Warum maulen? Warum soviel herumdiskutieren? Warum sich nicht besser auf die Stunde Null einstellen?

helmut-1, Siebenbürgen, Mittwoch, 13.07.2022, 22:07 (vor 1448 Tagen)6694 Views

Was meine ich damit:

Es gibt vieles, was hier angesprochen und kritisiert wird, was als verlogene Politik der Regierenden rübergebracht wird, was letztlich destruktiv ist.

Beispiele gibt es genügend, ich halte nur die Überschriften fest:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613377

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613199

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613325

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613186

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613355

usw. usw.

Klartext liest man selten, aber auch den gibt es:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=613255

Warum liste ich das alles auf:

Wir müssen uns über die Realität langsam klar werden. Es werden Problembereiche angesprochen, die sowohl im Detail als auch im Ganzen zwar zu Recht kritisiert werden, was aber keinem was bringt. Jeder, der noch zwei Augen im Kopf hat und in der Lage ist, die täglichen Meldungen zu analysieren und zu durchschauen, weiß, was Sache ist.

Und? Was bringt uns diese Erkenntnis? Gar nichts. Und das aus mehreren Gründen:

- Es sind viel zu wenige, die dieses teuflische Spiel durchschauen
- Es ist auch so gut wie niemand dabei, der sich bei irgendwelchen Aktionen, die sich gegen das Establishment richten, so weit aus dem Fenster lehnt, dass es bei den gewählte Politikern den "hoppla"-Effekt erzeugt.
- Helden gibt es sowieso schon lange nicht mehr; jeder versucht, irgendwie durchzukommen, ohne selbst in Schwierigkeiten mit der Obrigkeit zu kommen.
- Foren wie das Gelbe oder auch andere sind eigentlich nur dazu da, um dem Überdruckventil Rechnung zu tragen. Hier wird palavert, lamentiert, berichtet, und jeder ist froh, hier eine eindeutige Position der "klaren Kante" unter Beweis stellen zu können. Helfen tut das überhaupt nichts, - es dient allenfalls der Selbstbeweihräucherung. Am Ende des Tages geht man dann zufrieden zu Bett, im Gedanken: Ich habs aber wieder mal klar gesagt!
- Foren wie das Gelbe werden vom Verfassungsschutz genau beobachtet, und in dem Moment, wenn sich hier ein Klientel zusammenfinden würde, das eine schlagkräftige Gegenbewegung ins Leben rufen könnte, ist sofort Ende mit Lustig, also dann ist sofort Schicht im Schacht.

Nennen wir die Dinge doch einmal beim Namen:

- Dieses Land wir untergehen, und alle tangentialen Anzeichen deuten darauf hin.
- Es gibt niemanden, der das aufhalten wird, und Leute wie Wagenknecht oder Beatrix von Storch (um nur zwei Beispiele zu nennen) sind nicht in der Lage, hier effiziente Paroli zu bieten, die das Ruder herumreißen könnte.
- Es spielt überhaupt keine Rolle, wie derjenige, der an diesem Land hängt, diese Entwicklung sieht, - er wird daran nichts ändern können. Auch meine Beiträge, die hauptsächlich von der Motivation damit begründet sind, welche Beziehung ich zu diesem Deutschland habe, vom Aufbau meiner Existenz bis zu den familiären Bindungen, - sind hier überhaupt nicht relevant.
- Wir müssen das Unverständliche akzeptieren, weil offensichtlich nur nach dem absoluten Untergang der Phönix aus der Asche hervorgehen kann, der einen vernünftigen Neuanfang bewirkt.

Was bedeutet das für den interessierten Leser/Kommentator im Gelben:

Es ist vielleicht am Rande noch eine Art der Information, womit der Staat seine Rochaden zieht, die zur Allgemeinbildung beitragen kann. Aber es ist unnötig wie ein Kropf, dazu noch zu kommentieren, weil jede Meinung dazu überflüssig ist. Man kann noch so viel schreiben, wird aber an jedem beschriebenen Punkt nichts ändern.

