Ein Wort zur Inflationsrate

D-Marker, Rostock (MV), Dienstag, 23.08.2022, 15:55 (vor 1278 Tagen) @ CWA4953 Views

Wäre es nicht sinnvoll, eine "persönliche Inflationsrate" einzuführen?
Klar, die landesweite durchschnittliche Inflationsrate ist geeignet für den weltweiten Vergleich.

Aber der Warenkorb der Menschen sieht nun mal unterschiedlich aus.

Bei einem Millionär spielen die Kosten für persönliche Lebensmittel fast keine Rolle,
für einen mit Mindestrente ausgestatteten Senioren spielt die im Haus angemietete Garage auch keine Rolle, er kann sie sich schlicht nicht leisten.
Für einen Hartz4-Empfänger im Regelsatz (ca 400 €) ein Anteil von glaube 150 Euro für Lebensmittel enthalten. Wenn ich daran denke, dass der Regelsatz entstanden ist, als die Dose Erbsensuppe bei ALDI noch 0,49 € kostete (heute 1,29 €) und es bei anderen Lebensmitteln ähnlich aussieht, komme ich bei ihm auf eine Inflationsrate von 200% und mehr. Da kann er nur froh sein, dass die Heizkosten samt Miete der Staat übernimmt, Strom muss er trotzdem bezahlen.

Millionäre gibt es nicht viele, aber in der Statistik schneiden Geringverdiener, welche es in Massen gibt, um einige zig Prozent schlechter ab.
Diese persönliche Inflationsrate ist dann zielgruppenspezifisch und zigfach präziser als der allgemeine Blabla, durch die Medien und Ministerien zurecht geschliffen und kaum werthaltig.

LG
D-Marker

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https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM


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