäre die fettesten Jahre überhaupt einfuhren.
Inwieweit bildet also die Index-Performance von Dow und Co die tatsächliche Wertentwicklung von Aktienengagements ab, die "normalen" Leuten zugänglich ist?
Meine Kursgewinne von den gut laufenden Aktien in den letzten Jahren wurden z.B. mal eben eliminiert durch das Einkassieren von Gazprom et al.
Mich würde interessieren, wie die Performance von Aktienportfolien aussieht, wenn man die Fat Cats rausnimmt und die von den Institutionellen den Anteil abzieht, den sie für ihre Leistungen für sich abzweigen. Das schlägt ja alles mit Zins und Zinseszins zu Buche.
Möglich, dass dann immer noch eine wesentlich bessere Performance rauskommt als bei Gold.
Gibt es dazu qualifizierte Schätzungen?