Die Nato ist alternativlos

Mephistopheles, Mittwoch, 01.03.2023, 12:26 (vor 1095 Tagen) @ Ostfriese3957 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 01.03.2023, 12:51

Hallo FOX-NEWS

Die Antwort hast Du hier schon öfter präsentiert. Ganz nebenbei war ich in dieser Oberlehrer-Fragerunde erster. :-P

Du hast aber nicht die richtigen Fragen gestellt. Die richtigen Fragen kann nur stellen, wer die Antworten kennt.

Wenn nicht schon bekannt oder in Vergessenheit geraten, erlaube ich mir, in Erinnerung zu rufen:

NATO’s first secretary general, Hastings “Pug” Ismay, famously declared that the organization’s mission was “to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down.” It’s a wonderful line that encapsulated 75 years of brutal history and tragically learned lessons.

https://www.washingtonexaminer.com/weekly-standard/what-is-the-purpose-of-nato-keep-the...

Gruß - Ostfriese

Die Nato ist alternativlos. Wie alle Imperien wird die Macht zunächst erkämpft, dann gibt es keine Gegner mehr, der Machtzuwachs fällt einem zu, weil die Macht alternativlos ist, alle Zivilisationen brauchen einen Machthaber, da sie ohne ihn nicht bestehen könnten, die Machterhaltungskosten sind gering, die Rendite ist hoch, die Zustimmung groß, dann begeht der Machthaber Fehler, der Widerstand wächst, die Machterhaltungskosten steigen, die Rendite sinkt, dann tun sich Alternativen auf, das Ende der Geschichte ist vorbei und der Rest der Menschheit lebt wieder in interessanten Zeiten.

Das war so beim Römerreich, die Römer erkämpften sich ihr Weltreich, ihre Erfindung war die Legion, die Legion war die erste Fabrik, die allen handwerklich kämpfenden Völkern (das ist die eigentliche Bedeutung des Begriffs "Volk": Es sind ein handwerklich kämpfender Haufe) durch ihre fabrikmäßige Organisation, in der ein Rädchen ins andere greift, haushimmelhoch überlegen war (die Fabrik ist übrigens entstanden als Nachbildung der militärischen Organisation, keineswegs umgekehrt!), dadurch wurden die römischen Legionen alternativlos, das Imperium fiel ihnen zu, die Zustimmung war groß, dann beging Rom Fehler, indem es versuchte, Germanien zu erobern, der Widerstand wuchs, die Rendite sank, die Kosten der Legionen stiegen über das erträgliche Maß hinaus, und plötzlich war eine Alternative da, die ersten Germanenreiche entstanden. Allerdings mussten auch die Germanen einen Preis bezahlern, sie mussten sich kultivieren; nichts mehr war mit der Freiheit in der Wildnis und den freien Wilden. :-P

Das nächste war, wenn wir die islamischen Reiche und das spanische Reich mal außen vor lassen, das Britische Empire, sie waren den indischen Moguln militärisch haushimmelhoch überlegen, Emire, also Indien, fiel ihnen mehr oder weniger zu, die Rendite war hoch, die Kosten niedrig, dann jedoch begingen die Briten einen Fehler, genauer zwei, sie führten zwei Kriege gegen Deutschland (also ganz woanders, wie auch die Römer ihr Reich nicht gegen die Germanen aufgeben mussten, sondern wegen der Kosten, denen ihnen der germanische Partisanenkrieg verursachte), plötzlich war eine Alternative da und die Briten mussten Indien aufgeben.

Das nächste ist, was wir gegenwärtig erleben, das US-Imperium mit der Nato, die Nato war alternativlos, das Imperium fiel den USA nach dem gewonnenen Krieg quasi zu, die Rendite war hoch, die Kosten niedrig.
Das änderte sich erst mit dem Vietnamkrieg, das war der grundlegende Fehler, den die USA begingen, als der Vietcong erstmalig eine Alternative erfand zur fabrikmäßig organisierten US-Armee, die Fabrik konnte gegen Handwerker siegen aber nicht gegen Partisanen oder freie Wilde, die wie die Germanen de Arminius plötzlich aus dem Busch hervorbrachen und wider darin verschwanden und kein Finanzsystem benötigten, der Krieg änderte sein Gesicht, die Rendite ging zurück, die Kosten stiegen, die USA mussten die Goldpreisbindung ihrer Währung "vorübergehend" aufgeben und plötzlich war eine Alternative da in den Brics, von denen jetzt Russland einen Stellvertreterkrieg gegen das Imperium führt.
Das Imperium muss gewinnen, sonst ist der $ pardue, Russland muss nicht gewinnen, es darf nur nicht verlieren. Zu seinem Glück hat es, im Unterschied zu Deutschland die Wunderwafen tatsächlich.

Gruß Mephistopheles


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