Tja, hätten sie halt lieber als Knechte und Mägde bei den Bauern gearbeitet

Mephistopheles, Donnerstag, 06.10.2022, 15:51 (vor 1237 Tagen) @ Manuel H.2629 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Donnerstag, 06.10.2022, 15:55

Krupp Thyssen kauften das Land für einen Reichsgroschen pro qm, ließ sich bei Banken gegen hohen Zins für deren Eigentümer das Geld eigens drucken und errichtete Förderanlagen. Dort ließ er dann arme Menschen zu Minimum Löhnen schuften bis deren Staublunge so heftig war, dass sie zur weiteren Versorgung dem Steuerzahler zurückgegeben wurde (Sozialgesetze Bismarcks).

Die armen Menschen hätten sich natürlich auch als Knechte oder Mägde bei den Bauern verdingen können. Dann hätten sie bei gesunder Luft auf den Feldern arbeiten oder im Kuhstall das Vieh versorgen können.
(nur hätten sie damit, so meine Schätzung, in einem Jahr so viel verdient wie in der Industrie in einer Woche.
Allerdings hätten sie auf dem Bauernhof Kost und Logis frei gehabt.)

Die Staublunge macht sich außerdem erst nach 20-30 Jahren bemerkbar.

Die Kohle wurde zu Maximalpreisen verkauft, womit die Staublungen Arbeiter ihr Einkommen direkt an die Kapitaleigentümer zurückgaben, wollten sie nicht frieren oder ihre Kinder (künftige Staublungenarbeiter) frieren lassen.

Nö, die haben selbstverständlich ein Deputat erhalten, das so bemessen war, dass es für den Winter reichte. Aber locker. Normalerweise erhält jeder Arbeiter von seinem Arbeitgeber zusätzlich zu seinem Geldlohn Naturalienlohn.
Außerdem wurden sehr viele Werkswohnungen errichtet.

Jetzt ist das Land durchlöchert wie ein Schweizer Käse, die Kapitaleigner haben es zu Höchstpreisen den Kommunen zurückverkauft, die nun mit den Ewigkeits (!) Lasten zurechtkommen müssen.

In den Kommunen bestimmen lauter gewählte Vertreter.

Warum sollte das beim giftigen Frackinggas jetzt plötzlich anders laufen?

Tja, das mit dem Deputat ist fraglich.

Gruß Mephistopheles


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