zum Schließen der Cryptobörsen fehlt momentan der politische Wille

Ötzi, Samstag, 22.04.2023, 19:48 (vor 1043 Tagen) @ WhiteEagle4430 Views
bearbeitet von Ötzi, Samstag, 22.04.2023, 20:06

Man braucht nicht Krypto abschalten. Man muss nur den Ausgang zusperren.

Hallo Whiteagle,

die hohe Politik im Westen ist derzeit 100% damit beschäftigt, ihre Russophobie auszuleben.
Und die mittleren Ränge der Ministerialbürokraten haben nicht die Kompetenzen, ein allgemeines, umfassendes Crypto-Handelsverbot sauber auszuarbeiten und international zu koordinieren.

Dass die Russophobie der Elite im Wege steht, Crypto zu besiegen, das war schon 2013/14 zu beobachten. Gerade als den ersten Elitern und Eliterinnen allmählich mulmig wurde angesichts der rasant verlaufenden Crypto-Bubble 2013, kam Anfang 2014 der Maidan in der Ukraine und alle Russophoben waren mit Jubeln beschäftigt, anstatt Gesetze gegen Crypto auszuarbeiten.
Und als dann der Krieg im Donbass abebbte, waren die Dummen in den Elite-Rängen der Meinung, das Crypto-Problem würde sich von selbst lösen, weil der Preis von 1000 auf 200 Dollar gefallen war ("Bitcoin is dead"). Also wurde wieder nichts unternommen.

Also ich denke mal, so lange der Krieg in der Ukraine weiter so heftig läuft, wird es regulatorisch für Crypto nicht allzu schmerzhaft werden.

Gegen Bargeld kommt man übrigens immer raus aus Crypto, wenn man einen Abschlag hinnimmt. Jedenfalls in den Ländern, die noch nicht so durchdigitalisiert sind.

Edit:
Was jetzt vom EU-Parlament beschlossen wurde, bedeutet nur, dass in vielen Fällen die Anonymität aufgehoben wird. Nur weil eine Kopie vieler Crypto-Buchungen mit namentlichen Empfängern und Absendern bei den EU-Behörden angelegt wird, ist es aber noch nicht illegal. Und da es mittlerweile in der EU wohl so circa 1 Million EU-Bürger (grob geschätzt) gibt, die Geld in Crypto anlegen, führt das unmittelbar lediglich zu einer Unmenge an Daten, die sich in den EU-Behörden auftürmen, und sonst nichts.


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