Es ist angeraten, in dieser schweren Zeit für sich und seine Familie die Möglichkeiten auszuloten, die einen tragbaren Übergang in die neue Zeit ermöglichen. Die Konstellationen sind derart unterschiedlich, dass es da kein Patentrezept geben kann. Jeder muss selbst wissen, was für ihn zu tun ist. Jeder ist seines Glückes Schmied, und jeder hat seinen Teil der Verantwortung für sich und seine Familie. Sofern er sich dieser Verantwortung stellt und nicht mit den Schultern zuckt und mit dem Finger auf die Regierung zeigt.

Ich weiß, dass ich es richtig gemacht habe, - ich bin rechtzeitig ausgewandert, als noch Zeit dafür war. Ich hab kein Problem mit der Zukunft, - auch nicht für meine Familie. Gerade ist in RO ein Gesetz durchgepeitscht worden, wonach sich alle in einer bestimmten Altersklasse bei der Wehrerfassung zu melden haben, die rum. Staatsbürger sind. Meine Söhne nicht. Da sie Doppelstaatler sind und ihre Wehrdienstpflicht erfüllt haben, können sie nicht in einem NATO-Land einberufen werden. Aus dem einfachen Grund, weil sie ihren Wehrdienst in einem Land abgeleistet haben, das kein Mitglied der NATO ist, und dieser Staat seinen Soldaten, auch wenn sie nicht mehr aktiv sind, verbietet, einen militärischen Dienst in einem anderen Land anzunehmen.

Ich weiß genau, dass das, was nun in RO abläuft, auch in Deutschland aktuell werden wird. Ich wusste damals, vor Jahrzehnten nicht, dass es so kommen wird, - aber ich hatte eine mögliche Vorstellung eines Szenariums, und habe danach entschieden, meinen Söhnen den Rat zu geben: Erfüllung der Wehrpflicht, ja, aber niemals in einem Land, das der NATO angehört. Es war ein weiser Rat.

Ich wusste vieles nicht, als ich mich schon im Jahre 1990 in Rumänien betreffs Immobilien eingekauft hatte. Ich hatte auch damals nicht vor, nach RO umzusiedeln. Aber ich registrierte die Ursprünglichkeit der Landschaft, der Bevölkerung, und der Lebensweise in Siebenbürgen. Auch, wenn ich meine Freunde in D bemitleide, ich kann über diese Sanktionen, mit Reduzierung der Energie, mit "Zieht euch warm an", usw. nur lachen. Und dann gibt es noch die anderen, die mich damals, als ich angekündigt habe, ganz nach RO zu übersiedeln, mich dem psychologischen Idiotentest unterstellen wollten.

Intressanterweise erreicht man diese Leute heute nicht mehr, offensichtlich halten sie sich bedeckt. Es geht auch nicht darum, onb mich diese Kritiker von einst heutzutage beneiden, - ich weiß, dass ich alle meine Kinder und deren Partner in unserem Anwesen in Siebenbürgen aufnehmen und durchbringen kann. Und meine Kinder wissen das auch. Und es gibt ihnen ein saugutes Gefühl.

Sagen wie mal so:
Ja, auch ich hatte damals Tränen in den Augen, als ich mich von meknen vielen Freunden und Bekannten in Deutschland verabschiedet habe, vor der Übersiedlung nach RO. Aber heute bin ich froh darüber. Ich habe meinen "way of life" schon seit Langem gefunden, in einer Art und Weise, die man in Deutschland schon lange nicht mehr haben kann. Ich habe mir - finanziell - keine Superlativen aufgebaut, - aber ich bin mit meinem Ergebnis mehr als zufrieden. Irgendwann habe ich erkannt, dass das letzte Hemd keine Taschen mehr hat und habe mein Leben danach orientiert. Klar wird mir niemand glauben, dass ich dabei den 6-er im Lotto gemacht habe.

Deshalb, um den Sinn meines langen Kommentars nochmals zusammenzufassen:

Die allermeisten unter unseren Lesern und Kommentatoren können ihre Situation nicht ändern. Das hätte man schon vor mehr als 20 Jahren machen sollen, als es noch ging. Es bringt absolut nichts, sich gegen die kommenden Restriktionen zu wenden, - im Gegenteil - man mus die soziale Komponente noch mehr drosseln.


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