keiner will Nahrung anbauen
Bei Bekannten und Freunden mach ich immer dafür Reklame, man könne sich doch im Garten oder Balkon (hab selber weder noch) Nahrung anpflanzen.
Wurde bislang immer abgelehnt: Auf einem Dorf hieß es, dass dann die Nachbarn denken könnten, man hätte kein Geld, um sich Nahrung zu kaufen.
In der Stadt: "Wer soll das dann alles bitte essen? Blumen sind doch viel schöner."
Hab dann in den letzten Jahren aufgegeben, aber angeraten, wenigstens Vögeln und Insekten Nahrung zukommen zu lassen, also Saatgut beispielsweise bei Manufactum zu kaufen. Denn die modernen Züchtungen, die auf Baumärkten und Supermärkten verkauft werden, sind auf Farbe gezüchtet, Nahrung für Insekten und Vögel bieten sie nicht, im Gegenteil, die Signalfarben lassen die Tiere die Pflanzen ansteuern, natürlich vergeblich.
In den 20ern und natürlich während der Hitler-Zeit hatte man in Erinnerung an die Seeblockaden der Siegemächte und die dadurch verursachten Hungertoten darauf geachtet, dass eine gewisse Selbstversorgung ermutigt wird.
Also Speisekammern, Weck-Gläser, Hauswirtschafts-Unterricht, bei Neubauten ausreichend Platz für Gemüsebeete um die Häuser herum. Förderung der Schreber-Gärten (die dann als Datschen in der DDR die Vitamin-Versorgung sicherte)