Deiner Kalkulation liegt eine nicht vorhandene Zeitpräferenz zugrunde
Ich habe als Beispiel mein Wohngebiet angeführt, Baujahr der Häuser 90er Jahre.
Die Bewohner sind jetzt von 45 bis 75 Jahre alt. Fast alle Heizungsanlagen stehen bereits vorm Ende ihrer Nutzungsdauer.
Sie haben jetzt die Alternative, für ca. 5.000 EUR JETZT einen neuen Gas-Heizkessel einzubauen oder zwischen 20.000 bis 50.000 EUR in den nächsten Jahren in eine Wärmepumpe zu stecken.
Mit all den Nachteilen einer Wärmepumpe:
- extrem hohe Investitionskosten
- höhere Heizkosten wegen hohen Strompreisen und direkter elektrischer Zuheizung
- Vereisung der Luft-Wärmepumpe bei niedrigen Temperaturen
- störende Geräuschkulisse
- kein Fachpersonal zur Wartung vorhanden
- höhere Wartungskosten
- niedrigere Lebensdauer
- und was viele nicht bedenken: Warmwasserversorgung muss auch noch völlig neu konzipiert werden
Bei diesem Kostenvergleich ist es den meisten schnuppe, wer einmal das Haus erben wird.
Die Kalkulation bezieht auch ein, dass die Regierung das Gesetz erlassen wird, aber in 2 Jahren abgewählt wird und dann viele Verordnungen wieder gekippt werden. Man geht auch davon aus, dass bei der Masse an Erdgas-Heizungen in Deutschland die Regierung nicht den Zugang zu Erdgas beschränken wird oder mit weiteren Co2-Steuern belegen wird. Denn dann würde es an die nackte Existenz vieler Menschen gehen, denn Wärme ist nun mal ein Grundbedürfnis in unseren Breiten.
Gruß Plancius
--
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER